Leben Sprüche – abschied

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Was soll ich viel lieben, was soll ich viel hassen? Man lebt nur vom Lebenlassen.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Sprichwörtlich

Ihr nehmt mein Haus, wenn ihr die Stütze nehmt, worauf mein Haus beruht; ihr nehmt mein Leben, wenn ihr die Mittel nehmt, wodurch ich lebe.

Shakespeare, Der Kaufmann von Venedig (The Merchant of Venice), Erstdruck 1600

So geht es nun einmal auf der Reise hienieden. Einer nach dem anderen steigt aus, und der Zug saust weiter, bis die Station kommt, wo man selber aussteigen muß.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche

Es steht mit dem Leben ähnlich wie mit einem Theaterstück: nicht auf die Länge kommt es an, sondern auf die Güte des Spiels. Es liegt nichts daran, wo du aufhörst. Höre auf, wo du willst. Nur an einem guten Schluss lass es nicht fehlen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 77. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)

Man kann nicht für jedermann leben, besonders für die nicht, mit denen man nicht leben möchte.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Kunst und Altertum, 4. Bandes 2. Heft, 1823

Sommerbild Ich sah des Sommers letzte Rose stehn, Sie war, als ob sie bluten könne, rot; Da sprach ich schauernd im Vorübergehn: So weit im Leben ist zu nah am Tod! Es regte sich kein Hauch am heißen Tag, Nur leise strich ein weißer Schmetterling; Doch ob auch kaum die Luft sein Flügelschlag Bewegte, sie empfand es und verging.

Hebbel, F., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. Hier: entstanden 1844

Ich habe es schon häufig als bedauerlich empfunden, daß Noah und seine Sippe das Boot nicht verpaßt haben.

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Das Endliche wird von dem Unendlichen zu nichts, es wird ein reines Nichts.

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Abend Der Abend wechselt langsam die Gewänder, die ihm ein Rand von alten Bäumen hält; du schaust: und von dir scheiden sich die Länder, ein himmelfahrendes und eins, das fällt. Und lassen dich, zu keinem ganz gehörend, nicht ganz so dunkel wie das Haus, das schweigt, nicht ganz so sicher Ewiges beschwörend wie das, was Stern wird jede Nacht und steigt. Und lassen dir (unsäglich zu entwirrn) dein Leben bang und riesenhaft und reifend, sodaß es, bald begrenzt und bald begreifend, abwechseln Stein in dir wird und Gestirn.

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Die Liebende Das ist mein Fenster. Eben bin ich so sanft erwacht. Ich dachte, ich würde schweben. Bis wohin reicht mein Leben, und wo beginnt die Nacht? Ich könnte meinen, alles wäre noch Ich ringsum; durchsichtig wie eines Kristalles Tiefe, verdunkelt, stumm. Ich könnte auch noch die Sterne fassen in mir; so groß scheint mir mein Herz; so gerne ließ es ihn wieder los. den ich vielleicht zu lieben, vielleicht zu halten begann. Fremd, wie nie beschrieben sieht mich mein Schicksal an. Was bin ich unter diese Unendlichkeit gelegt, duftend wie eine Wiese, hin und her bewegt, rufend zugleich und bange, daß einer den Ruf vernimmt, und zum Untergange in einem Andern bestimmt.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Neue Gedichte. Der neuen Gedichte anderer Teil, 1908

So möcht' ich leben, daß ich hätte, wenn ich scheide, Gelebet mir zur Lust und andern nicht zu Leide.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Starrheit ist ein Begleiter des Todes, Geschmeidigkeit ein Begleiter des Lebens.

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Was willst du auf dieser Station so breit dich niederlassen? Wie bald schon bläst der Postillion, du mußt doch alles lassen.

Eichendorff, J., Gedichte. Ausgabe 1841. Wanderlieder: Wandersprüche

Wer sein Leben lieb hat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird's erhalten zum ewigen Leben.

Neues Testament. Das Evangelium nach Johannes (#Joh 12,25)

Denn Bleiben ist nirgends.

Rilke, Gedichte. Duineser Elegien, 1912/1922. Die erste Elegie

Den Schatten kannst du von einem Menschen weder abschneiden noch weglocken.

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Sein führt zu Nichtsein.

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Manchmal muß man im Leben die Notbremse ziehen.

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Manchmal Scheinen die Dinge auseinanderzubrechen Wenn du es am wenigsten erwartest Manchmal Möchtest du zusammenpacken und sie alle mitsamt ihrem Lächeln hinter dir lassen.

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Das einzige, was mich hier noch hält, ist die Erdanziehungskraft.

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Wie ein reifer Apfel häng ich an des Dienstes Apfelbaum; daß ich noch am Baume hänge, glaube ich oft selber kaum. Fröste kommen, Stürme rütteln, und ich seh, wie mancher fällt. Ich allein, ich bleibe hängen, weiß der Teufel, was mich hält.

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