Leben Sprüche
Sprüche über das Leben und seine Bedeutung
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Des Lebens höchste Offenbarung Doch immer aus dem Herzen blüht.
Nachtgalle Weil meine beiden Beine Erfolglos müde sind Und weil ich gerade einsam bin, Wie ein hausierendes Streichholzkind, Setz ich mich in die Anlagen hin Und weine. Nun hab ich lange geweint. Es wird schon Nacht; und mir scheint, Der liebe Gott sei beschäftigt. Und das Leben ist - - alles, was es nur gibt: Wahn, Krautsalat, Kampf oder Seife. Ich erhebe mich leidlich gekräftigt. Ich weiß eine Zeitungsfrau, die mich liebt. Und ich pfeife. Ein querendes Auto tutet. – Nicht Gold noch Stein waren echt An dem Ring, den ich gestern gefunden. – Die nächtliche Straße blutet Aus tausend Wunden. Und das ist so recht.
Die eine Schwester ergriff den Schleier und die andere den Hosen-Schlitz.
Rosen auf den Weg gestreut, Und des Harms vergeßen! Eine kleine Spanne Zeit Ward uns zugemeßen.
Es kribbelt und wibbelt weiter Die Flut steigt bis an den Ararat, Und es hilft keine Rettungsleiter, Da bringt die Taube Zweig und Blatt – Und es kribbelt und wibbelt weiter. Es sicheln und mähen von Ost nach West Die apokalyptischen Reiter, Aber ob Hunger, ob Krieg, ob Pest, Es kribbelt und wibbelt weiter. Ein Gott wird gekreuzigt auf Golgatha, Es brennen Millionen Scheiter, Märtyrer hier und Hexen da, Doch es kribbelt und wibbelt weiter. So banne dein Ich in dich zurück Und ergib dich und sei heiter, Was liegt an dir und deinem Glück? Es kribbelt und wibbelt weiter.
Wenn das Leben fragte tausend Jahre lang: "Warum lebst du?", wenn es überhaupt antwortete, würde es nur sagen: "Ich lebe, um zu leben!" Das rührt daher, weil das Leben aus seinem eigenen Grunde lebt, aus seinem Eigenen quillt; darum lebt es ohne Warum: es lebt nur sich selber! Und fragte man einen wahrhaften Menschen, einen, der aus seinem eigenen Grunde wirkt: "Warum wirkst du deine Werke?", wenn er recht antwortete, würde er auch nur sagen: "Ich wirke, um zu wirken!"
Das Ständchen Was wecken aus dem Schlummer mich Für süße Klänge doch? O Mutter, sieh! Wer mag es sein In später Stunde noch? "Ich höre michts, ich sehe nichts, O schlummre fort so lind! Man bringt dir keine Ständchen jetzt, Du armes, krankes Kind!" Es ist nicht irdische Musik, Was mich so freudig macht; Mich rufen Engel mit Gesang, O Mutter, gute Nacht!
Gegen das Leben an irgendeiner Stelle ablehnend zu sein, ist mir nie eingefallen.
Welche Verspätung, mit dem Leben anzufangen, wenn man aufhören muss!
Niemand ist zu gut für diese Welt. Menschen, von denen dies gesagt wird, sind vielmehr in irgend einem Betrachtenicht gut genug.
Recht zu leben – das sollte unser großes und leuchtendes Meisterwerk sein! Alle anderen Dinge wie Herrschen, Horten und Häuserbauen sind höchstenfalls Anhängsel und Beiwerk.
Was hier der Mensch, die Völker leiden, Verschuldet ist es oft, und Prüfung wird's, Doch steht ein Ziel. Die letzte schönste Kraft, Die lange schlummert, unerkannt und still, Im innersten des Lebens - sie erwacht, Sie wird sich inne, wenn das Feindliche Sich nah' und näher drängt; dann wird die Glut, Die uns Verbrechen schien, ein mildes Licht, Ein Morgenrot, es blüht im neuen Leben, Besonnen, hell und reif in schönster Kraft Aus der Bedrängnis göttergleich empor. Die Prüfung weicht, und in versöhnter Lieb, Tritt aus dem Kampf das Feindliche zurück.
Du weißt, es ist gemein: was lebt, muß sterben Und Ew'ges nach der Zeitlichkeit erwerben.