Religion Sprüche – liebe

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Kraft und Liebe sind zwei Gegensätze des innern Menschen; aber Religion ist die göttliche Gleichsetzung beider, und der Mensch im Menschen.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Zweites Bruchstück. Drittes Kapitel: Über den Geist der Zeit

Religion [ist] eine Angelegenheit des Herzens, nicht des Kopfes.

Wieland, Über den freien Gebrauch der Vernunft in Glaubenssachen samt einer Beilage, 1788. XXXVIII.

Wir haben gerade genug Religion in uns, einander zu hassen, aber nicht genug, einander zu lieben.

Swift, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Alexander Pope verfasst

[...] es wurde eben über alles was zur echten Religion des Herzens gehört, gesprochen und auf die Unsterblichkeit, womit jene ja anfängt und schließt, führte uns leicht alles, der Sternhimmel das Abendrot, ja das Abendgeläute, jede Rührung, vielleicht mancher Schmerz.

Jean Paul, Selina oder über die Unsterblichkeit der Seele, 1827 (Fragment, posthum veröffentlicht). V. Vesta

Ich kann sagen, daß ich der jüdischen Religion so ferne stehe wie allen anderen Religionen, d. h., sie sind mir als Gegenstand wissenschaftlichen Interesses hochbedeutsam, gefühlsmäßig bin ich an ihnen nicht beteiligt.

Freud, S., Briefe. An den Herausgeber der "Jüdischen Pressezentrale Zürich", 1925

Die Religion kann eine Leidenschaft werden wie jede andere, und zwar eine Leidenschaft, mit der man nicht spielen darf.

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Religion ist das als eine Lebensnotwendigkeit tief empfundene Gefühl der Abhängigkeit.

Gutzkow, Die Ritter vom Geiste. Roman in neun Büchern, 1851

Religion ist für mich wie Feuer: Sie gibt mir Wärme und Geborgenheit.

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Religion ist das Gefühl der schlechthinnigen Abhängigkeit.

Schleiermacher, Der christliche Glaube nach den Grundsätzen der evangelischen Kirche im Zusammenhange dargestellt, 1821/22

Nur, wo die Vernunft Licht und das Gefühl Wärme gibt, entspringt echte Religiosität.

Anonym, Frauen-Brevier für Haus und Welt. Eine Auswahl der besten Stellen aus namhaften Schriftstellern über Frauenleben und Frauenbildung, 2. vermehrte Auflage 1864 (EA: 1859)

Religion ist persönliche Beziehung zu Gott. Sie ist unbedingte Gegenwart.

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Allen Frauen, denen die Sitte und die Scham die Befriedigung des Geschlechtstriebes untersagt, ist die Religion, als eine geistigere Auslösung erotischer Bedürfnisse, etwas Unersetzbares.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Sommer – Herbst 1882

Von wohl siebzig Religionen hör ich, die's auf Erden gibt; doch die wahre Religion ist die nur, daß der Mensch dich liebt.

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So regnet es sich langsam ein Und immer kürzer wird der Tag und immer Seltener der Sonnenschein ... Ich sah am Waldrand gestern ein paar Rosen stehn .. Gib mir die Hand und komm ... Wir wollen sie uns pflücken gehn ... Es werden wohl die letzten sein!

Flaischlen, Von Alltag und Sonne. Gedichte in Prosa, 1897

Die wahrsten Empfindungen sind immer die allernatürlichsten, auch in der Religion. Denn es gibt auch in der Religion Kurzweil und Ernst.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Ernst und Kurzweil, von meinem Vetter an mich. Sechstes Exempel

Es gibt Völker, die sich gegenseitig dulden – sogar lieben! ... aber Religionen...?

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Keine Religion, die verfolgt, ist göttlich; verfolgende Religion ist erwürgende Liebe.

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Unreinlichkeit, schlotteriges Wesen gehören nicht zur Religiosität; weder 1. Petrus 3.3.4, noch ein anderer Text der Schrift verdammt Nettigkeit der Kleidung; diese ist nichts weniger als Sünde, sie ist sogar Pflicht! Sauberkeit ist in der Tat nahezu Religiosität.

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Das ABC des Wissens muss Verständnis für das Nächste, das ABC der Religion Pflichtgefühl für das Nächste sein.

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Unser Verhältniß ist – wenn Du diesen Ausdruck verstehen kannst – wie die geoffenbahrte Religion, auf den Glauben gestützt. Die Resultate langer Prüfungen, langsamer Fortschritte des menschlichen Geistes sind bei dieser auf eine mystische Weise avanciert, weil die Vernunft zu langsam dahin gelangt seyn würde.

Schiller, F., Briefe. An Gottfried Körner, 8. August 1787

In dem, was dem Menschen am teuersten ist, in seiner Verbindung mit Gott, darin erkühnst du dich, mir meine Freiheit zu nehmen?

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