Hoffnung Sprüche – zeit
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O Jüngling, sei weise, verwein' nicht vergebens Die fröhlichsten Stunden des traurigen Lebens, Wenn flatterhaft je dich ein Mädchen vergißt. Geh, ruf sie zurücke, die vorigen Zeiten! Es küßt sich so süße der Busen der zweiten, Als kaum sich der Busen der ersten geküßt.
Wer sein Leben von der Hoffnung abhängig macht, dem entschlüpft immer die ihm zunächst liegende Zeit, und es tritt eine Art Heißhunger ein und die unseligste Furcht, die alles zur Hölle macht, die Todesfurcht.
Wenn ich wüsste, dass morgen der jüngste Tag wäre, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.
Und wenn die Sanduhr der Zeitweiligkeit abgelaufen ist, wenn die Geräusche des weltlichen Lebens verklungen sind und sein rastloser, unwirksamer Aktivismus zu einem Halt gekommen sind, wenn alles um dich herum still ist wie in der Ewigkeit, dann fragt die Ewigkeit dich und jedes Individuum dieser Millionen und Abermillionen nur das folgende: Lebtest du in Hoffnungslosigkeit oder nicht?
Ebbe folgt nicht auf Ebbe. Dazwischen ist die Flut.
Die Angst hinkt, der Verstand geht, die Hoffnung fliegt.
Irdische Hoffnung, die keine ewigen Quellen mehr kennt, wird zur jagenden Haft.
Wenn der Winter naht - kann dann der Frühling fern sein?
Die kleinen Sterne scheinen immer, während die große Sonne oft untergeht.
Die dunkelste Stunde hat auch nur 60 Minuten.
Es kann soviel passieren zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
Die längste Hoffnung kommt doch an dasselbe Ziel, Das auch nach kurzem Lauf noch keinem wohl gefiel.
Die Welt wird alt und wird wieder jung, Doch der Mensch hofft immer Verbesserung.
Wehe, wehe dem Mörder, wehe, Der sich gesät die tödliche Saat! Ein andres Antlitz, eh sie geschehen, Ein anderes zeigt die vollbrachte Tat.
Es fliegen unsere Hoffnungen, die schönen Vögel, hoch – Jedoch Wenn sie am höchsten fliegen, In reinster Himmelsluft sich wiegen, Wo selbst der Adler Flug bereits ein träger, Da kommt die Wirklichkeit, der finstre Jäger, Und schießt sie herab!
Der Kranke hofft, dieweil ihm der Odem ausgeht.
Mensch, dieser Augenblick ist dein, der künft'ge wird's vielleicht nicht sein.
So von hinnen Flieht aller Schein und Schatten Holdsel'gen Wahns; die hoffenden Gedanken, Die uns vertröstet hatten Auf eine Zukunft, sinken und verblassen.
Ans Ziel Gestern ein Rieseln in weichen Eise. Heute ein Bach auf der Frühlingsreise. Gestern ein Kind mit Schleif und Band, heute Jungfrau im Festgewand. Wohin? Wer weiß? Und wem der Preis? Frage die Biene, wohin sie fliegt. Frage die Hoffnung wo Eden liegt.
Im Gedränge hier auf Erden Kann nicht jeder, was er will; Was nicht ist, es kann noch werden, Hüte dich und bleibe still.
O wie trügerisch ist die Hoffnung der Menschen, wie gebrechlich ihr Glück, wie nichtig all unser Streben!