Krieg Sprüche – philosophisch

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In Europa ist viel über Krieg nachgedacht worden. Die Engländer taten es vorher, die Franzosen während des Krieges, die Deutschen nachher.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Die Weltbühne, 02.03.1926, Nr. 9 (Peter Panter), wieder in: Mit 5 PS, 1928

Michel: Ja, ja, der Krieg ist das allerschrecklichste. Lehrer: Und doch muß man ihn, wie die Welt nun einmal ist, ein notwendiges Übel nennen. Michel: Geht denn Macht vor Recht? Lehrer: Ja.

Felder, Gespräche des Lehrers Magerhuber, entstanden 1866, Erstdruck 1912. Erstes Gespräch

Kann der Vernünftige nachgeben? … Wir könnten es, wenn die Lage eine symmetrische wäre.

Rathenau, Gesammelte Schriften in fünf Bänden, Band 1, Berlin 1918. England und wir. Eine Philippika

Zweierlei in diesem Kriege hat unsere Enttäuschung rege gemacht: die geringe Sittlichkeit der Staaten nach außen, die sich nach innen als die Wächter der sittlichen Normen gebärden, und die Brutalität im Benehmen der Einzelnen, denen man als Teilnehmer an der höchsten menschlichen Kultur ähnliches nicht zugetraut hat.

Freud, Zeitgemäßes über Krieg und Tod, 1915

Ich habe es zu früh erkannt, daß der Schlachteneifer nichts Übermenschliches, sondern – Untermenschliches ist; keine mystische Offenbarung aus dem Reiche Luzifers, sondern eine Reminiscenz aus dem Reiche der Tierheit – ein Wiedererwachen der Bestialität.

Suttner, Die Waffen nieder! Eine Lebensgeschichte, 1889. Originaltext

Und ihr hattet übersehn, daß, wenn ihr sämtliche Menschen in die Uniform stecktet, sie nun alle unaufhörlich einander salutieren müßten? Und merktet nicht, daß diese Gebärde eines Tags, plötzlich, nur mehr der Griff an die Stirn war, der den Zweifel an dem wechselseitigen Verstand betraf? Und daß das Kopfschütteln zuckender Invalider euch, nur euch galt?

Kraus, Die letzten Tage der Menschheit, 1919. Originaltext