Liebe Sprüche – romantisch

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Hass erregt Hader; aber Liebe deckt alle Übertretungen zu.

Altes Testament. Die Sprüche Salomos (#Spr 10,12)

Wer ohne Liebe lebt, ist lebendig tot.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

So ist die Liebe beschaffen, daß sie allein recht zu haben glaubt und alle anderen Rechte vor ihr verschwinden.

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 1. Teil, 12. Kap.

Liebe [...] ist [...] ewig ein Schmerz, entweder ein süßer oder ein bitterer, immer eine Nacht, worin kein Stern aufgeht, ohne daß einer hinter meinem Rücken untertaucht – Freundschaft ist ein Tag, wo nichts untergeht als einmal die Sonne; und dann ists schwarz, und der Teufel erscheint.

Jean Paul, Flegeljahre, 4 Bde., 1804-1805. Viertes Bändchen. Nr. 63. Titan-Schörl

Wer niemand liebt und von niemand geliebt wird, der ist ein armer, verlassener Mensch, möchte er auch nach gewöhnlicher Auffassung dem Glück im Schoße sitzen.

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Wer liebt, der hat das Edelste getan, Denn ohne Liebe ist das Leben Wahn.

Dschami, Joseph und Suleicha

Ein jegliches Herz, das die Liebe verklärt, Gleichviel, welcher Glaube die Andacht nährt, Hat die Leuchte zum Ziel alles Höchsten gefunden, Hat Himmel und Hölle sich selbst überwunden.

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Was du recht liebst, ist nicht das, was du siehest, sondern das, was du nicht siehest: das Bild, das du dir von dem Gegenstande deiner Liebe abziehst [...].

Hippel, Kreuz- und Querzüge des Ritters A bis Z, 1793-94

Bewundern ist und Lieben eins beim Weib [...].

Gutzkow, Uriel Acosta. Trauerspiel in fünf Aufzügen, 1847. 1. Aufzug, 1. Auftritt, Ben Jochai

An ein Mädchen Noch nicht mit ihren Feuergluten Hat dich die Liebe angeweht; Noch wallte nicht in wilden Fluten Dein Blut, das sanft die Pulse geht. Noch ist kein Hauch von dem genommen, Was ewig fehlt dem, der's verlor: Doch wird auch dir die Stunde kommen, Da hell die Flamme schlägt empor! Dann sein es nimmer jene wilde, Die keine Schranke brausend kennt! Die schönre soll es sein, die milde, Die auf dem Herd des Hauses brennt!

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Liebe ist ein Ich-weiß-nicht-was, das Ich-weiß-nicht-woher kommt und Ich-weiß-nicht-warum endet.

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Die Liebe ist eine Leidenschaft, die sich nichts anderem beugt, der sich hingegen alles andere unterwirft.

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Die Liebe, der man in der oberen Gesellschaft begegnet, ist Wettkampf, ist Spiel.

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Du sollst nicht geliebt sein wollen, wo du nicht liebst.

Schleiermacher, Idee zu einem Katechismus der Vernunft für edle Frauen, 1798 (anonym), in: Athenaeum. Eine Zeitschrift von August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schlegel, 1798-1800

Laß dir keine Grenzen setzen in deiner Liebe, nicht Maß, nicht Art, nicht Dauer! Ist sie doch dein Eigentum: Wer kann sie fordern? Ist doch ihr Gesetz bloß in dir; wer hat dort zu gebieten?

Schleiermacher, Monologen. Eine Neujahrsgabe, Erstdruck 1800

Wo Liebe klingt, da ist ein Gotteston.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Nur der Liebende ist es, der an den Übeln und Schwächen des Geliebten wahrhaft leidet.

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Liebe ist von allen Lehrern Der geschwindeste auf Erden, Was oft Jahre eh'rnen Fleißes Nicht erreichen, das gewinnt sie Mit dem Zauber einer Bitte, Mit der Mahnung eines Blicks.

Scheffel, Der Trompeter von Säckingen, 1854. Neuntes Stück. Lehren und Lernen

Durch Liebe steigt aus den Ruinen Das Leben, das in Trümmern lag, Und leuchtet morgenglanzbeschienen Entgegen einem neuen Tag.

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Reiterscharen, Soldaten oder auch Schiffe halten die Menschen fürs Schönste auf dunkler Erde; ich meine aber, das Schönste sei, was die Liebe sehnend begehrt.

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Die Leiden der Liebe sollten uns erhöhen, nicht erniedrigen.

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