Krieg Sprüche – eltern

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Im Frieden begraben die Söhne ihre Väter, im Kriege aber der Vater die Söhne.

Herodot, Historien. Krösus und Solon

Krieg ist der Menstruationsneid der Männer, sie wollen auch mal bluten. So ein Schwachsinn. Schon mal bedacht, wie viele Kriege wegen Frauen geführt wurden?

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Helden fallen und Söhne gehen von Müttern. Das sind alles einfache Gesetze, einfache Rechte, Atem und Lidschlag ungeheuren Geschehens.

Binding, R. G., Gedichte. Aus: Beweinung

Dein Vater ist längst schon begraben, dein Bruder schon lange verbannt, im kalten Sibirien da klirrt er mit Ketten an Füßen und Hand.

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Des Krieges Eltern heißen Schwachsinn und Trägheit.

Morgenstern, Aphorismen und Sprüche, hg. von Margareta Morgenstern, 1960. Zeitkritisches, 1907. Erstdruck in: Das Goethenaum 1, 1921/22

Wer ist wohl so unverständig, daß er den Krieg wählt statt des Friedens? Im Frieden werden die Väter von ihren Kindern begraben, im Krieg aber die Kinder von ihren Vätern.

Herodot, Historien. Erstes Buch

Im Krieg sind Männer nichts. Es ist der Mann, der alles ist.

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Der Krieg ist die Mutter der Geschichte.

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Der Graben Mutter, wozu hast du deinen aufgezogen? Hast dich zwanzig Jahr mit ihm gequält? Wozu ist er dir in deinen Arm geflogen, und du hast ihm leise was erzählt? Bis sie ihn dir weggenommen haben. Für den Graben, Mutter, für den Graben. Junge, kannst du noch an Vater denken? Vater nahm dich oft auf seinen Arm. Und er wollt dir einen Groschen schenken, und er spielte mit dir Räuber und Gendarm. Bis sie ihn dir weggenommen haben. Für den Graben, Junge, für den Graben. Drüben die französischen Genossen lagen dicht bei Englands Arbeitsmann. Alle haben sie ihr Blut vergossen, und zerschossen ruht heut Mann bei Mann. Alte Leute, Männer, mancher Knabe in dem einen großen Massengrabe. Seid nicht stolz auf Orden und Geklunker! Seid nicht stolz auf Narben und die Zeit! In die Gräben schickten euch die Junker, Staatswahn und der Fabrikantenneid. Ihr wart gut genug zum Fraß für Raben, für das Grab, Kamraden, für den Graben! Werft die Fahnen fort! Die Militärkapellen spielen auf zu euerm Todestanz. Seid ihr hin: ein Kranz von Immortellen – das ist dann der Dank des Vaterlands. Denkt an Todesröcheln und Gestöhne. Drüben stehen Väter, Mütter, Söhne, schuften schwer, wie ihr, ums bißchen Leben. Wollt ihr denen nicht die Hände geben? Reicht die Bruderhand als schönste aller Gaben übern Graben, Leute, übern Graben –!

Tucholsky, Werke 1907-1935. In: Das Andere Deutschland, 20.11.1926, wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928

Krieg ist aller Dinge Vater, aller Dinge König. Die einen macht er zu Göttern, die andern zu Menschen, die einen zu Sklaven, die andern zu Freien.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 53.

Wenn der Krieg, wie man gern sagt, der Vater großer Tugenden wäre, so müßten die Menschen vor lauter Morden und Brennen schon Heilige oder Götter sein.

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Der Krieg frisst seinen Vater.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Der Patriotismus, Vaterlands-Liebe, ist das Kriegs-Genie der Nationen. Nationen, die ohne Patriotismus streiten, sind Mechaniker, zugestutzte, abgerichtete Krieger ohne das eigentliche Genie.

Lichtenberg, Sudelbuch L, 1796-1799