Liebe Sprüche – romantisch

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Wie schwank ich sündlich, Läßt du von mir; Unüberwindlich Bin ich mit dir!

Eichendorff, J., Gedichte. Geistliche Gedichte. Aus: Mittag

Erstens gleicht eine Liebe nie irgendeiner anderen Liebe. Und dann unsere! So was hat es noch nie gegeben; die ist einzig.

Keyserling, Beate und Mareile. Eine Schloßgeschichte, 1909. Günther

Nur die Liebe mach den Menschen zu dem, was er liebt: Die Liebe zum Guten macht ihn gut, die Liebe zum Bösen macht ihn bös.

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Eine Liebe auf höheren, selbst auf allerhöchsten Befehl gibt es nicht.

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Je heiliger die Liebe, um so größer ist die Angst. Und je reicher der Trost, um so beständiger ist die Furcht.

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Und am Ende braucht Liebe nur zu lieben. Können muss sie dies; sonst kommt jeder günstige Zufall umsonst.

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Die Liebe ist die Ruhe für den Müden, das Obdach für den Wanderer, das volle Licht für den Ankommenden und die vollendete Krone für den Sieger.

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Die fruchtbringende Liebe verschönt, wenn sie begonnen. Das ist der Same, den sie hat und kraft dessen sie nie vergehen wird.

Gottfried von Straßburg, Tristan, um 1210 (Fragment)

Gefangen Als einst in jenes Laubdachs Dunkelhelle Voll Inbrunst meine Arme dich umschlangen, Als Haupt an Haupt und Wang' an Wange drangen, Du schlankes Reh, schwarzäugige Gazelle, Da traf ein Mücklein auf die holde Stelle, Und zwischen unsern angeschmiegten Wangen Hat es in irrem Taumel sich gefangen, Es surrt und zappelt, will entfliehen schnelle. Nicht wahr, du Schelm, das hat dir nicht geträumet, Es warte dein so wunderlich Verhängniß? So bleibe nur und werde nicht so bange! Ein wohnlich Häuslein ist dir eingeräumet, Gelinde Haft, anmuthiges Gefängniß, Das liebe Grübchen in der weichen Wange.

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Mädchens Abendgedanken Wer der Meine wohl wird werden? Ob mein Aug' ihn wohl schon sah? Wo er wandeln mag auf Erden? Ist er ferne oder nah'? Wird er schön von Angesichte Oder doch nicht häßlich sein? Krause Locken? Augen lichte? Groß von Wuchse oder klein? Stark von Gliedern oder schmächtig? Ob er leicht im Tanz sich schwenkt? Ob er nüchtern, streng, bedächtig, Oder recht romantisch denkt? Oberamtmann oder Richter Voller Ernst und Gravität? Ist er Künstler, oder Dichter? Ob er auch Musik versteht? Ein Gelehrter, reich an Wissen, Der studiert und Bücher schreibt, Dem jedoch zu Scherz und Küssen Wenig Zeit nur übrig bleibt? Ist er wohl vom Handelstande? Ist' s ein Kriegsmann, keck und brav? Ist er Pfarrer auf dem Lande, Oder gar ein schöner Graf? Ist die Liebe denn recht innig, Die er dann im Herzen trägt, Da das meine ja so minnig Jetzt schon ihm entgegenschlägt? Sagt mir's, holde Blütendüfte, Die ihr weht in's Kämmerlein, Sagt mir's, leise Abendlüfte, Sag' mir's, sanfter Mondenschein! Sagt mir's, Elfen, kleine, lose, Die ihr lauscht und lacht und nickt, Sag' mir's, süße, rothe Rose, Die mir in das Fenster blickt! Saget mir's, ihr klugen Sterne, Die heraus am Himmel zieh'n! Triebe schwellen in die Ferne, Und sie wissen nicht, wohin? Liebesarme stehen offen, Ach, wen sollen sie empfah'n? Lippen, die auf Küsse hoffen, Ach, wer wird zum Kusse nah'n? Oder soll ich lieber sagen, Lieblich sei's, so blind zu sein? Dieses Klagen, dieses Fragen Sei uns Mädchen süße Pein? Träume können sel'ger spielen Kindern gleich im leeren Haus, Wenn nach unbekannten Zielen Holde Wünsche ziehen aus? Freudig Bangen! Bange Freude! Ungewisser, finde mich! Leid in Lust und Lust im Leide! Künftiger, ich liebe dich!

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Unter den seligen Göttern allein ist Eros, wenn das zu sagen erlaubt und nicht zu vermessen ist, der Seligste, er, der Schönste und Beste.

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Liebe ist Lebenswärme, die man braucht, wie das tägliche Brot. Keine größere Wohltat kann zu irgendeiner Zeit des Lebens dem Erdenwanderer widerfahren, als wahre Freundschaft und echte Liebe.

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Ich wandle unter Blumen Und blühe selber mit; Ich wandle wie im Traume, Und schwanke bei jedem Schritt. Oh, halt mich fest, Geliebte! Vor Liebestrunkenheit Fall ich dir sonst zu Füßen, Und der Garten ist voller Leut'.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 22.

Wenn du mir vorüberwandelst, Und dein Kleid berührt mich nur, Jubelt dir mein Herz, und stürmisch Folgt es deiner schönen Spur. Dann drehst du dich um, und schaust mich Mit den großen Augen an, Und mein Herz ist so erschrocken, Daß es kaum dir folgen kann.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 14.

Ach, ich sehne mich nach Tränen, Liebestränen, schmerzenmild, Und ich fürchte, dieses Sehnen Wird am Ende noch erfüllt. Ach, der Liebe süßes Elend Und der Liebe bittre Lust Schleicht sich wieder, himmlisch quälend, In die kaum genesne Brust.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 12.

Die blauen Frühlingsaugen Schaun aus dem Gras hervor; Das sind die lieben Veilchen, Die ich zum Strauß erkor. Ich pflücke sie und denke, Und die Gedanken all, Die mir im Herzen seufzen, Singt laut die Nachtigall. Ja, was ich denke, singt sie Lautschmetternd, daß es schallt; Mein zärtliches Geheimnis Weiß schon der ganze Wald.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 13.

Es hat die warme Frühlingsnacht Die Blumen hervorgetrieben, Und nimmt mein Herz sich nicht in acht, So wird es sich wieder verlieben. Doch welche von den Blumen all'n Wird mir das Herz umgarnen? Es wollen die singenden Nachtigall'n Mich vor der Lilie warnen.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 10.

Emma, sage mir die Wahrheit: Ward ich närrisch durch die Liebe? Oder ist die Liebe selber Nur die Folge meiner Narrheit? Ach! mich quälet, teure Emma, Außer meiner tollen Liebe, Außer meiner Liebestollheit, Obendrein noch dies Dilemma.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Verschiedene. Emma, 4.

Ernst ist der Frühling, seine Träume Sind traurig, jede Blume schaut Von Schmerz bewegt, es bebt geheime Wehmut im Nachtigallenlaut. O lächle nicht, geliebte Schöne, So freundlich heiter, lächle nicht! O, weine lieber, eine Träne Küß ich so gern dir vom Gesicht

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 1844

Wie die Nelken duftig atmen! Wie die Sterne, ein Gewimmel Goldner Bienen, ängstlich schimmern An dem veilchenblauen Himmel! Aus dem Dunkel der Kastanien Glänzt das Landhaus, weiß und lüstern, Und ich hör die Glastür klirren Und die liebe Stimme flüstern. Holdes Zittern, süßes Beben, Furchtsam zärtliches Umschlingen – Und die jungen Rosen lauschen, Und die Nachtigallen singen.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 26.

Wie des Mondes Abbild zittert In den wilden Meereswogen, Und er selber still und sicher Wandelt an dem Himmelsbogen: Also wandelst du, Geliebte, Still und sicher, und es zittert Nur dein Abbild mir im Herzen, Weil mein eignes Herz erschüttert.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 23.