Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Gegenüber dem unermesslichen Weltraum erscheint der Mensch zunächst wie ein winziges Schilfrohr. In Wirklichkeit ist der Mensch größer als die ganze unermessliche Größe des Weltalls. Am Ende ist ein Liebender mehr als alle unendliche Weltraummassen.

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Der Eros ist kein Kind der Logik.

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Abglanz Der Himmel schickt das Licht hernieder, In dessen Glanz der See erglüht; So spiegelt deinen Reiz nur wieder Die Glut, die mir im Auge sprüht.

Claar, Weltliche Legenden. Gedichte, 1899

Liebe! Du bist ein zweischneidiges Schwert.

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Beim Jagen und beim Lieben weiß man wohl, wo man anfängt, aber nicht, wohin man kommt.

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Ich fühl es endlich, nur in ganzer Kraft ist ganze Liebe.

Hölderlin, F., Briefe. An Christian Landauer im Februar 1801

Lern im Leben die Kunst, im Kunstwerk lerne das Leben. Siehst du das Eine recht, siehst du das andere auch.

Hölderlin, F., Gedichte. Pros Heauton (Epigramm für die geplante Zeitschrift »Iduna«)

Eifersucht ist das Schwefelhölzchen im chemischen Feuerzeug der Liebe.

Oettinger, Der confiscirte Eulenspiegel oder das Buch der Hundertachtundzwanzig. Erster Band, hg. von Eduard Maria Oettinger 1833

Die Liebe ist ein Wechselfieber, bei dem der Frost zuletzt kommt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Liebe ist eine bloße Tollheit, und ich sage Euch, verdient ebensogut eine dunkle Zelle und Peitsche als andre Tolle; und die Ursache, warum sie nicht so gezüchtigt und geheilt wird, ist, weil sich diese Mondsucht so gemein gemacht hat, daß die Zuchtmeister selbst verliebt sind.

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Die Liebe ist ein Gut, was allen anderen den Schein abstreift.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1857

Der Rang der Stände Ist nur Menschenwerk und Brauch; Doch die Lieb' ist Gotteshauch.

Langbein, A. F. E., Gedichte. Aus: Eginhard und Emma

Mir trauerte die ganze Welt, ich kannte nicht die schönsten Triebe. Nun habe ich, was mir längst gefehlt; beneide mich Natur – ich liebe!

Schiller, F., Gedichte. Aus einem Lied, das aus dem Stegreif für ein Singspiel gedichtet wurde

Solange die Liebe träumen kann, ist das ein herrliches Leben.

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Das ist der Liebe eigen, Mit Worten muß sie schweigen; Sie spricht mit süßen Zeichen Von Dingen ohnegleichen. Es sagt die Hand am Herzen: Hier innen trag' ich Schmerzen, Und möchte doch dies Leiden Um alle Welt nicht meiden. Im Auge spricht die Träne: Wie ich nach dir mich sehne! Mein Wollen, Denken, Sinnen, Es will in deins verrinnen. Es spricht der Lippe Zücken: O laß dich an mich drücken, Auf daß im Feuerhauche Sich Seel' in Seele tauche! So webt in stummen Zeichen Sich Botschaft sondergleichen; Von Herz zu Herzen geht sie, Doch nur wer liebt, versteht sie.

Geibel, E., Gedichte. Neue Gedichte. Lieder aus alter und neuer Zeit, 12.

Erfolg in der Liebe besteht nicht so sehr im Heiraten des einen, der uns glücklich macht, als im Vermeiden der vielen, die uns unglücklich machen können.

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Mein Herz ist wie ein singender Vogel Mein Herz ist wie ein singender Vogel, das Nest gebaut an rauschendes Wehr. Mein Herz ist wie ein Apfelbaum mit Ästen hangend von Früchten schwer. Mein Herz ist wie eine schimmernde Muschel, friedlich treibend durch stilles Meer. Mein Herz ist nimmermehr beklommen, denn mein Liebster ist gekommen.

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An eine Rose Du kleine Rose, glaube mir, Du sollst Lucindens Busen schmücken. Ich selber will dich ihr Itzt auf den vollen Busen drücken. Dann sag ich: "Mädchen, küsse mich, Sieh, dies hat Flora dir geweihet. Sieh, wie die Rose sich Schon über ihre Stelle freuet." Doch untersteht ein Jüngling sich Dich von dem Busen abzubrechen: Dann, Rose, räche mich, Dann mußt du ihn gewaltsam stechen. Doch wenn in meines Mädchens Brust Nach mir sich zarte Wünsche regen – O die geliebte Brust! Dann hauch ihr süßen Duft entgegen.

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Die Liebe ist die angenehmste Herzkrankheit.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Liebe ist die Geschichte des Lebens einer Frau; die Episode im Leben eines Mannes.

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Liebe ist: Erfüllung, Last und Medizin.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Die Frau spricht (I), in: Die Weltbühne, 13.08.1929, Nr. 33 (Theobald Tiger), wieder in: Lerne lachen ohne zu weinen, 1931