Krieg Sprüche – hoffnung

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Eine solche Schlacht Ist fürchterlich, wenn man sich sagen muß: Sie wird für dich geschlagen! Jeder Schuß Trifft dich ins Herz, du fällst mit jedem Toten, Und windest dich mit jedem Sterbenden!

Hebbel, Demetrius (Fragment), entstanden 1858/59 und 1863, Erstdruck 1864 (posthum), uraufgeführt 1869. 2. Akt, 4. Szene, Demetrius

Cränz einen Welterobrer nicht, Schlepp lieber ihn zum Hochgericht.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Ein silbern dito [ABC]. Originaltext

Die Waffen ruhn, des Krieges Stürme schweigen, Auf blutge Schlachten folgt Gesang und Tanz.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 4. Akt, 1. Auftritt, Johanna

Der Krieg ist die stärkende Eisenkur der Menschheit und zwar mehr des Teils, der ihn leidet, als des, der ihn führt. Ein Kriegsstoß weckt die Kräfte auf, die das lange Nagen der täglichen Sorgen durchfrisst.

Jean Paul, Friedens-Predigt an Deutschland, 1808

Reißt die Kreuze aus der Erden! Alle sollen Schwerter werden, Gott im Himmel wird's verzeihn.

Herwegh, Gedichte eines Lebendigen, 1841-43. Aus: Aufruf

Der Krieg ist gewonnen – nicht aber der Friede.

Einstein, Aus meinen späten Jahren (übers. v. Dr. Hildegard Blomeyer nach der amerikanischen Ausgabe „Out of my later years", Philosophical Library, New York 1950), Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1952. Botschaft an die Nobel-Gedenkfeier in New York, am 19. Dezember 1945. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Albert-Einstein-Archivs der Hebräischen Universität Jerusalem

Der Krieg hat kein Erbarmen.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Lager, 1798. 6. Auftritt, zweiter Jäger

O schöner Tag! wenn endlich der Soldat Ins Leben heimkehrt, in die Menschlichkeit, Zum frohen Zug die Fahnen sich entfalten, Und heimwärts schlägt der sanfte Friedensmarsch.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 1. Akt, 4. Auftritt,

… im Krieg gilt jeder Vorteil, Wir nehmen unbedenklich, was sich bietet.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. Wrangel

Jener Krieg ist gerecht, der notwendig ist und jener Kampf fromm, in dem allein noch Hoffnung liegt.

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Durch Krieg den Volksschmerz heilen – heißt: Enthaupten den, den Zahnschmerz plagt.

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Wenn Gott nicht wunderbar hilft, so steht uns eine Zerstörung bevor, wie die römische Welt sie um die Mitte des 3. Jahrhunderts erfahren hat: Vernichtung des Wohlstands, der Freiheit, der Bildung und der Wissenschaften.

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Das Glück der Schlachten ist das Urteil Gottes.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. Prolog, 3. Auftritt, Thibaut

Wer den Tod im heil'gen Kampfe fand, Ruht auch in fremder Erde im Vaterland!

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Im Gegenteil, er wird viele schaffen.

Nestle, Die Sokratiker, 1922. Aus der Schrift 'Über den Staat'. Als jemand sagte, der Krieg werde die Armen zunichte machen.

Mein letzter Wunsch ist, den Krieg, dieses Brandmal am Körper der Menschheit, von der Erde verschwinden zu sehen.

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Reiter-Weckruf »Ist's nicht genug geruht? Ist's nicht genug geruht? Auf! Auf! Auf, frisches Reiterblut! Denkt euch, der Feind sei da! Auf, auf! Ja! ja!« So thut es, so klingt es, So schmettert's, so singt es, So stößt es und fährt durch den Nebelduft Hinaus in die Morgenluft. Trompetenruf, Trompetenstoß! O, gieng' es los, o, gieng' es los! Auf den Feind hinein In gedrängten Reih'n! Marsch! Marsch! und eingehauen! Dürfte ich das noch schauen! Nicht schauen allein! Mitten unter den Braven sein, Mitthun, zu Rosse sitzen, Wenn die Thiere wiehern, die Klingen blitzen, Und erjagen helfen im Schlachtenbrand Ein Vaterland, ein Vaterland, Ein Deutschland, das wir nicht haben, Mit dem Säbel holen und graben, Wenn ein heiliger Krieg uns endlich eint Gegen den alten frechen Feind, Den Räuber, der seiner Beute Sich rühmet noch heute! Und dann, ja dann, Ganz Mann, Dann im flammenden Kampfgewühl, In des Lebens schwellendem Hochgefühl Todeswund Ausschütten die Seele auf blut'gen Grund, Sterben als braver Soldat In einer That, Ja, das wär' etwas, Das steht nicht so blaß! Sterben als braver Reiter, Das wär' gescheidter.

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Wo Krieg ist, wird der Brotacker dürr und der Gottesacker feist.

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Friede Über die Heide geht der Wind; Es flüstert im Gras, es rauscht in den Bäumen. Die dort unten erschlagen sind, Die vielen Toten, sie schweigen und träumen. Hören sie nicht den Glockenklang? Dringt nicht zu ihnen aus heiligen Räumen Halleluja und Friedenssang? Die vielen Toten, sie schweigen und träumen. Voll des Dankes ist alle Welt, Sie darf mit dem Lobe des Herrn nicht säumen; Wer im Kampfe fiel, heißt ein Held. Die vielen Toten, sie schweigen und träumen. Wenn die Herrscher versammelt sind, Bei festlichem Mahl laßt die Becher schäumen! Über die Heide geht der Wind; Die vielen Toten, sie schweigen und träumen.

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Deß Krieges Buchstaben Kummer, der das Marck verzehret, Raub, der Hab und Gut verheret, Jammer, der den Sinn verkehret, Elend, das den Leib beschweret, Grausamkeit, die unrecht fehret: Sind die Frucht, die Krieg gewehret.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Ihr mögt von Kriegs- und Heldenruhm So viel uns, wie ihr wollt, verkünden, Nur schweigt von eurem Christentum, Gepredigt aus Kanonenschlünden! Bedürft ihr Proben eures Muts, So schlagt euch wie die Heiden weiland, Vergießt so viel ihr mögt des Bluts, Nur redet nicht dabei vom Heiland. [...] Noch gläubig schlägt das Türkenheer Die Schlacht zum Ruhme seines Allah – Wir haben keinen Odin mehr, Tot sind die Götter von Walhalla. Seid was ihr wollt, doch ganz und frei, Auf dieser Seite wie auf jener; Verhaßt ist mir die Heuchelei Der kriegerischen Nazarener.

Bodenstedt, F., Gedichte. Zeit- und Gelegenheitsgedichte. Aus: Die kriegerischen Nazarener, 1854