Krieg Sprüche – nachdenklich
76 Sprüche gefunden
Die Bemerkung ist nichts weniger als neu, dass keine Kriege zugleich so ehrlos und so unmenschlich geführt werden, als die, welche Religionsfanatismus und Parteihass im Innern eines Staates entzünden.
Solange der Krieg etwas Frevelhaftes hat, behält er seine Faszination. Erst wenn die Menschen in ihm etwas ganz Gewöhnliches sehen, wird ihnen die Lust daran vergehen.
Solange man den Krieg als ein Verbrechen betrachtet, wird er die Menge immer geheimnisvoll anlocken. Wenn er etwas Vulgäres geworden ist, wird man aufhören, sich darum zu kümmern.
Wenn wir vor der Alternative stehen, entweder Krieg führen oder von unseren Grundsätzen zu lassen, müssen wir unbedingt das Erstere wählen, denn ein Frieden, welcher durch Grundlosigkeit erkauft wurde, ist unsicher, zweifelhaft und fortwährenden Unterbrechungen durch erneute Beleidigungen ausgesetzt.
Der Krieg simplifiziert. Tragödie für Männer. Welches sind die Wirkungen auf die Kultur? Indirekte: er barbarisiert und macht dadurch natürlicher. Er ist ein Winterschlaf der Kultur.
Es gibt Vorsichtskriege, die Fürsten aus weisen Gründen unternehmen; sie sind in Wahrheit offensiv, doch sind sie nicht weniger gerecht.
In den Sünden der Herrscher nisten Kriege.
Kriege zeugen immer von enger und oberflächlicher Weltauffassung und falscher Zielsetzung.
Das Unglück der Erde war bisher, daß zwei den Krieg beschlossen und Millionen ihn ausführten und ausstanden, indes es besser, wenn auch nicht gut gewesen wäre, daß Millionen beschlossen hätten, und zwei gestritten.
Krieg bestraft Strafende und Bestrafte.
Kein Heil ist im Krieg; den Frieden verlangen wir alle.
Alle Schätze der Welt können mich nicht dazu bringen, einen Angriffskrieg zu befürworten, denn ich halte ihn für Mord.
Wer Krieg wünscht, möge ihn zu Hause haben.
Der Friede erwirbt und erhält den Besitz, der Krieg dagegen verzehrt und verschwendet ihn.
Nicht der Krieg ist revolutionär, der Friede ist revolutionär.
Wenn das Leben des Einzelnen heilig ist, ist es auch das Leben der Nation. Wenn der vereinzelte Mord mit Recht vom Weltgewissen verdammt wird, um wieviel mehr müßte von ihm die macht- und verhängnisvolle Organisation des Totschlages, die der Krieg darstellt, verdammt sein.
Den Kriegshetzern sollte es gehen wie den Bienen. Wer den Stachel benützt, sollte umkommen.
Krieg ist ein Problem; nicht die Lösung.
Der Krieg macht die Männer zu Räubern, und der Frieden knüpft sie auf.
Der Krieg beugt viel Recht und biegt viel Unrecht zurecht.
Der Krieg zerstört, der Friede ernährt.