Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

5474 Sprüche in dieser Kategorie

Liebe, die Vergleiche zieht, gleicht einem Apfel, der im Innern schon den Wurm trägt.

Vogel, Im Zwielicht. Aphorismen, 1946

Junge Liebe besonders ist gar gern empfindlich und reizbar; sie ist noch nicht in Wettersturm und Sonnenhitze fest und kompakt geworden.

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Nimm den Menschen die Liebe, und du hast der Welt die Sonne genommen.

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Nur wo Liebe ist, wohnt der Frieden.

Detlef, Ein Dokument, 4 Bde., 1876

Ströme des Mitleids, mit denen man ein Herz begießt, in welchem die Liebe gestorben ist, sind nicht mehr im Stande auch nur ein Blättchen der Wunderblume hervorzutreiben, die sich freiwillig erschließen muß, um Himmel und Erde mit ihrem Dufte zu erfüllen.

Wildenbruch, Die heilige Frau, 1885

Die Liebe ist in den höheren Ständen vielleicht größer, energischer, tiefer, und hat mehr alles, was mit Leidenschaft zusammenhängt; die Treue aber, dies beständige und warmherzige Beharren, scheint mir größer im Volke. In der Arbeit lernt man die Treue.

Auerbach, Auf der Höhe. Roman, 1865

Die Dauer des Todeskampfes einer Liebe hängt wie beim Menschen vom Herzen ab … Der mit dem stärkeren Herzen erleidet den längeren, qualvolleren Tod.

Vogel, Im Zwielicht. Aphorismen, 1946

Lieb' erzeuget das Leben, und Leben erzeuget die Liebe: Denn nur der Lebende liebt, denn nur der liebende lebt.

Marbach, Gnomen, 1832

Auf der Schwelle Wie regt des Abends verliebter Hauch so sanft die Wellen und Busch und Strauch, drückt weiche Falten in mein Gewand und hebt mir schmeichelnd das Gürtelband. Ein Gruß ... ein Seufzer ... ein heimlich Wehn – ward nicht gesprochen, ist nichts geschehn, und dennoch weiß ich zu dieser Frist, daß meine Stunde gekommen ist ... Durch meine Seele ein Ahnen geht, daß auf der Schwelle die Liebe steht.

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O, daß jeder Kuß eine Woche lang währen und jede Umarmung einen Monat dauern möge – und unsere Liebe immer und ewiglich erstrahle!

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Es ist mit der Liebe wie mit den Pflanzen: Wer Liebe ernten will, muß Liebe säen.

Gotthelf, Der Sonntag des Großvaters. Erzählung, 1852

Ein Unterschied Das war einmal: ich liebe dich! wie Jugend wohl zu Jugend sagt, die sich in ihrem Überschwang an alle großen Worte wagt. Jetzt fragst auch du nicht: liebst du mich? du fragst nur schlicht: hast du mich lieb? und lächelst, daß nach Lust und Blust die reife Frucht am Stengel blieb. Ich hab dich lieb. Das klingt so süß und klingt so reif. Ein Sommerlaut, wenn rings der Blick im Vollbesitz auf segenschöne Felder schaut. Gib deine Hand, und keinen Kuß, mein Weib. Nur Blick in Blick. So. Gib. Und hör das Sommersegenswort, das reife Wort: ich hab dich lieb.

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Nachtschwalbe Dich lieb ich, geisterhafter Schatten, der mich begleitet ohne Scheu durch Wald und abendliche Matten, so wie Erinnerung, so treu; so lind, wie ohne ein Verlangen das Denken ist an einst'ge Lust – so dunkel wie das dunkle Hangen an einem ewigen Verlust.

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Den Kuß und dann die Kralle. So sind sie alle.

Krauß (Hg.), Vischer. Aussprüche des Denkers, Dichters und Streiters, um 1900. Aus dem Gedicht: Dank für Rat

Ich möchte nicht nur geliebt werden, sondern auch hören, daß man mich liebt.... Das Reich des Schweigens ist im Jenseits groß genug.

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Liebe verschenkt, Egoismus leiht.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Philosophische Briefe. Entstanden Anfang und Mitte der 80er Jahre, Erstdruck 1786. Theosophie des Julius. Die Welt und das denkende Wesen

O mein Geliebter – in die Kissen Bet' ich nach dir, ins Firmament!

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Es schärft die Zeit der Lieb' Gewalt.

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Selbstverständlich halte ich dafür, daß die Frauen, die passende Männer haben und von ihnen geliebt werden, nie ein Unrecht begehen dürfen; die andern aber begehen ein Unrecht an sich selbst, wenn sie den nicht wiederlieben, der sie liebt.

Castiglione, Der Hofmann (Il Libro del Cortegiano), 1528

Weh! Weh! wie ist die Liebe für die Welt ein Fluch! – Ein Fluch und Segen, mein' ich, wie der Himmel will.

Euripides, Medea, entstanden um 431 v. Chr

Man betrachte nur die Liebe. Nirgends wird wohl die Notwendigkeit der Poesie zum Bestand der Menschheit so klar, als in ihr. Die Liebe ist stumm, nur die Poesie kann für sie sprechen.

Novalis, Heinrich von Ofterdingen, 1802 (posthum). Erster Teil: Die Erwartung. Achtes Kapitel