Liebe Sprüche – kurz

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In der Liebe ist es besser, einen Kuß mehr und zehn Briefe weniger zu bekommen.

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Die rasche Tat der heft'gen Liebe rannte Der zaudernden Vernunft zuvor.

Shakespeare, Macbeth, Erstdruck 1623, hier übersetzt von Friedrich Schiller 1800. 2. Aufzug, 10. Auftritt, Macbeth

Von kleinen Zeichen lebt die Liebe.

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Mit zwei Worten Am Gestade Palästinas, auf und nieder, Tag um Tag, "London?" frug die Sarazenin, wo ein Schiff vor Anker lag. "London!" bat sie lang vergebens, nimmer müde, nimmer zag, Bis zuletzt an Bord sie brachte eines Bootes Ruderschlag. Sie betrat das Deck des Seglers und ihr wurde nicht gewehrt. Meer und Himmel. "London?" frug sie, von der Heimat abgekehrt, Suchte, blickte, durch des Schiffers ausgestreckte Hand belehrt, Nach den Küsten, wo die Sonne sich in Abendglut verzehrt ... "Gilbert?" fragt die Sarazenin im Gedräng' der großen Stadt, Und die Menge lacht und spottet, bis sie dann Erbarmen hat. "Tausend Gilbert gibts in London!" Doch sie sucht und wird nicht matt. "Labe dich mit Trank und Speise!" Doch sie wird von Tränen satt. "Gilbert!" "Nichts als Gilbert? Weißt du keine andern Worte? Nein?" "Gilbert!" ... "Hört, das wird der weiland Pilger Gilbert Beckett sein - Den gebräunt in Sklavenketten glüh'nder Wüste Sonnenschein, Dem die Bande löste heimlich eines Emirs Töchterlein -" "Pilgrim Gilbert Becket!" dröhnt es, braust es längs der Themse Strand. Sieh, da kommt er ihr entgegen, von des Volkes Mund genannt, Über seine Schwelle führt er, die das Ziel der Reise fand. Liebe wandert mit zwei Worten gläubig über Meer und Land.

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An A.B. *** Was kann in Eile man zu ihr in Versen sagen? Ich bin der Wahrheit ziemlich treu. Fehlt mir die Zeit, muß ich: Du bist die Schönste!, sagen; und wenn ich Zeit hab- bleibt's dabei.

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Was soll ich sagen? Mein Aug' ist trüb, Mein Mund ist stumm, Du heißest mich reden, Es sei darum! Dein Aug' ist klar, Dein Mund ist rot, Und was du nur wünschest, Das ist ein Gebot. Mein Haar ist grau, Mein Herz ist wund, Du bist so jung Und bist so gesund. Du heißest mich reden, Und machst mir's so schwer. Ich seh' dich so an Und zittre so sehr.

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Sagen zu können, wie man liebt, heißt wenig lieben.

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Kleine Blumen ... Kleine Blumen, kleine Lieder, Heller Klang und bunte Pracht, Blumen, die ich nicht gezogen, Lieder, die ich nicht erdacht: – Und ich selber hätte nichts, Dir zu bringen, Dir zu danken, Sollte heute, heute schweigen? Ach, was mein war, die Gedanken, Sind ja längst, schon längst Dein Eigen.

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Der liebt am wenigsten, der am beredtesten von seiner Liebe spricht.

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Schweige, Mund Schweige, Mund, und redet, Augen! Andre Sendung will ich nicht; Nur so zarte Boten taugen, Wo ein zart Geheimnis spricht. Durch der Wimpern Schattenschleier Dringen Blicke, bang, doch kühn, Süßes, wunderbares Feuer Spiegelnd in der Wangen Glüh'n. Ja, mit Wundermacht entzünden Licht sie im verwandten Sein, Wissen schnell die Bahn zu finden Tief in Herzens Herz hinein. Und die lieblichen Gesandten Führen mächt'ge Sprache dort, Und so schlingt mit Wechselbanden Sich der Blicke Botschaft fort. Unentweiht von äußern Zeugen, Und im heilig stillen Raum, Lang noch weil' im zarten Schweigen, Lichter sel'ger Himmeltraum!

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Wahre Liebe ist genügsam – sie bescheidet sich mit wenigem, denn ihr ist auch das wenige – viel!

Hillern, Ein Arzt der Seele, 4 Bde., 1869

Um in der Liebe schnell voranzukommen ist es besser, zu reden als zu schreiben.

Laclos, Gefährliche Liebschaften (Les Liaisons dangereuses), 1782

Im Begrenzten nur, im Engen findest du das höchste Gut.

Prutz, R. E., Gedichte. Otto Wigand, Leipzig 1841. Dichterliebe. Aus: VI

Es gibt wenig Liebesbriefe, die nicht Meineide enthalten; natürlich erst später.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Liebe kennt keinen Dank und erwartet keinen, sagt jemand. Dank ist ein kaltes Wort.

Bismarck, O., Briefe. An seine Braut, 21. Februar 1847

Der Neugierige Ich frage keine Blume, Ich frage keinen Stern; Sie können mir nicht sagen, Was ich erführ' so gern. Ich bin ja auch kein Gärtner, Die Sterne stehn zu hoch; Mein Bächlein will ich fragen, Ob mich mein Herz belog. O Bächlein meiner Liebe, Wie bist du heut so stumm! Will ja nur Eines wissen, Ein Wörtlein um und um. »Ja« heißt das eine Wörtchen, Das andre heißet »Nein«: Die beiden Wörtchen schließen Die ganze Welt mir ein. O Bächlein meiner Liebe, Was bist du wunderlich! Will's ja nicht weiter sagen Sag, Bächlein, liebt sie mich?

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Die Herzen, die sich am schnellsten geben, nehmen sich auch am schnellsten zurück.

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Gib mir nur die Hand, Nur den Finger, dann Seh' ich diesen ganzen Erdkreis Als mein Eigen an!

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Schoppe wurde ohnehin von wenigen lange geliebt, weil wenige einen ganz freien Menschen erdulden.

Jean Paul, Titan, 4 Bde., 1800-1803. Zweiter Band. 13. Jobelperiode. 61. Zykel

Den Kuß und dann die Kralle. So sind sie alle.

Krauß (Hg.), Vischer. Aussprüche des Denkers, Dichters und Streiters, um 1900. Aus dem Gedicht: Dank für Rat

Kurz Lachen, langes Weinen, Das ist der Liebe Brauch.

Geibel, E., Gedichte. Neue Gedichte. Vermischte Gedichte. Erstes Buch. Lübeck und Carolath. Lieder zu Volksweisen. Aus: Lieb' und Leid