Krieg Sprüche – gedanken

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Die Bemerkung ist nichts weniger als neu, dass keine Kriege zugleich so ehrlos und so unmenschlich geführt werden, als die, welche Religionsfanatismus und Parteihass im Innern eines Staates entzünden.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Geschichte der Unruhen in Frankreich, welche der Regierung Heinrichs IV. vorangingen, bis zum Tode Karls IX, 1791

Ist der Krieg ein Akt der Gewalt, so gehört er notwendig dem Gemüt an.

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Der Krieg ist in Wahrheit eine Krankheit, wo die Säfte, die zur Gesundheit und Erhaltung dienen, nur verwendet werden, um ein Fremdes, der Natur Ungemäßes, zu nähren.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, 13. Dezember 1806

Wenn die Fahnen wehen, steckt der Verstand in der Trompete.

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Der Krieg entblößt alle schwachen Seiten der Regierung, der Krieg reißt die falschen Aushängeschilder herunter, der Krieg offenbart die innere Fäulnis ...

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Feld der Ehre, – sage oft: Feld der … – sprich! — der Eitelkeit.

Grabbe, Napoleon oder Die hundert Tage. Ein Drama in fünf Aufzügen, 1831

Zwei Armeen, die sich bekämpfen, sind eine große Armee, die Selbstmord an sich übt.

Barbusse, Das Feuer (Le feu. Journal d'une escouade), 1916, übersetzt von Leo von Meyenburg 1918

Unter friedlichen Umständen fällt der kriegerische Mensch über sich selber her.

Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, 1886. Viertes Hauptstück. Sprüche und Zwischenspiele

Das Mörderischste sind nicht die Kanonen, sondern die Ideen.

Rolland, Clerambault. Geschichte eines freien Gewissens im Kriege (Clerambault, histoire d’une conscience libre pendant la guerre), 1920

Man war Schriftsteller, man hatte das Wort und damit die Pflicht, seine Überzeugungen auszudrücken [gegen die Kriegshetze], soweit dies in einer Zeit der Zensur möglich war.

Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, entstanden im Exil 1939-41, Stockholm 1942 (posthum)

Zweierlei in diesem Kriege hat unsere Enttäuschung rege gemacht: die geringe Sittlichkeit der Staaten nach außen, die sich nach innen als die Wächter der sittlichen Normen gebärden, und die Brutalität im Benehmen der Einzelnen, denen man als Teilnehmer an der höchsten menschlichen Kultur ähnliches nicht zugetraut hat.

Freud, Zeitgemäßes über Krieg und Tod, 1915

Der Narr macht Krieg.

Stauffenberg, Briefe. Stauffenberg an Rudolf Fahrner im April 1939, gemeint ist Hitler. Zit. n. P. Hoffmann, Stauffenberg und der 20. Juli 1944, München 1998

Ich habe es zu früh erkannt, daß der Schlachteneifer nichts Übermenschliches, sondern – Untermenschliches ist; keine mystische Offenbarung aus dem Reiche Luzifers, sondern eine Reminiscenz aus dem Reiche der Tierheit – ein Wiedererwachen der Bestialität.

Suttner, Die Waffen nieder! Eine Lebensgeschichte, 1889. Originaltext