Krieg Sprüche – nachdenklich

76 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Krieg nachdenklich

Die Bemerkung ist nichts weniger als neu, dass keine Kriege zugleich so ehrlos und so unmenschlich geführt werden, als die, welche Religionsfanatismus und Parteihass im Innern eines Staates entzünden.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Geschichte der Unruhen in Frankreich, welche der Regierung Heinrichs IV. vorangingen, bis zum Tode Karls IX, 1791

Solange der Krieg etwas Frevelhaftes hat, behält er seine Faszination. Erst wenn die Menschen in ihm etwas ganz Gewöhnliches sehen, wird ihnen die Lust daran vergehen.

Internet

Solange man den Krieg als ein Verbrechen betrachtet, wird er die Menge immer geheimnisvoll anlocken. Wenn er etwas Vulgäres geworden ist, wird man aufhören, sich darum zu kümmern.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Wenn wir vor der Alternative stehen, entweder Krieg führen oder von unseren Grundsätzen zu lassen, müssen wir unbedingt das Erstere wählen, denn ein Frieden, welcher durch Grundlosigkeit erkauft wurde, ist unsicher, zweifelhaft und fortwährenden Unterbrechungen durch erneute Beleidigungen ausgesetzt.

Internet

Der Krieg simplifiziert. Tragödie für Männer. Welches sind die Wirkungen auf die Kultur? Indirekte: er barbarisiert und macht dadurch natürlicher. Er ist ein Winterschlaf der Kultur.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Anfang 1874 – Frühjahr 1874

Es gibt Vorsichtskriege, die Fürsten aus weisen Gründen unternehmen; sie sind in Wahrheit offensiv, doch sind sie nicht weniger gerecht.

Friedrich II., Der Anti-Machiavel oder Widerlegung des Fürsten von Machiavelli (L'Antimachiavel ou Réfutation du Prince de Machiavel), 1740

In den Sünden der Herrscher nisten Kriege.

Internet

Kriege zeugen immer von enger und oberflächlicher Weltauffassung und falscher Zielsetzung.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Das Unglück der Erde war bisher, daß zwei den Krieg beschlossen und Millionen ihn ausführten und ausstanden, indes es besser, wenn auch nicht gut gewesen wäre, daß Millionen beschlossen hätten, und zwei gestritten.

Jean Paul, Dämmerungen für Deutschland, 1809. III. Kriegs-Erklärung gegen den Krieg

Krieg bestraft Strafende und Bestrafte.

Internet

Kein Heil ist im Krieg; den Frieden verlangen wir alle.

Vergil, Aeneis, entstanden 29-19 v. Chr

Alle Schätze der Welt können mich nicht dazu bringen, einen Angriffskrieg zu befürworten, denn ich halte ihn für Mord.

Internet

Wer Krieg wünscht, möge ihn zu Hause haben.

Internet

Der Friede erwirbt und erhält den Besitz, der Krieg dagegen verzehrt und verschwendet ihn.

Cassius Dio, Römische Geschichte, 3. Jhdt. n. Chr. Fragmente, übersetzt von D. Leonhard Tafel 1831

Nicht der Krieg ist revolutionär, der Friede ist revolutionär.

Internet

Wenn das Leben des Einzelnen heilig ist, ist es auch das Leben der Nation. Wenn der vereinzelte Mord mit Recht vom Weltgewissen verdammt wird, um wieviel mehr müßte von ihm die macht- und verhängnisvolle Organisation des Totschlages, die der Krieg darstellt, verdammt sein.

Internet

Den Kriegshetzern sollte es gehen wie den Bienen. Wer den Stachel benützt, sollte umkommen.

Internet

Krieg ist ein Problem; nicht die Lösung.

Internet

Der Krieg macht die Männer zu Räubern, und der Frieden knüpft sie auf.

Internet

Der Krieg beugt viel Recht und biegt viel Unrecht zurecht.

Internet

Der Krieg zerstört, der Friede ernährt.

Internet