Leben Sprüche
Sprüche über das Leben und seine Bedeutung
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Die letzten Stichworte in einem richtig geführten menschlichen Leben müssen Friede und Güte heißen.
Wenn ich jetzt sterben müßte, würde ich sagen: »Das war alles?« – Und: »Ich habe es nicht so richtig verstanden.« Und: »Es war ein bißchen laut.«
Perfektibilität Möcht' ich doch wohl besser sein, Als ich bin! Was wär' es! Soll ich aber besser sein, Als du bist, so lehr' es! Möcht' ich auch wohl besser sein Als so mancher andre! »Willst du besser sein als wir, Lieber Freund, so wandre.«
Rückschau Ich habe gerochen alle Gerüche In dieser holden Erdenküche; Was man genießen kann in der Welt, Das hab ich genossen wie je ein Held! Hab Kaffee getrunken, hab Kuchen gegessen, Hab manche schöne Puppe besessen; Trug seidne Westen, den feinsten Frack, Mir klingelten auch Dukaten im Sack. Wie Gellert ritt ich auf hohem Roß; Ich hatte ein Haus, ich hatte ein Schloß. Ich lag auf der grünen Wiese des Glücks, Die Sonne grüßte goldigsten Blicks; Ein Lorbeerkranz umschloß die Stirn, Er duftete Träume mir ins Gehirn, Träume von Rosen und ewigem Mai – Es ward mir so selig zu Sinne dabei, So dämmersüchtig, so sterbefaul – Mir flogen gebratne Tauben ins Maul, Und Englein kamen, und aus den Taschen Sie zogen hervor Champagnerflaschen – Das waren Visionen, Seifenblasen – Sie platzten – Jetzt lieg ich auf feuchtem Rasen, Die Glieder sind mir rheumatisch gelähmt, Und meine Seele ist tief beschämt. Ach, jede Lust, ach, jeden Genuß Hab ich erkauft durch herben Verdruß; Ich ward getränkt mit Bitternissen Und grausam von den Wanzen gebissen; Ich ward bedrängt von schwarzen Sorgen, Ich mußte lügen, ich mußte borgen Bei reichen Buben und alten Vetteln – Ich glaube sogar, ich mußte betteln. Jetzt bin ich müd' vom Rennen und Laufen, Jetzt will ich mich im Grabe verschnaufen. Lebt wohl! Dort oben, ihr christlichen Brüder, Ja, das versteht sich, dort sehn wir uns wieder.
Ein Leben ist kein Licht; ein Licht kann ich wieder anzünden. Das Leben ist eine Flamme Gottes; einmal lässt er sie auch brennen auf Erden, dann nicht wieder.
Tod, Verbannung und alles andere, was als furchtbar gilt, halte dir täglich vor Augen, besonders aber den Tod, und du wirst niemals kleinliche Gedanken haben oder etwas übermäßig begehren.
Letztes Gedicht Wenn quälend mich die Angst beschleicht, Mein Teuerstes auf Erden, Mein Liebstes könnte mir vielleicht Einst noch entrissen werden; Dann tröstet der Gedanke mich: »Weshalb davor erbeben? Dies große Leid vermöchte ich Ja nicht zu überleben.« Die Hoffnung, die sich in dir regt, Bevor du ihrer dich entschlagen, Daß keinem werde auferlegt So viel als er kann tragen. Wie groß das Leid, wie tief die Not, Du wirst dich d'rein ergeben, Und was dir bitt'rer als der Tod, Du wirst es überleben.
Richte dein Leben ein, wie du denkst, aber vergiß nicht zu denken!
Das Leben selbst ist das größte Nichts ohne das Gefühl eines höheren Lebens.