Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Nimm mir Alles, falsches Glück, Gieb mir Täuschung, Freud' und Schmerzen; Eines bleibt mir doch zurück: Hohe Lieb' in treuem Herzen. Deinem Zorn erbeb' ich nicht, Klage nicht um Ruhm und Freude; Muthig ist, wie Morgenlicht, Lieb' im Leide. Was sie schenkte, was sie nahm, Alles ist mir lieb und theuer, Und ihr tiefster, längster Gram Macht mich kühner nur und treuer. Gern erduld' ich ihre Noth, Lächle, wenn ich mich betrübe; Freundlich ist, wie Abendroth, Leid in Liebe.
Der Garten der Liebe Ich begab mich zum Garten der Liebe und sah, was noch nie ich gesehn: Eine Kirche erricht' in der Mitte, wo ich pflegte spielen zu gehn. Und die Pforte der Kirch' war verschlossen und – Du Sollst Nicht – graviert überm Tor: So ging ich zum Garten der Liebe, wo Blumen blühten zuvor. Und ich sah ihn gefüllt mit Gräbern und statt Blumen Grabsteine nur, wo schwarze Pastoren, dem Rundgang verschworen, mit Dornzweigen fangen mein Lust und Verlangen.
Entzückende Marter und wonniges Weh! Der Schmerz wie die Lust unermeßlich! Derweilen des Mundes Kuß mich beglückt, Verwunden die Tatzen mich gräßlich. Die Nachtigall sang: »O schöne Sphinx! O Liebe! was soll es bedeuten, Daß du vermischest mit Todesqual All deine Seligkeiten? O schöne Sphinx! O löse mir Das Rätsel, das wunderbare! Ich hab darüber nachgedacht Schon manche tausend Jahre.«
Namenlos Eines Abends denk' ich vor allen, Denke seiner genau, wehmütig-stolz Und in jubelnder Demut – Stille war's im Gemach, Singendes Schweigen; Der Schein der Lampe fiel so klar und mild Über die feinen schönen Züge; Und ich sah – doch nicht, daß das Licht Über die feinen, schönen Züge fiel – Nein! es war, als wiegte meine Seele In schaffender Macht das Antlitz Hervor aus des Lichtes schauerndem Strom. Und die Augen sahen auf mich so sehnsuchtsmilde, Daß mein Gedanke in seltsamem Mute raunte, Ich sei wert zu besitzen ... Dann traten die Züge in den Schatten. Kein Wort ward gesprochen, Worte waren zu schwer für meine Gedanken; Und kein Handdruck gewechselt, Denn ich wußte mir nicht, daß ich da war. Und doch weiß ich, wir zwei, wir gehören zusammen, Daß nichts uns jemals scheiden kann, War jene Sekunde auch unsere letzte Begegnung.
Wer kann mit der Zunge die Herzen bezaubern, Ohne selbst in der Seele bezaubert zu sein?
Erziehung zum Seelenfrieden Ich sucht' ein heilsam Kräutchen Mir jüngst für Herzensweh. Da sah ich zwei Liebesleutchen In einer Pappelallee. Sie schritten so weltvergeßlich, Treu Hand von Hand geführt, Und waren beide so häßlich Und beide so gerührt. Sie waren von ihrem Lose Beglückt und voll Vertraun – Er trug 'ne karrierte Hose, Just wie ein Zirkusclown. Ihr Blick war voller Süße, Der Abend war hell und schwül. Sie hatte platte Füße Und einen Ridikül. Das war ein Gliedergezappel, Die Herzen zwickte der Mai – Sie hielten mich für 'ne Pappel Und gingen selig vorbei. Ich stand am Straßengraben Und schaute, wie das ging; Sich gar so lieb zu haben Ist doch ein schönes Ding! Und was die Dichter schwappeln Von Hollerbusch und so, Es wird auch unter Pappeln Noch mancher herzensfroh. Und wer nicht grad' nach großen Und seltnen Freuden strebt, Hat in karrierten Hosen Bescheidnes Glück erlebt.
Bald erkannte ich, daß der Zauber der Liebe seinen Grund in den Vorzügen der Seele hat, daß nur sie allein ihren Überschwang hervorrufen und sie rechtfertigen können.
O süße Morgendämmerung der ersten Liebe mit deinem Thränentau und deinen Ahnungsschauern!
Du hattest Furcht Der süßen Träume einer – flüchtigster –, du mir zur Seite – Mangoblütenduft in schweren, dichten Wellen um uns her. Aus deiner Seele drang ein leiser Ton, ein Aeolsharfenton –, auch meine Seele, sie sang ihn mit! Nacht sank herab, die Blüten flammten auf im Kelchglas – meine Sehnsucht wuchs! Dann kamst du wieder –, deine Seelentür war mir verschlossen – und es starb ein Glück noch in der Knospe! Du hattest Furcht vor mir und vor der Liebe!
Liebe ist Hingebung, Hingebung aber ist nur möglich, wenn man aus sich selber herausgeht.
Zu sagen, daß du einen Menschen dein ganzes Leben lang lieben wirst, ist, als würdest du sagen, daß eine Kerze für den Rest deines Lebens brennen wird.
In deiner Stimme bebt ein Klang, Der mich so tief erschüttert, Daß mir im Auge, selig bang, Die Thräne glänzt und zittert. Ich frage nicht: Wird mir dein Wort Schmerz oder Glück bereiten? Der süße Ton hallt in mir fort Für alle Ewigkeiten!
Wüßt ich das Lied, das ihn bannt, das ihn zwingt Wüßt ich das Lied, das ihn bannt, das ihn zwingt, an mein armes, einsam verloderndes Herz, das durch alle Fernen hinüberklingt, durch alle Türen – durch Panzer und Erz. Das dem einen Mann in die Seele dringt, dem einzigen, der für mich nur erdacht –, der einsam wie ich – mit der Sehnsucht ringt, nach mir die Arme reckt – Nacht für Nacht. Wo ist das Lied – das ihn zu mir zwingt, aus der Einsamkeiten ewigem Schnee, das ihm die Ebenbürtige bringt, Genossin seiner leuchtenden Höh? Wüßt ich das Lied, das ihn zu mir reißt, wüßt ich zu seiner Kammer den Weg, furchtlos durch Steppen totvereist fänd ich, auch über Höllen, den Steg!
Nun wißt Ihr ja zur Genüge, daß eine Frau, die einwilligt, über Liebe zu reden, bald so weit ist, zu lieben oder sich mindestens so aufzuführen, als liebe sie.
Veschloss'ne Glut ist's, die am tiefsten wühlt.
Letzte Wonne Du kennst die letzte Wonne nicht, O Weib, und wirst sie nie ergründen: In deinen Augen glüht ein Licht, Das will nicht wärmen, will nur zünden! Wohl ist es süß, wenn ohne Laut, Wenn glutverzehrt von Qual und Hoffen, Ein Menschenaug' in deines schaut, Vom Blitzstrahl deines Blicks getroffen; Doch weißt du nicht, wie süß das ist: In jener Liebe sich ergeben, Die liebend ihrer selbst vergißt Und wähnt, ein Wunder zu erleben ! Die selig sich gestehen kann: Ich schmied' aus Schönheit keine Waffen; Es war kein Sieg, den ich gewann, Es war nur Glück, das ich geschaffen!
Die Liebe ist die Medizin unseres Stolzes und unserer Selbstgefälligkeit. Arzt unserer vielen Unvollkommenheiten.