Liebe Sprüche – romantisch
4515 Sprüche gefunden
Zu deinen Augen der Weg wie weit, Zu deinem Herzen der Pfad verschneit, Nur seltne Gedanken zu dir gehn, Ihre Spuren im stäubenden Schnee verwehn, Und die Glut ward kalt, Wie ein Hirtenfeuer im Wald, Die einst so hoch zu lodern sich erkühnt. Und wenn's dem Schnee zu Füßen grünt, Wenn neuer Frühling mich umwittert, Ein weicher Tau an meiner Wimper zittert, Es grünt nicht dir, es taut nicht dir, Weit, weit entfremdet wardst du mir. Nur nächtens manch ein traurig Mal Lawinen sendest du zu Tal Und willst verheeren, was dir entrückt, Und willst zerstören, was mich beglückt. Ich aber geb' in freudigem Mut Meinen jungen Lenz in der Liebe Hut.
Brief VIII Berühre ruhig Berühre ruhig mit dem Zauberstabe das Ungenaue, das du um mich scharst, und du wirst wieder wissen, wie du Knabe und in der Dinge Freundschaft warst. Berühre nochmals, und es wird sich zeigen, daß dich die Liebende empfing, weil aller Glanz, den Himmlische verschweigen, aus deinem Neigen in sie überging. Ein drittes Mal berühr, um zu erfahren, daß Macht sich giebt und sich entzieht, und nun sei rein in deinem Offenbaren und sage dienend, was geschieht.
Wo die Liebe wohnt, wohnt Gott.
Hohes fordert Anbetung, die höchste Erscheinung ist oft mit einfacher Liebe zufrieden.
Die verworfene Liebe Ich habe genug. Lust, Flammen und Küsse Sind giftig und süße und machen nicht klug. Komm, selige Freiheit und dämpfe den Brand, Der meinem Gemüte die Weisheit entwand. Was hab ich getan! Jetzt seh ich die Triebe Der törichten Liebe Vernünftiger an; Ich breche die Fessel, ich löse mein Herz Und hasse mit Vorsatz den zärtlichen Schmerz. Was quält mich vor Reu? Was stört mir vor Kummer Den nächtlichen Schlummer? Die Zeit ist vorbei. O köstliches Kleinod, o teurer Verlust! O hätt' ich die Falschheit nur eher gewußt! Geh, Schönheit, und fleuch! Die artigsten Blicke Sind schmerzliche Stricke; Ich merke den Streich. Es lodern die Briefe, der Ring bricht entzwei Und zeigt meiner Schönen: Nun leb ich recht frei. Nun leb ich recht frei Und schwöre von Herzen, Daß Küssen und Scherzen Ein Narrenspiel sei; Denn wer sich verliebet, der ist wohl nicht klug. Geh, falsche Syrene, ich habe genug!
Wer seine Heimath in der Liebe hier fand, – Der hat schon auf Erden den Himmel erkannt.
Scheiden, Leiden Und bist du fern, und bist du weit Und zürnst noch immer mir, Doch Tag und Nacht voll Traurigkeit Ist all mein Sinn bei dir. Ich denk' an deine Augen blau Und an dein Herz dazu - Ach, keine, keine find' ich je, Die so mich liebt wie du. Wie stand die Welt in Rosen schön, Da ich bei dir noch war; Da rauscht' es grün von allen Höhn, Da schien der Mond so klar. Du brachst die Ros', ich küßte dich, Ich küßt' und sang dazu: Wohl keine, keine find' ich je, Die so mich liebt wie du. Wohl bin ich frei nun wie der Falk, Der über die Berge fliegt, Vor dem die Welt, die schöne Welt Hellsonnig offen liegt; Doch hat der Falk sein heimisch Nest, Und wo wird mir einst Ruh'? Ach, keine, keine find' ich je, Die so mich liebt wie du. O schlimmer Tag, o schlimme Stund' Die uns für immer schied! Da sind aus meines Herzens Grund Geschieden Freud' und Fried'. Nun such' ich wohl durch Land und See Und habe nicht Rast noch Ruh'; Doch keine, keine find' ich je, Die so mich liebt wie du.
Die Liebende abermals Warum ich wieder zum Papier mich wende? Das mußt du, Liebster, so bestimmt nicht fragen: Denn eigentlich hab ich dir nichts zu sagen; Doch kommt's zuletzt in deine lieben Hände. Weil ich nicht kommen kann, soll, was ich sende, Dein ungeteiltes Herz hinübertragen Mit Wonnen, Hoffnungen, Entzücken, Plagen: Das alles hat nicht Anfang, hat nicht Ende. Ich mag vom heut'gen Tag dir nichts vertrauen, Wie sich im Sinnen, Wünschen, Wähnen, Wollen Mein treues Herz zu dir hinüberwendet: So stand ich einst vor dir, dich anzuschauen, Und sagte nichts. Was hätt ich sagen sollen? Mein ganzes Wesen war in sich vollendet.
Ach, daß der Liebesgott, so mild im Scheine, So grausam in der Prob' erfunden wird!
Das einzig wirkliche Übel ist das Fehlen von Liebe.
Die Liebe ist nicht ein bloßes Delirium, wenn sie auch vieles damit gemein hat. Ich nenne sie lieber ein Erkennen des Unendlichen im Endlichen oder die verwirklichte Idee; ein Erkennen, das wahr oder falsch, seraphisch oder dämonisch, Inspiration oder Wahnsinn sein kann.
Alle verlangen nach eines Fremden Liebe, doch da sind zwei Nachteile: Er wird weder bleiben, noch dich mitnehmen.
Ich liebe dich so sehr, denn erst bei dir habe ich gelernt, mich wieder selbst zu lieben.
Ohne Liebe ist das Leben Sklaverei.
Nachklang Rose der Liebe, in Schuld entsprossen, in Qual erblüht, mit Thränen begossen, o laß an Deinem Duft mich berauschen – die Seligkeit sollt ich um Alltagsglück tauschen? Ich will kein langes, kein reuloses Glück, Vollwonne nur einen Augenblick. Mein heimliches Glück, einer andern geraubt, mein ist es dennoch, stolz heb ich das Haupt, von der Sitte verdammt, von der Welt getadelt, Durch Sünde geächtet, durch Liebe geadelt.
Liebe einzuflößen ist das unaufhörliche Bestreben der Weiber.
Neues Gelübde Du sollst ihn wieder haben, Denselben ganz und gar Glückselig heitern Knaben, Der ich im Anfang war; Auf dessen Stirn geschrieben Ein Wort der Liebe stand, Dem, wie vom Sturm getrieben, Dein Herz sich rasch verband! Du sollst es nicht bereuen! Ob Erd' und Meer vergehn, So sollst du deinen Treuen Doch nimmer wanken sehn. Kein Schmerz soll mir zerspalten Die treue, starke Brust, Dich werd' ich mir erhalten, In Leiden dich und Lust! Und wie beim Morgenwehen Die dunkle Nacht verfliegt, So soll dem Gram geschehen, Der jetzt mich hat besiegt: Ein lindes Maienfächeln Weht in mein Herz hinein, Es soll dein liebes Lächeln Mir Morgensonne sein! O schau, schon kommt sie wieder, Die süße Frühlingszeit, Schon singen neue Lieder Die alte Zärtlichkeit. Ich fühl' mein Herz gesunden, Es schlägt so jung, so warm, Vernarbt sind alle Wunden: Dir lieg' ich, dir im Arm!
Kann wohl Liebe, so scharf sie sieht, Gebrechen sehen?
Die Blume der Liebe braucht kleine und große Regenschauer, um ihre Frische zu bewahren.
Der Mensch nicht hat die Liebe, Sondern ist von ihr besessen.
In unserer Sprache unterscheiden wir zwischen Eros und Liebe. Wir wissen aber, wie man mit Leidenschaft beides lebt.