Liebe Sprüche – romantisch
4515 Sprüche gefunden
Es ist ein großer und häufiger Irrtum, zu glauben, man werde liebenswürdig, weil man liebt.
Mottes Lied Wenn rot und weiß die Mädchen blühn, Hat Sünde nie ein Zeichen; Sonst macht ein Fehltritt sie erglühn, Die Furcht wie Schnee erbleichen, Was Schuld sei oder Schrecken nur, Wer möcht es unterscheiden, Wenn ihre Wange von Natur Die Farbe trägt der beiden?
Es drängt die Not, es läuten die Glocken, Und ach! ich hab den Kopf verloren! Der Frühling und zwei schöne Augen, Sie haben sich wider mein Herz verschworen. Der Frühling und zwei schöne Augen Verlocken mein Herz in neue Betörung! Ich glaube, die Rosen und Nachtigallen Sind tief verwickelt in dieser Verschwörung.
CXXXVIII Schwört mir die Liebste, daß sie treu: erkannt ich die Lüge, will ihr aber glauben; damit sie glaubt, ich wäre noch ein Fant, dem schlechte Welt die Unschuld nicht konnt’ rauben. So glaubend, daß sie noch für jung mich hält, obwohl sie weiß, daß ich bereits in Jahren, hab ich mich vor der Lügnerin verstellt, daß beiderseits die Wahrheit wir bewahren. Doch warum sagt sie mir nicht, daß sie lüge? Warum bekenn ich ihr nicht mein Gebrechen? Ach, Liebe liebt dergleichen Winkelzüge und liebt es nicht, vom Ältersein zu sprechen. Ich laß von ihr, sie sich von mir betrügen, umlügend unsre Fehler zum Vergnügen.
Hinunter die Pfade des Lebens gedreht Pausiert nicht, ich bitt euch so lang es noch geht Drückt fester die Mädchen ans klopfende Herz Ihr wißt ja wie flüchtig ist Jugend und Scherz. Laßt fern von uns Zanken und Eifersucht sein Und nimmer die Stunden mit Grillen entweihn Dem Schutzgeist der Liebe nur gläubig vertraut Es findet noch jeder gewiß eine Braut.
LXXXVIII Wenn Leid mir zuzufügen dich erfreute und mein Verdienst mit deinem Spott zu schmähn, so kämpf ich gegen mich auf deiner Seite, bereit, trotz falschem Eid dich treu zu sehn. Die eignen Schwächen kann ich mir nicht hehlen und will sie zeigen dir mit offnem Sinn, und kennst du all mein Fehlen und Verfehlen, so wird dir mein Verlust gar zum Gewinn. Und schließlich mach ich’s mir auch zum Geschenke: da ich an dich zu denken nur vermag, so bringt die Schmach, mit der ich selbst mich kränke, als dein Ertrag mir doppelten Ertrag. So lieb ich dich, und darf mich nicht beklagen: was Liebe einträgt, hat sie zu ertragen.
XXI Mein Liebeslied klingt nicht wie jener Schall, der angeschminkter Schönheit mag ertönen; der aller Bilder Schmuck holt aus dem All und jedes Schöne borgt dem Schein vom Schönen. Es ist nicht Schwall, nicht Fülle von Vergleichen mit Sonn und Mond und was es immer nur in Flut und Festland gibt, mit Himmelszeichen und allen Wunderwerken der Natur. Echt ist mein Lieben, wahr sei auch mein Lied: drum glaub, daß keine Erdenflamme brennt mit schönrer Glut, obgleich noch schöner glüht der goldne Strahlenglanz am Firmament. Mag, wer zu prahlen liebt, mit Liebe prahlen; ich will nicht preisen, was nicht zu bezahlen.
Wehe der Liebe, die an den Blicken der Menschen stirbt.
Lied der Desdemona Das Mägdlein saß singend am Feigenbaum früh, Sing Weide, grüne Weide! Die Hand auf dem Busen, das Haupt auf dem Knie, Sing Weide, Weide, Weide! Das Bächlein, es murmelt und stimmet mit ein; Sing Weide, grüne Weide! Heiß rollt ihr die Trän und erweicht das Gestein; Sing Weide, Weide, Weide! Von Weiden all flecht ich mir nun den Kranz – Sing Weide, grüne Weide! O scheltet ihn nicht, sein Zorn ist mir recht – Sing Weide, Weide, Weide! Ich nannt ihn du Falscher! Was sagt er dazu? Sing Weide, grüne Weide! Seh ich nach den Mädeln, nach den Buben sieh du! Sing Weide, Weide, Weide!
Raum ist in der kleinsten Hütte Für ein einzig liebend Paar. Nur für Karoline Schütte Und für mich ist das nicht wahr.
Die Liebe muß ihrer Natur nach vergänglich sein.
Die Liebe knüpft die Rosenschnur, die Freundschaft nimmt sie in Verwahrung.
Gewalt unterwirft; nur Liebe gewinnt den Menschen.
Wo es keine Liebe gibt, dort gibt es auch keinen Verstand.
Ilse Ich war ein Kind von fünfzehn Jahren, Ein reines unschuldsvolles Kind, Als ich zum erstenmal erfahren, Wie süß der Liebe Freuden sind. Er nahm mich um den Leib und lachte Und flüsterte: O welch ein Glück! Und dabei bog er sachte, sachte Den Kopf mir auf das Pfühl zurück. Seit jenem Tag lieb' ich sie alle, Des Lebens schönster Lenz ist mein; Und wenn ich keinem mehr gefalle, Dann will ich gern begraben sein.
Gigerlette Fräulein Gigerlette Lud mich ein zum Thee. Ihre Toilette War gestimmt auf Schnee; Ganz wie Pierrette War sie angethan. Selbst ein Mönch, ich wette, Sähe Gigerlette Wohlgefällig an. War ein rotes Zimmer, Drin sie mich empfing, Gelber Kerzenschimmer In dem Raume hing. Und sie war wie immer Leben und Esprit. Nie vergeß ichs, nimmer: Weinrot war das Zimmer, Blütenweiß war sie. Und im Trab mit Vieren Fuhren wir zu zweit In das Land spazieren, Das heißt Heiterkeit. Daß wir nicht verlieren Zügel, Ziel und Lauf, Saß bei dem Kutschieren Mit den heißen Vieren Amor hinten auf.
Wer am meisten liebt, wird tyrannisiert und, was noch schlimmer ist, früher oder später verlassen.
Du hast so viele Lieben um dich und genießest so wenig ihre Liebe.
Die Liebe ruhet nicht; sie kann in ihren Wirkungen und in ihrem Wohltun gestöret und gehindert werden; aber sie hört nicht auf zu lieben, wie die Sonne nicht aufhört zu scheinen.
Wunder der Liebe Mondbeglänzte Zaubernacht, Die den Sinn gefangen hält, Wundervolle Märchenwelt, Steig auf in der alten Pracht! Liebe läßt sich suchen, finden, Niemals lernen oder lehren, Wer will da die Flamm entzünden, Ohne selbst sich zu verzehren, Muß sich reinigen der Sünden. Alles schläft, weil er noch wacht, Wann der Stern der Liebe lacht, Goldne Augen auf ihn blicken, Schaut er trunken von Entzücken Mondbeglänzte Zaubernacht. Aber nie darf er erschrecken, Wenn sich Wolken dunkel jagen, Finsternis die Sterne decken, Kaum der Mond es noch will wagen, Einen Schimmer zu erwecken. Ewig steht der Liebe Zelt, Von dem eignen Licht erhellt, Aber Mut nur kann zerbrechen, Was die Furcht will ewig schwächen, Die den Sinn gefangen hält. Keiner Liebe hat gefunden, Dem ein trüber Ernst beschieden, Flüchtig sind die goldnen Stunden, Welche immer den vermieden, Den die bleiche Sorg umwunden: Wer die Schlange an sich hält, Dem ist Schatten vorgestellt, Alles, was die Dichter sangen, Nennt der Arme, eingefangen, Wundervolle Märchenwelt. Herz im Glauben auferblühend Fühlt alsbald die goldnen Scheine, Die es lieblich in sich ziehend Macht zu eigen sich und seine, In der schönsten Flamme glühend. Ist das Opfer angefacht, Wird's dem Himmel dargebracht, Hat dich Liebe angenommen, Auf dem Altar hell entglommen Steig auf in der alten Pracht.
Der Brunnen des Lebens ist die Liebe, und wer in der Liebe nicht ist, der ist tot, wie St. Johannes spricht in seiner Epistel.