Liebe Sprüche – abschied

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Fehlst [Scheiterst] du, laß dich's nicht betrüben: Denn der Mangel führt zum Lieben; Kannst dich nicht vom Fehl befrein, Wirst du andern gern verzeihn.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827, Zahme Xenien, Kap.3

Nirgends kann ich sie vergessen; Und doch kann ich ruhig essen, Heiter ist mein Geist und frei.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier aus: Das Glück der Liebe

Soll ich dich gleich, Geliebte, missen, Wirst du mir doch nicht ganz entrissen: Zu seh'n, zu tändeln und zu küssen Bleibt mir der schönste Teil von dir. Gleich ist des Haar's und mein Geschicke: Sonst buhlten wir mit einem Glücke Um sie, jetzt sind wir fern von ihr.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier aus: Die Reliquie

Herz, mein Herz, was soll das geben? Was bedränget dich so sehr? Welch ein fremdes neues Leben! Ich erkenne dich nicht mehr. Weg ist alles, was du liebtest, Weg, worum du dich betrübtest, Weg dein Fleiß und deine Ruh – Ach, wie kamst du nur dazu? Fesselt dich die Jugendblüte, Diese liebliche Gestalt, Dieser Blick voll Treu und Güte Mit unendlicher Gewalt? Will ich rasch mich ihr entziehen, Mich ermannen, ihr entfliehen, Führet mich im Augenblick, Ach, mein Weg zu ihr zurück. Und an diesem Zauberfädchen, Das sich nicht zerreißen läßt, Hält das liebelose Mädchen Mich so wider Willen fest; Muß in ihrem Zauberkreise Leben nun auf ihre Weise. Die Verändrung, ach, wie groß! Liebe! Liebe! laß mich los!

Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, 4. Teil, 1821-1831. 17. Buch

Lesebuch Wunderlichstes Buch der Bücher Ist das Buch der Liebe; Aufmerksam hab ich's gelesen: Wenig Blätter Freuden, Ganze Hefte Leiden; Einen Abschnitt macht die Trennung. Wiedersehn! ein klein Kapitel, Fragmentarisch. Bände Kummers Mit Erklärungen verlängert, Endlos, ohne Maß.

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan. Buch der Liebe

Erde mag zurück in Erde stäuben, Fliegt der Geist doch aus dem morschen Haus! Seine Asche mag der Sturmwind treiben, Seine Liebe dauert ewig aus!

Schiller, F., Gedichte. Elegie auf den Tod eines Jünglings, in: Anthologie auf das Jahr 1782

Ach, allzuschnell nach kurzem Lenze, Entfloh die schöne Liebeszeit.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Die Ideale, 1795

Wieviel Muscheln am Strand, soviel Schmerzen bietet die Liebe.

Ovid, Ars amatoria, auch Ars amandi (Die Liebeskunst), entstanden zwischen 1 v. Chr. und 4 n. Chr

Wer der Liebe ganz entsagt, ist nicht weniger krank als der, der ihrer allzusehr begehrt.

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Dies nämlich ist das Schwerste, aus Liebe die offene Hand schließen und als Schenkender die Scham bewahren.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Das Kind mit dem Spiegel

Laß nichts Liebes dir erwachsen! Schlimm ist, Liebens zu verlieren. Hast du Liebes nicht noch Leides, wirst du nirgends Fesseln spüren.

Buddha, Dhammapada. Anthologie von Aussprüchen des Buddha; enthält 423 Sprüche ethischen Inhalts, aufgenommen in den Palikanon unter den Kurzen Texten (Khuddaka-Nikaya) wohl auf dem 2. buddhistischen Konzil im Jahr 383 v. Chr. 211. Vers. Übersetzt von Hans Much, 1920

Wenn dir deine Weisheit einmal davonliefe, ach! Da liefe dir schnell auch meine Liebe noch davon.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Dritter Teil, 1884. Das andere Tanzlied

Wo man nicht mehr lieben kann, da soll man — vorübergehn!

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Dritter Teil, 1884. Vom Vorübergehen

Tränen des Danks, nimm sie, Ewiger! [...] Nur die Kraft, nur die Liebe – dann laß kommen, was da will!

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Nur durch die Liebe kann der Mensch von sich selbst befreit werden.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

8 Schaff mich nicht ab, wenn auch den Durst Gelöscht der holde Trunk; Behalt mich noch ein Vierteljahr, Dann hab auch ich genung. Kannst du nicht mehr Geliebte sein, Sei Freundin mir sodann; Hat man die Liebe durchgeliebt, Fängt man die Freundschaft an.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte, 1824-1844. Verschiedene. Angelique

Eher wird sie bei dem Fliehen Als ich bei dem Verfolgen müd'.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlass. Annette, hier aus: Kunst, die Spröden zu fangen, 1. Erzählung

Gold- und Silberschulden lassen sich abtragen im Leben, Liebesschulden nimmt man mit ins Grab.

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Alldieweil Lieb bei Lieb ist, weiß Lieb nicht wie lieb Lieb ist; wenn aber Lieb von Lieb scheidet, weiß lieb Lieb wohl, was lieb Lieb war.

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Ach, in den Armen hab ich sie alle verloren, du nur, du wirst immer wieder geboren: weil ich niemals dich anhielt, halt ich dich fest.

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Ich hab das "Ich" verlernt und weiß nur: wir. Mit der Geliebten wurde ich zu zwein; und aus uns beiden in die Welt hinein und über alles Wesen wuchs das Wir. Und weil wir Alles sind, sind wir allein.

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