Hoffnung Sprüche – sinn

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Das ist ein Leben! Man verbringt es hoffend, um es mit einem Tode zu beschließen, an den man wieder Hoffnungen knüpft.

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Und wenn die Sanduhr der Zeitweiligkeit abgelaufen ist, wenn die Geräusche des weltlichen Lebens verklungen sind und sein rastloser, unwirksamer Aktivismus zu einem Halt gekommen sind, wenn alles um dich herum still ist wie in der Ewigkeit, dann fragt die Ewigkeit dich und jedes Individuum dieser Millionen und Abermillionen nur das folgende: Lebtest du in Hoffnungslosigkeit oder nicht?

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Hätte ich kein Hoffen auf die Erlösung, würde es nichts geben, um dafür zu leben.

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So not tut es den lebenssüchtigen Menschen, sich eine Ewigkeit zu denken, daß sie, wenn ihnen die Brücke der Hoffnung verwehrt ist, auf der Brücke der Furcht hinübergehen.

Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828/32. [273]

Ich halte es für eine unmännliche Äußerung, wenn jener Rhodier, den ein Tyrann in einen Käfig einsperren und wie ein wildes Tier füttern ließ [Telesphoros], einem, der ihm riet, sich der Nahrung zu enthalten, die Antwort gab: "Solange der Mensch noch lebt, darf er alles hoffen." Auch angenommen, dies sei wahr, so ist doch das Leben nicht um jeden Preis zu erkaufen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 70. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)

Eure Liebe zum Leben sei Liebe zu eurer höchsten Hoffnung: und eure höchste Hoffnung sei der höchste Gedanke des Lebens!

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Erster Teil. Die Reden Zarathustras, 1883. Vom Krieg und Kriegsvolke

Was ist das Letzte im Leben? – Die Hoffnung.

Stobaios, Eclogae und Florilegium (antike Sammlung von Exzerpten und Lehrmeinungen)

Achte nichts für wert, daß du darauf hoffst. Was hat es denn, das deines Wunsches wert wäre?

Seneca, Naturbetrachtungen (Naturales quaestiones), 62-63 n. Chr

Nichts auf der Welt ist so falsch und sinnlos, daß es nicht die klügsten Leute für wahr hielten, in allen Fällen, wo es dem Menschen unmöglich ist, sich mit dem Gegenteil abzufinden und zufrieden zu geben.

Leopardi, Gedanken (Pensieri), 1845

Der Mensch ist vor allen andern Geschöpfen ein auf Hoffnung gestelltes Wesen; man könnte sagen, es ist ein unsterblicher Geist im Zustande der Hoffnung [...].

Schlegel, F., Philosophische Vorlesungen. Vierte Vorlesung

Der Lebende soll hoffen.

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 4. Akt, Hochgebirg, Mephistopheles zu Faust

Was fragst du den Mann Was fragst du den Mann Nach Heimat und Haus? Er hat sie nicht – Du horchest nach Vater Und Mutter ihn aus, Er kennt sie nicht. Was fragst du den Mann Nach Kind und Weib? Er klagt doch nicht, Daß sie ihn verließ Mit Seele und Leib Um einen Wicht … Was fragst du den Mann Nach seinem Gott? Er suchte Licht! – Warum blieb es dunkel In Elend und Spott? Er weiß es nicht.

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Wäre nicht die Hoffnung in der Welt, wie ertrügen wir das Leben; wenn anders Verstand und Vernunft alsdann nicht ein größeres Recht behaupteten.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Keines darf im Leben fehlen, Soll das Leben Leben sein: – Nicht mit seinem milden Flimmer Der Erinn’rung Abendschimmer, Nicht der Hoffnung Morgenschein!

Förster, Gedichte von Karl Förster. Erster Theil, hg. von Ludwig Tieck, 1843. Aus: Erinnerung und Hoffnung

Ein Leben ohne Hoffnung ist wie ein Vogel ohne Schwingen. Ein Leben ohne Liebe ist wie ein Himmel ohne Sterne.

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Wer sich von der Hoffnung nährt, ist stets in der Schwebe und lebt nicht.

Erasmus von Rotterdam, Schülergespräche (Familiarum colloquiorum formulae), 1526. Übers. Internet. Originaltext: Qui spe aluntur, pendent, non vivunt.