Krieg Sprüche – weisheit

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Der Krieg, wie sehr er immer als irrational, ungerecht, als ein notwendiges oder wenigstens historisches Übel angesehen werden mag, bildet vom ethischen Gesichtspunkt aus doch zugleich eine Schule, eine harte und gefahrvolle, aber vorzügliche Schule der Hingebung des Einzelnen an die Gesamtheit.

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Die Grundsätze der Kriegskunst sind an sich höchst einfach, liegen dem gesunden Menschenverstand ganz nahe und wenn sie in der Taktik mehr als in der Strategie auf einem besonderen Wissen beruhen, so ist doch dieses Wissen von so geringem Umfange, daß es sich kaum mit einer anderen Wissenschaft an Mannigfaltigkeit und tiefem Zusammenhang vergleichen läßt.

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Die Kriegskunst besteht in der Berechnung einer großen Anzahl Fälle, deren Eintritt auf dem Kriegsschauplatz als möglich angenommen werden muß.

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Der Krieg simplifiziert. Tragödie für Männer. Welches sind die Wirkungen auf die Kultur? Indirekte: er barbarisiert und macht dadurch natürlicher. Er ist ein Winterschlaf der Kultur.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Anfang 1874 – Frühjahr 1874

Jeder Krieg ist ein schweres Übel, und der wirkliche Gewinn aus demselben liegt oft genug auf einem ganz anderen Gebiete, als auf dem materieller Erwerbungen. Nur derjenige Krieg bleibt in der Erinnerung später Zeiten als ein wohltätiger verzeichnet, der für die bessere Einsicht der Menschen dauernde Frucht gebracht hat.

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Kriege zeugen immer von enger und oberflächlicher Weltauffassung und falscher Zielsetzung.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Krieg aller gegen alle.

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Bestimme ich die Stärken des Feindes, während meine Gestalt nicht wahrnehmbar erscheint, so kann ich meine Stärke konzentrieren, während der Feind unvollständig ist. Der Höhepunkt militärischer Entfaltung findet sich im Formlosen: Weiset keine Form auf und sogar der sinnestiefste Spion suchet Euch vergebens und der Weise kann keine Pläne gegen Euch schmieden.

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Kriege, was auch immer ihr Ziel sein mag, schaden der ganzen Menschheit. Sie schaden auch den Völkern, die Sieger bleiben.

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Jeder Grundsatz der Kriegsführung ist gut, wenn er das Ergebnis hat, die Anwendung der stärksten Summe von Aktionsmitteln im geeigneten Zeitpunkt und am geeigneten Ort zu bewirken.

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Es gab nie einen guten Krieg oder einen schlechten Frieden.

Franklin, B., Briefe. An Josiah Quincy, am 11. September 1773

Der Krieg leidet kein Probestück.

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Kriege und Gemälde muß man mit einer gewissen Distanz beurteilen.

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Während sich auf anderen Gebieten Irrtümer bisweilen wieder gutmachen lassen, ist dies bei Fehlern, die man im Kriege begeht, unmöglich, weil sie sich sogleich rächen.

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Er [der Krieg] ist ein abnormer Zustand und die größten Erfolge, die er auch bringen mag, wiegen die Übel nicht auf, welche er verursacht.

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Krieg ist Unheil im größten Maßstabe.

Bentham, Grundlagen des internationalen Rechts (Principles of International Law), 1786-89

Entdeckte man das Geheimnis, den Krieg für immer abzuschaffen, das menschliche Geschlecht zu vermehren und die Existenz aller Menschen zu sichern – wie töricht und barbarisch erschienen unsere besten Gesetze.

Vauvenargues, Nachgelassene Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Selten ist in Europa überall Frieden, und nie geht der Krieg in den anderen Weltteilen aus.

Clausewitz, Vom Kriege. Hinterlassenes Werk des Generals Carl von Clausewitz, hg. von Marie von Clausewitz, 1832-34. 1. Buch, 8. Kapitel

Krieg ist ein Zustand, bei welchem die niedrigsten und lasterhaftesten Menschen Macht und Ruhm erlangen.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Der Krieg ist ein Akt der Gewalt, und es gibt in der Anwendung derselben keine Grenzen.

Clausewitz, Vom Kriege. Hinterlassenes Werk des Generals Carl von Clausewitz, hg. von Marie von Clausewitz, 1832-34

Ich habe im Kriege Gott immer auf Seiten der größten Bataillone gesehen.

Voltaire, Briefe. An M. le Riche, 6. Februar 1770