Religion Sprüche

Sprüche über Religion

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Sie haben im Vaterland eine große und wichtige Aufgabe, Sie müssen die Religion im Volke erhalten und kräftigen.

Wilhelm I., Reden. Zur protestantischen Geistlichkeit auf dem Bahnhof in Züllichau, am 23. August 1876

Religion: Alte; Poesie: Religion der Jugend.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Skizziertes. Zweifelhaftes. Unvollständiges

Die natürliche Religion ruht auf der Überzeugung einer allgemeinen Vorsehung, welche die Weltordnung im ganzen leite.

Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, 1. Teil, 4. Buch

Religion war also [...] das Mark der Gesinnungen eines Menschen.

Herder, Von Religion, Lehrmeinungen und Gebräuchen, 1798. I. Vom Unterschiede zwischen Religion und Lehrmeinungen überhaupt

Ich habe in meinem Leben 60 Genies kennengelernt, darunter waren 55 religiös und die anderen fünf hatten wenigsten Achtung vor der Religion.

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Religion ist jegliche Form, durch welche sich der Mensch vor einem höheren Wesen beugt und sich moralischen Zwang auferlegt.

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Die Religion? Der beliebte Ersatz für den Glauben.

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Religionen sterben, wenn ihre Wahrheit erwiesen ist.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Wer die ungeheure Bedeutung der Religion unterschätzt, arbeitet trotz aller Aufklärung nur dem Aberglauben in die Hände, und mit dem Aufhören der Gottesfurcht beginnt die Entfesselung aller Leidenschaften.

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In jeder bestehenden Religion und in jeder Religionsgenossenschaft liegt vermöge des selbstsüchtigen Naturprinzips im Menschen das Prinzip der Unduldsamkeit.

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Die erste und letzte Philosophie ist immer Religion gewesen. Auch die wildesten Völker haben sich darin geübt, denn kein Volk der Erde ist völlig ohne sie, sowenig als ohne menschliche Vernunftfähigkeit und Gestalt, ohne Sprache und Ehe, ohne einige menschliche Sitten und Gebräuche gefunden worden.

Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Erster Teil. Viertes Buch. 6. Zur Humanität und Religion ist der Mensch gebildet

Religion und Moral sind die unentbehrlichsten Stützen, auf denen jede sittliche Richtung und geistige Entwicklung beruht, welche die politische Wohlfahrt eines Landes befördern. Wer diese mächtigen Pfeiler menschlicher Glückseligkeit, auf denen alle Pflichten des Menschen und des Bürgers beruhen, erschüttert, wird den Tribut der Vaterlandsliebe umsonst einfordern.

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Die Religion, die die furchtbarsten Leidenschaften im Menschen aufzustürmen vermag, versteht es auch, die edelsten menschlichen Triebe zur Vollbringung der staunenswertesten, ja unerhörten Taten anzueifern.

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Religion und namentlich Christentum ist die geistige Grundlage jedes Rechts im staatlichen und bürgerlichen Sinne und jeder wahren Kultur. Das ist es eben, weshalb wir sehen, daß gerade die der bürgerlichen Ordnung feindlichsten politischen Parteien, die radikal den Staat verneinen, vor allen Dingen verkünden, daß die Religion nur eine persönliche, private Sache sei.

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Religion ist eben nicht Philosophie, aber es hat noch nie eine Religion gegeben und kann keine geben, die nicht auf Philosophie gegründet ist, die nicht die philosophischen Errungenschaften des Volkes zur Voraussetzung gehabt hätte. Das höchste Ziel, dem alle Philosophie zustrebt, ist und bleibt ja immer der Gottesbegriff.

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Religion ohne Werktätigkeit, ohne Arbeit läuft Gefahr, leere Träumerei, nichtige Schwärmerei zu werden, so wie Arbeit, Werktätigkeit ohne Religion den Menschen zum Lasttier, zur Maschine macht.

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Versteht mich aber nur nicht wunderlich als meinte ich etwa [...] es könnte etwa einer Religion haben und fromm sein, dabei aber unsittlich. Unmöglich ist ja dieses. Aber eben so unmöglich, bedenkt es wohl, ist ja nach meiner Meinung, daß einer sittlich sein kann ohne Religion, oder wissenschaftlich ohne sie.

Schleiermacher, Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern, 1799

Jede, wenn auch noch so indirekte Werbung um die Massen ist ein Ausverkauf der Religion. Wer sich in der sanften Hut Gottes weiß, zählt nicht seine Gefährten.

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Alles kommt in der Religion aufs Tun an.

Kant, Der Streit der Facultäten, 1798

Es ist nur eine (wahre) Religion; aber es kann vielerlei Arten des Glaubens geben.

Kant, Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, 1793. Drittes Stück. Der Sieg des guten Prinzips über das Böse, und die Gründung eines Reichs Gottes auf Erden

Religion ist (subjektiv betrachtet) das Erkenntnis aller unserer Pflichten als göttlicher Gebote.

Kant, Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, 1793. Viertes Stück. Vom Dienst und Afterdienst unter der Herrschaft des guten Prinzips, oder von Religion und Pfaffentum