Liebe Sprüche – arbeit

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Wer von der Arbeit müde, Läßt gern den Mädchen Friede. Und wer noch obendrein nichts weiß, Der denkt an nichts, den macht nichts heiß; So geht's den Bauern meist.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier aus: Kinderverstand

Nicht so schnell wie Milch geronnen, folgt der Lohn dem bösen Trachten. Glimmt wie Feuer in der Asche und folgt nach dem Schlimmbedachten.

Buddha, Dhammapada. Anthologie von Aussprüchen des Buddha; enthält 423 Sprüche ethischen Inhalts, aufgenommen in den Palikanon unter den Kurzen Texten (Khuddaka-Nikaya) wohl auf dem 2. buddhistischen Konzil im Jahr 383 v. Chr. 71. Vers. Übersetzt von Hans Much, 1920

Mässig und geschäfftig leben Heist: der Liebe Gifft eingeben.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Der Mann hat ein Amt, er strebt nach Reichtum und Ehre, das kostet ihm Zeit. Indessen würde ihm doch noch einige für die Liebe übrig bleiben. Aber er hat Freunde, er liebt Vergnügungen, das kostet ihm Zeit. Indessen würde ihm doch noch einige für die Liebe übrig bleiben. Aber wenn er in seinem Hause ist, so ist sein zerstreuter Geist außer demselben, und so bleiben nur ein paar Stunden übrig, in welchem er seinem Weibe ein paar karge Opfer bringt.

Kleist, H., Briefe. An Wilhelmine von Zenge, 27. Oktober 1801

Liebe ist das Geschäft des Müßigen, aber die Müßigkeit des Geschäftigen.

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Mit deiner Liebe gehe in deine Vereinsamung und mit deinem Schaffen, mein Bruder; und spät erst wird die Gerechtigkeit dir nachhinken.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Erster Teil. Die Reden Zarathustras, 1883. Vom Wege des Schaffenden

Manche Dirne findet Gelegenheit sich zu verkaufen, und fände keine, sich zu verschenken.

Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Ein jedes Werk, das nicht auf Liebe gegründet ist, trägt den Keim des Todes in sich und geht seinem Ruin entgegen.

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Die Kunst ist keine Bierreise. Sie ist ein Kampf, ein Getriebe, das uns zermalmt.

Schmidt (Hg.), Künstlerworte, gesammelt von Karl Eugen Schmidt, Leipzig 1906

Man geht oft von der Liebe zum Ehrgeiz über, aber selten kehrt man vom Ehrgeiz zur Liebe zurück.

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Mythologisches: Wenn Amor Geldsorgen hat, läßt sein Berufseifer nach.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Holzhacker Er hackt sein Holz jahrein, jahraus, Müht sich vom frühsten Morgen; Und sie besiegt im kleinen Haus Die tausend großen Sorgen. Tropft abends ihm der heiße Schweiß Von seiner Stirne nieder; Sie trocknet sanft, sie trocknet leis Die furchenreiche wieder. – So haben sorgen sie gemußt Seit langen, harten Jahren. Und keiner hat es wohl gewußt, Wie glücklich beide waren.

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Frauenärzte und Scheidungsanwälte taugen nicht zu Liebhabern. Sie wissen zu viel.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Reiche Beschäftigung Abends, wenn ich zur Ruhe geh', Denk' ich an meine Grete, Morgens, wenn ich früh aufsteh' Mach' ich's, wie Abends späte. Zwischendurch so am Vormittag, Denk' ich, was sie wohl treiben mag. Mittags- aber und Vesperzeit Sind dem Gedanken an sie geweiht. Sagt mir nun um des Himmels willen, Wo bleibt mir Zeit, meine Akten zu füllen? "Ei so setze die Nacht daran, Nachts man trefflich schaffen kann." Ja wie sollt' ich die Nacht versäumen? Muß doch von meiner Grete träumen.

Wildenbruch, Lieder und Balladen, 1887

Eros liebt schwere Arbeit.

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Der Lohn der Liebe ist, daß dein Wesen Liebe wird.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Das Geschäftige kann eine Gefahr für die Liebe sein: es führt zur Vernachlässigung und fordert eine gewisse Roheit.

Hille, Die Hassenburg. Roman aus dem Teutoburgerwalde, in: Gesammelte Werke von Peter Hille, Band 4, hg. von seinen Freunden, 1905 (posthum)

Arbeit Ist es unrecht, die Arbeit zu lieben? Warum sind sie aus dem Paradies vertrieben? Jeder weiß es. »Im Angesicht deines Schweißes ...« – Nein anders: »Im Schweiß deines Angesichts Sollst du dein Brot ...«, heißt es dort. – Wie? Wunderlich! – Schweiß ist doch Arbeit. – Ist die Arbeit Strafe des Höchsten Gerichts? Geh, Exegesel, tu deine Pflicht, Ohne daß du Verbotenstes frißt, Und mit dem Verstande suche nicht, Was dein Gewissen viel besser ermißt.

Ringelnatz, J., Gedichte. Flugzeuggedanken, 1929