Krieg Sprüche – philosophisch

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Der Krieg antwortet auf mehr Fragen, als gestellt wurden.

Mongré, Sant’ Ilario. Gedanken aus der Landschaft Zarathustras, 1897

Der Krieg, wie sehr er immer als irrational, ungerecht, als ein notwendiges oder wenigstens historisches Übel angesehen werden mag, bildet vom ethischen Gesichtspunkt aus doch zugleich eine Schule, eine harte und gefahrvolle, aber vorzügliche Schule der Hingebung des Einzelnen an die Gesamtheit.

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Was auch zur Erfüllung des Wunsches, den Krieg zu beseitigen, hervorgesucht werden kann – es führt zu keinem durchgreifenden Ergebnis. Der Krieg findet nun einmal seine Begründung in der Natur des Menschen und in dem Zusammenstoß ihrer Interessen.

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Der Krieg simplifiziert. Tragödie für Männer. Welches sind die Wirkungen auf die Kultur? Indirekte: er barbarisiert und macht dadurch natürlicher. Er ist ein Winterschlaf der Kultur.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Anfang 1874 – Frühjahr 1874

Die höchste Verwicklung entsteht durch die Kollision der Staaten untereinander, und das höchste Phänomen der nicht gefundenen und nicht zu findenden Einheit ist der Krieg, der so notwendig ist als der Kampf der Elemente in der Natur.

Schelling, Stuttgarter Privatvorlesungen, 1810

Wie das größte physische Übel der Tod ist, so ist das größte moralische zweifellos der Krieg.

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Kriege zeugen immer von enger und oberflächlicher Weltauffassung und falscher Zielsetzung.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt? Diplomaten belügen Journalisten und glauben es, wenn sie's lesen.

Kraus, Nachts. Aphorismen, 1924. V. 1915

Krieg ist die Hälfte der Wahrheit. Frieden ist die andere Hälfte. Auf welcher Seite bist du?

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Der wahre Krieg ist der Religionskrieg; der geht gerade zu auf Untergang, und der Wahnsinn der Menschen erscheint in seiner völligen Gestalt. Viele Kriege, besonders die vom Nationalhaß entspringen, gehören in diese Klasse mit, und sie sind echte Dichtungen. Hier sind die wahren Helden zu Hause, die das edelste Gegenbild der Dichter, nichts anders, als unwillkürlich von Poesie durchdrungene Weltkräfte sind. Ein Dichter, der zugleich Held wäre, ist schon ein göttlicher Gesandter, aber seiner Darstellung ist unsere Poesie nicht gewachsen.

Novalis, Heinrich von Ofterdingen, 1802 (posthum). Erster Teil: Die Erwartung. Achtes Kapitel

Kann es etwas Widersinnigeres geben, als daß ein Mensch das Recht hat, mich zu töten, weil er jenseits des Wassers wohnt und weil sein Herrscher mit dem meinigen in Streit geraden ist, obzwar ich mit ihm niemals einen Streit gehabt habe?

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Der Krieg besteht unter den Völkern, wie er in der ganzen Natur und in dem Herzen des Menschen besteht.

Proudhon, Der Krieg und der Friede (La Guerre et la Paix), 1861

Der Krieg ist der natürliche Zustand, die … Befreiung von dem bleiernen Mantel der Zivilisation.

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Der Krieg ist in Wahrheit eine Krankheit, wo die Säfte, die zur Gesundheit und Erhaltung dienen, nur verwendet werden, um ein Fremdes, der Natur Ungemäßes, zu nähren.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, 13. Dezember 1806

Krieg ist, wenn ihn das Recht nicht heilig macht, bloß Hirnzerschmettern und Luftröhrenschneiden.

Byron, Don Juan, 1819-24

Der ewige Friede ist ein Traum und zwar nicht einmal ein schöner Traum. Der Krieg ist ein Element der von Gott eingesetzten Ordnung. Die edelsten Tugenden des Menschen entfalten sich daselbst: der Mut und die Entsagung, die treue Pflichterfüllung und der Geist der Aufopferung. Der Soldat gibt sein Leben hin. Ohne den Krieg würde die Welt in Fäulnis geraten und sich im Materialismus verlieren.

Moltke, Briefe. An Professor Bluntschli

Jeder Irrthum hat seine Schule, sein Auditorium. Keiner kann so übertüncht werden, als die Idee vom Kriege. Wahrlich! ein übertünchtes Grab!

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Wenn den Krieg weder die Religion, noch die Moral, noch die Arbeit des Menschengeschlechtes abzuschaffen vermocht hat, wird das vielleicht die Wissenschaft tun, denn diese steigert die Mittel der Vernichtung so hoch, daß die menschliche Natur ihnen keinen Widerstand mehr leisten wird.

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Als ob das Töten irgend etwas gutmachen könnte! Als ob vergossenes Blut überhaupt etwas reinigen, etwas Geschehenes ungeschehen machen könnte! O, über den geheiligten Widersinn, unter dessen Herrschaft die blöde Welt sich gestellt hat.

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Kriege werden aus Hauptursachen angesponnen und aus Scheinursachen geführt.

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Eigentlich ist alles Handeln Krieg. Der eigentliche Krieg ist nur die roheste Darstellung davon.

Schleiermacher, Schriften aus der Berliner Zeit 1800-1802. Gedanken V