Hoffnung Sprüche – neuanfang

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Zum Hoffen noch viel mehr als zum Genießen muß der neue Tag uns wecken, wenn wir der Frische und der Fülle des Lebens und der Energie unserer Tatkraft uns erfreuen sollen.

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Die aufgehende Sonne hat mehr Anbeter als die untergehende.

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Verzage nicht, wenn ab die welke Hoffnung fiel; Die neue schon erhebt sich jung auf frischem Stiel.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Auch die dunkelste Wolke hat einen silbernen Rand.

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Ebbe folgt nicht auf Ebbe. Dazwischen ist die Flut.

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Blase nicht in tote Asche.

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Das kommende Jahr ist ein guter Kerl.

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Wer noch einen Wurf übrig hat, hat noch nicht alles verloren.

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Wo eine Illusion stirbt, da wird auch immer eine neue Hoffnung geboren.

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Die Blindschleiche sagt, sie will noch wachsen, um Augen zu bekommen.

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Es kann soviel passieren zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.

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Die Welt wird alt und wird wieder jung, Doch der Mensch hofft immer Verbesserung.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Hoffnung, 1798

Es ist noch nicht aller Tage Abend.

Livius, Römische Geschichte. Von der Gründung der Stadt an (Ab urbe condita), entstanden ab 27 v. Chr. 39,26,9. Originaltext: Nondum omnium dierum sol occidit. Die deutsche Version wird in freier Übersetzung auch bei Simrock als deutsches Sprichwort angeführt.

Wenn Gott dir eine Tür zuschlägt, öffnet er dir ein Fenster.

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Die Hoffnung öffnet die Tür zur Veränderung.

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Sooft die Sonne aufersteht, Erneuert sich mein Hoffen, Und bleibet, bis sie untergeht, Wie eine Blume offen.

Keller, G., Gedichte. Aus: Sooft die Sonne aufersteht, 1844

Wehe, wehe dem Mörder, wehe, Der sich gesät die tödliche Saat! Ein andres Antlitz, eh sie geschehen, Ein anderes zeigt die vollbrachte Tat.

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Chor, Dritter

Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

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Morgen So oft die Sonne aufersteht, Erneuert sich mein Hoffen Und bleibet, bis sie untergeht, Wie eine Blume offen; Dann schlummert es ermattet Im dunklen Schatten ein, Doch eilig wacht es wieder auf Mit ihrem ersten Schein. Das ist die Kraft, die nimmer stirbt Und immer wieder streitet, Das gute Blut, das nie verdirbt, Geheimnisvoll verbreitet! Solang noch Morgenwinde Voran der Sonne wehn, Wird nie der Freiheit Fechterschar In Nacht und Schlaf vergehn!

Keller, G., Gedichte. Buch der Natur

Die Sonne ist mir oft verloschen, aber wieder aufgegangen. Und je öfter sie verloschen ist, je heller und schöner ist sie wieder aufgegangen.

Böhme, Aurora oder Morgenröte im Aufgang, 1612

Kommt's manchmal anders, als du denkst, Du darfst doch nicht die Hoffnung lassen; Mit jedem neuen Morgenroth Gilt es, von Neuem Muth zu fassen. Es muß ja auch der kräftige Baum Wohl manches Dutzend Blüthen wagen, Eh' ihm das karge Loos vergönnt, Nur eine reife Frucht zu tragen.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944