Leben Sprüche
Sprüche über das Leben und seine Bedeutung
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Die Welt sehn in einem Körnchen Sand, den Himmel in einem Blütenrund, die Unendlichkeit halten in der Hand, die Ewigkeit in einer Stund.
Es ist nötig, daß wir den Schwerpunkt des Lebens in unser Inneres verlegen.
Lebendig ist, wer stark und edel strebt. Die andern leben nicht, sie werden gelebt.
»Zuweilen dünkt es mich, als trübe Geheime Sehnsucht deinen Blick – Ich kenn es wohl, dein Mißgeschick: Verfehltes Leben, verfehlte Liebel Du nickst so traurig! Wiedergeben Kann ich dir nicht die Jugendzeit – Unheilbar ist dein Herzeleid: Verfehlte Liebe, verfehltes Leben!«
Der Wegweiser Was vermeid' ich denn die Wege, wo die andern Wandrer gehn, suche mir versteckte Stege durch verschneite Felsenhöhn? Habe ja doch nichts begangen, daß ich Menschen sollte scheun – welch ein törichtes Verlangen treibt mich in die Wüstenein? Weiser stehen auf den Straßen, weisen auf die Städte zu, und ich wandre sonder Maßen, ohne Ruh' und suche Ruh'. Einen Weiser seh' ich stehen unverrückt vor meinem Blick; eine Straße muß ich gehen, die noch keiner ging zurück.
Die zwei Gesellen Es zogen zwei rüstge Gesellen zum erstenmal von Haus, so jubelnd recht in die hellen, klingenden, singenden Wellen des vollen Frühlings hinaus. Die strebten nach hohen Dingen, die wollten, trotz Lust und Schmerz, was Rechts in der Welt vollbringen, und wem sie vorüber gingen, dem lachten Sinnen und Herz. Der erste, der fand ein Liebchen, die Schwieger kauft' Hof und Haus; der wiegte gar bald ein Bübchen, und sah aus heimlichem Stübchen ; behaglich ins Feld hinaus. Dem zweiten sangen und logen die tausend Stimmen im Grund, verlockend' Sirenen, und zogen ihn in der buhlenden Wogen farbig klingenden Schlund. Und wie er auftaucht' vom Schlunde, da war er müde und alt, sein Schifflein das lag im Grunde, so still wars rings in die Runde, und über die Wasser wehts kalt. Es singen und klingen die Wellen des Frühlings wohl über mir; und seh ich so kecke Gesellen, die Tränen im Auge mir schwellen ach Gott, führ uns liebreich zu Dir!
Das Leben der Pflanzen geht auf im bloßen Dasein: demnach ist sein Genuß ein rein und absolut subjektives, dumpfes Behagen.
Bäume haben den Menschen eins voraus: Sie sind auch in Massen noch schön.
Ist uns das Leben nicht gegeben, damit wir reicher werden im Geist, auch wenn die äußere Erscheinung leiden muß?
Das Leben ist ein Land, das die Greise gesehen und bewohnt haben. Wer es durchwandern will, kann nur sie um den Weg fragen.
Zum rechten lebendigen Leben gehört ein Herz, das von tiefer Liebe glüht.
Früh schwand mein Seelenfriede, Ach, ich genoß so heiß! Und ward des Lebens müde, Ein jugendlicher Greis.
»Das Leben geht weiter«. Als es erlaubt ist.
Was sich alles entpuppen kann: ein Schurke und ein Schmetterling!