Religion Sprüche – gedanken
39 Sprüche gefunden
Religion war also [...] das Mark der Gesinnungen eines Menschen.
Kraft und Liebe sind zwei Gegensätze des innern Menschen; aber Religion ist die göttliche Gleichsetzung beider, und der Mensch im Menschen.
Religion [ist] eine Angelegenheit des Herzens, nicht des Kopfes.
Mein Glaube Welche Religion ich bekenne? Keine von allen, Die du mir nennst! »Und warum keine?« Aus Religion.
Ich glaube, ich bilde mir sogar ein, daß ich zehnmal mehr ›Religion‹, meinetwegen nenn's auch ›Christentum‹, im Leibe habe, als sämtliche Konsistorialräte Preußens zusammengenommen. Aber gerade, weil ich so viel ›Religion‹, so viel wahres ›Christentum‹ in mir verspüre, bin ich gegen unsere kirchliche Luderpfaffenwirtschaft! Ich verwerfe jegliches Dogma! Zwischen mich und mein Gefühl soll sich nichts, aber auch nichts drängen! Das wäre wahrhaftig das Letzte, worin ich fremde Einmischung dulden würde. Ich bin also aus Religion gegen die Religion!
Uns ist Religion die Polizei, und ihre Diener sind ein stehend Heer.
Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist.
Es ist am Ende an der Religion das beste, daß sie Ketzer hervorruft.
Das Kleid macht den Mönch – Gott verlangt von uns nur das Herz religiös.
Ein erstes Erfordernis für unsere religiöse Wiedererneuerung ist Verinnerlichung, Vertiefung unseres eigenen Seelenlebens. Wir müssen geistiger, innerlicher unabhängiger, stärkere Persönlichkeiten werden [...].
Die Irreligiösen sind religiöser, als sie es selbst wissen, und die Religiösen sind's weniger, als sie meinen.
Verschiedenheit der Religionsmeinungen findet sich nur bei Alltagsmenschen; Leute von Geist haben nur eine Religion.
Religion ist reine Sache des Gemüts und der Phantasie, wie der Poesie, und man zerstört das Wesen beider, wenn man sie unter Vernunftregeln bringen will [...].
Es gibt keine andere Offenbarung, als die Gedanken der Weisen; wenn auch diese, dem Lose alles Menschlichen gemäß, dem Irrtum unterworfen, auch oft in wunderliche Allegorien und Mythen eingekleidet sind, wo sie dann Religionen heißen.
Ein religiöser Mensch denkt nur an sich.
Nur, wo die Vernunft Licht und das Gefühl Wärme gibt, entspringt echte Religiosität.
Die Religion ist das Spital der Seelen, die die Welt verwundet hat.
Aber der Geist der Religion wohnt nicht in den Schalen der Dogmatik, hat sein Wesen nicht in den Kindern des Unglaubens, noch in den ungeratenen Söhnen und übertünchten Gräbern des Glaubens, läßt sich wenig durch üppige glänzende Vernunftsprünge erzwingen, noch durch steife Orthodoxie und Mönchswesen.
Eine Religion, die sich auf den Verstand gründen will, anstatt auf das Gemüt, ist keine mehr.
Die Vernunft denkt, die Religionen träumen.
Die Religion ist der Idealismus des Volkes.