Leben Sprüche
Sprüche über das Leben und seine Bedeutung
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Was ist denn Leben? Ein ewiges Zusichnehmen und Vonsichgeben.
Viel muß man lernen und an sich ändern; denn die Arbeit, die das Leben an uns tut, ist unermeßlich.
Ich weinte, als ich geboren wurde, und jeder Tag zeigt mir: warum; denn: Kein Tag vergeht ohne irgendein Leid.
Der Weise wünscht, er wäre nie geboren, Ihn hätte nie im Erdenfrost gefroren Und niemals ihn die Glut der Welt versengt; Unheil nur wird durch die Geburt verhängt; Nur Wechsel herrscht und Trübsal hier auf Erden: Drum ist es besser, nicht gezeugt zu werden.
Manche Menschen gelangen eigentlich niemals zum Genuß des Daseins. Sie spähen immerfort nach dem Zeitpunkte aus, wo ihre Wünsche sich erfüllen sollen. Und unversehens wird ein schwarzer Deckel geöffnet, und man legt sie hinein als Toren, die um des Zuvielerstrebten nichts ihr eigen nennen dürfen. Nur der, welcher jeden Tag zu einem Festtag glücklichen, wenn auch bescheidenen Genießens macht, ihn nützt und denkt: "Für den kommenden gibt's keine Schlüssel, die Pforten des Glücks sind geöffnet oder versperrt! Keiner vermag es zu wissen!" der ist weise.
Das Wunderbarste, das ewige Phänomen ist das eigene Dasein.
Das Leben ist schnell, die Kunst ist langsam, die Gelegenheit spröde, die Ausführung unzuverlässig und das Urteil parteiisch.
Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, welcher die höchsten Jahre zählt, sondern derjenige, welcher sein Leben am meisten empfunden hat.
Das Leben ist weder eine Qual, noch ein schöner Traum, es ist nicht mehr und nichts weniger als eine Arbeit, eine harte und zuweilen sehr unerfreuliche Arbeit. – Je früher, desto besser ist die Erziehung durch das Schicksal. Lernt kämpfen, beizeiten kämpfen die Welt bezwingen und euch selbst! Darin liegt die Freiheit und die Tugend.
Lebt für die Gegenwart, träumt von der Zukunft, lernt von der Vergangenheit.
Das Dasein ist gar kein Prädikat oder keine Determination von irgendeinem Dinge.
Und auf einmal steht es neben dir Und auf einmal merkst du äußerlich: Wieviel Kummer zu dir kam, Wieviel Freundschaft leise von dir wich, Alles Lachen von dir nahm. Fragst verwundert in die Tage. Doch die Tage hallen leer. Dann verkümmert deine Klage ... Du fragst niemanden mehr. Lernst es endlich, dich zu fügen, Von den Sorgen gezähmt. Willst dich selber nicht belügen Und erstickst es, was dich grämt. Sinnlos, arm erscheint das Leben dir, Längst zu lang ausgedehnt. - - Und auf einmal - -: Steht es neben dir, An dich angelehnt - - Was? Das, was du so lang ersehnt.
Man halte sich ans Neue Testament, welches immer die beste vorhandene Lösung des Daseinsrätsels gibt.