Leben Sprüche – erfahrung

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Das Leben erzieht die großen Menschen und lässt die kleinen laufen.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen (in: Die Dioskuren, Band 13), 1884

So geht es nun einmal auf der Reise hienieden. Einer nach dem anderen steigt aus, und der Zug saust weiter, bis die Station kommt, wo man selber aussteigen muß.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche

Deine Sinnesweise musst du ändern, nicht den Himmelsstrich.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 28. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Animum debes mutare, non caelum

Das ganze Leben ist ein Experiment.

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Das Leben bildet.

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Wer etwas Neues wirklich kennenlernen will (sei es ein Mensch, ein Ereignis, ein Buch), der tut gut, dieses Neue mit aller möglichen Liebe aufzunehmen, von allem, was ihm daran feindlich, anstößig, falsch vorkommt, schnell das Auge abzuwenden, ja es zu vergessen: sodass man zum Beispiel dem Autor eines Buches den größten Vorsprung gibt und geradezu, wie bei einem Wettrennen, mit klopfendem Herzen danach begehrt, daß er sein Ziel erreiche.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Neuntes Hauptstück. Der Mensch mit sich allein

Das Leben ist eine Erziehungs-Anstalt, sie leitet eine väterliche weise Vorsehung.

Pertz, Das Leben des Ministers Freiherrn vom Stein, 6 Bde., 1850-55

Wir Menschen sind, wie Schwämme, wir trinken uns voll Leben, dann wird’s wieder ausgedrückt.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1843

Gescheit gedacht und dumm gehandelt, so bin ich mein’ Tage durchs Leben gewandelt.

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Das Leben hat mich gelehrt, daß alles auf die Menschen ankommt, nicht auf die sogenannten Verhältnisse. Die Menschen, in 99 Fällen von 100, machen diese. Auch wenn sie sich ungünstig gestalten, werden sie durch das, was wir in uns haben, doch schließlich besiegt.

Fontane, T., Briefe. An seinen Schwager, 29. August 1874

Das Leben des Menschen ist der von Gott verordnete Fortbildungskurs – ein ganz anderer als der, der hier oder dort von der Obrigkeit angeordnet wird.

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Das Leben ist ein strenger Lehrer mit einem großen Stock.

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Wer aus sich heraus lebt, tut immer besser, als wer in sich hinein lebt.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Das, was größer ist als wir, lehrt alle Lebewesen, was sie tun sollen. Wir sind wie die Blumen. Wir leben und wir sterben, und aus uns selbst heraus wissen wir nichts. Aber das, was größer ist als wir, lehrt uns – lehrt uns, wie wir leben sollen.

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Das Leben meistert man lächelnd oder gar nicht.

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Wir sind nicht umsonst in diese Welt gesetzt; wir sollen hier reif für eine andre werden.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. 7. Band, 1802. Aus: Valet an meine Leser

Wer andere kennt, ist klug. Wer sich selber kennt, ist weise. Wer andere besiegt, hat Kraft. Wer sich selber besiegt, ist stark. Wer sich durchsetzt, hat Willen. Wer sich selber genügt, ist reich. Wer seinen Platz nicht verliert, hat Dauer. Wer auch im Tode nicht untergeht, der lebt.

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Die schönste Kunst, das schwierigste zu erlernen, ist die Kunst zu leben.

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Das ist das alte Lied und Leid, Daß dir Erkenntnis erst gedeiht, Wenn Mut und Kraft verrauchen. Die Jugend kann, das Alter weiß. Du kaufst nur um des Lebens Preis Die Kunst, das Leben recht zu brauchen.

Geibel, E., Gedichte. Spätherbstblätter. Sprüche, 6.

Das Leben gleicht einem Violinsolo in der Öffentlichkeit, für das man noch ein paar Griffe einstudieren muß.

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Im Leben ist man entweder Roß oder Reiter.

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