Krieg Sprüche – modern

28 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Krieg modern

Unsre modernen Kriege machen viele unglücklich, indessen sie dauern, und niemand glücklich, wenn sie vorbei sind.

Goethe, Italienische Reise, 1786-88, auf der Grundlage der Reisetagebücher überarbeitet 1813-17. Zweiter römischer Aufenthalt, 6. September 1787

Die Bemerkung ist nichts weniger als neu, dass keine Kriege zugleich so ehrlos und so unmenschlich geführt werden, als die, welche Religionsfanatismus und Parteihass im Innern eines Staates entzünden.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Geschichte der Unruhen in Frankreich, welche der Regierung Heinrichs IV. vorangingen, bis zum Tode Karls IX, 1791

Im Krieg ist's Sitte, jeden Vorteil nutzen.

Internet

Es ist etwas Entsetzliches in einer Zeit, wo nur die Idee siegt, mit den Waffen in der Hand zu sterben.

Internet

Nicht der Krieg ist revolutionär, der Friede ist revolutionär.

Internet

Jeder Grundsatz der Kriegsführung ist gut, wenn er das Ergebnis hat, die Anwendung der stärksten Summe von Aktionsmitteln im geeigneten Zeitpunkt und am geeigneten Ort zu bewirken.

Internet

Bomben werfen für den Frieden ist wie ficken für die Jungfräulichkeit.

Internet

Ich will nicht feige sein, aber ich habe ein Problem, wenn eine idiotische Kugel meinem Leben ein Ende setzt.

Internet

Der Krieg zwischen zwei gebildeten Völkern ist ein Hochverrat an der Zivilisation.

Sylva, Vom Amboß, 1890

Der Krieg will ein Haupt mit guter Zunge und doppeltem Gehirn haben.

Internet

Apage, Josephine, apage -! In Wien zuckte neulich die Baker mit ihrem Popo, denn es zieren die Kugeln ihrer Brüste manch schönes Revue-Tableau. Auch tanzt sie bald auf dem rechten, bald auf dem linken Bein – und schielen kann sie, daß das Weiße nur so erglänzt in ihren Äugelein. Dies haben die Zentrums-Schwarzen, die jungen und die alten, leider für eine Anspielung auf ihre Kirche gehalten. Auch fühlten sie sich bedroht in ihrer Sittlichkeit, und sie ließen die Glocken läuten, ganz wie in schwerer Zeit. Drei Sühnegottesdienste stiegen auf zum österreichischen Himmel, und die Bußglocke gefiel sich in einem moralischen Gebimmel. Denn: Wenn eine Tänzerin gut gewachsen ist und einen Venus-Körper hat, der nicht aus Sachsen ist; und wenn sie tanzt, daß nur der Rhythmus so knackt, und wenn sie ein ganzes Theater bei allen Sinnen packt; und wenn das Leben bunt ist hierzulande –: das ist eine Schande. Wenn aber Christus, der gesagt hat: »Du sollst nicht töten!«, an seinem Kreuz sehen muß, wie sich die Felder blutig röten; wenn die Pfaffen Kanonen und Flugzeuge segnen und in den Feldgottesdiensten beten, daß es Blut möge regnen; und wenn die Vertreter Gottes auf Erden Soldaten-Hämmel treiben, auf daß sie geschlachtet werden; und wenn die Glocken läuten: »Mord!« und die Choräle hallen: »Mord! Ihr sollt eure Feinde niederknallen!« Und wenn jemand so verrät den Gottessohn –: Das ist keine Schande. Das ist Religion.

Tucholsky, Werke 1907-1935. In: Die Weltbühne, 27.03.1928, Nr. 13, S. 486, wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928

Der Charakter der heutigen Kriegsführung ist bezeichnet durch das Streben nach großer und schneller Entscheidung.

Internet

Krieg: eine Anstrengung, fremde Märkte zu erschließen durch Töten fremder Verbraucher.

Internet

In jeder Zeit ist Krieg, wenn nicht körperlicher, doch geistiger und körperliche Siege fordern geistige heraus.

Jean Paul, Politische Nachklänge, 1832 (posthum). Für Manchenmann und Jedermann

Krieg ist, wenn ihn das Recht nicht heilig macht, bloß Hirnzerschmettern und Luftröhrenschneiden.

Byron, Don Juan, 1819-24

Die Freisetzung der Atomkraft hat alles verändert außer unserer Denkweise, und deshalb treiben wir auf Katastrophen zu, die nicht ihresgleichen haben.

Einstein, in: Über den Frieden. Die Originalquelle ist ein vom Emergency Committee formuliertes Telegramm vom 23./24. Mai 1946, das Einstein mitunterzeichnet hat. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Albert-Einstein-Archivs der Hebräischen Universität Jerusalem

Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein, das heißt müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Lüge, müde der Dummheit, müde des Hungers, müde der Krankheit, müde des Schmutzes, müde des Chaos. War man je zu all dem frisch und munter? … Kriegsmüde hat man immer zu sein, das heißt nicht nachdem, sondern ehe man den Krieg begonnen hat.

Kraus, Glossen bis 1924. Unsere Pallas Athene!

Wann wird die Zeit anbrechen, wo sich die Fürsten nicht gegenseitig ihre Throne, sondern die Völker gegenseitig ihre Freiheiten verbürgen?

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Krieg kömpt vom Wörtlein Meyn und Deyn.

Internet

Strategie ist, wenn man ohne Munition weiterfeuert.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Besser heiße Kugeln, als heiße Worte.

Internet