Religion Sprüche – motivierend

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Religion und Moral sind die unentbehrlichsten Stützen, auf denen jede sittliche Richtung und geistige Entwicklung beruht, welche die politische Wohlfahrt eines Landes befördern. Wer diese mächtigen Pfeiler menschlicher Glückseligkeit, auf denen alle Pflichten des Menschen und des Bürgers beruhen, erschüttert, wird den Tribut der Vaterlandsliebe umsonst einfordern.

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Die Religion, die die furchtbarsten Leidenschaften im Menschen aufzustürmen vermag, versteht es auch, die edelsten menschlichen Triebe zur Vollbringung der staunenswertesten, ja unerhörten Taten anzueifern.

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Jede, wenn auch noch so indirekte Werbung um die Massen ist ein Ausverkauf der Religion. Wer sich in der sanften Hut Gottes weiß, zählt nicht seine Gefährten.

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Wo Tausende anbeten und verehren, Da wird die Glut zur Flamme, und beflügelt Schwingt sich der Geist in alle Himmel auf.

Schiller, Maria Stuart, 1800. 5. Akt, 7. Auftritt, Maria

Die Religion ist die beste, welche die Vielen eint, den Einzelnen kräftigt, den Stolzen beugt, die uns das Leben und den Tod mit Ergebung erwarten macht.

Feuchtersleben, Confessionen, Blätter (in: Sämmtliche Werke in sieben Bänden, 4. Band), 1851

Die Religion soll unseren Blick nicht von dieser Welt abziehen. Sie ist eine himmlische Macht, die in den Bund tritt mit dem Edlen dieses Lebens, und mich hat noch nie ein religiöses Gefühl durchdrungen, gestärkt, ohne mich zu einer guten Tat anzufeuern, zu einer großen mir die Hoffnung zu geben.

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Was ist denn das Wesen der Religion? [...] Es ist Mut, also das Gegenteil von Furcht [...]. Es ist Liebe, also das Gegenteil von Selbstsucht; ein religiöser Mensch enthält sich aller kränklichen, weichlichen, trübseligen Einbezogenheit und tritt freudig hervor für das Wohl der Gesamtheit. Es ist Freiheit, also das Gegenteil von allem Knechtssinn.

Schleiermacher, F., Predigten

Unsere Protestanten Kampf gegen jede Fäulnis und Zermorschung! Gewissensfreiheit! Freie Bibelforschung! Wie hab ich euern Mut so oft bewundert; Das alles fordert ihr - fürs sechzehnte Jahrhundert!

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Überall auf Erden hat man sich der Religion bedient, um Böses zu tun, aber sie wurde überall eingesetzt, um zum Guten zu führen; und wenn das Dogma den Fanatismus und den Krieg entstehen läßt, so flößt die Moral hingegen allerorts die Eintracht ein.

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Der Märtyrer einer alten Religion erscheint als Starrsinniger einer neuen als Begeisterter.

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Eine Religion kann nicht dadurch Anhänger gewinnen, daß sie den Begierden schmeichelt, sondern dadurch, daß sie das Heldenhafte, das in jedem Herzen schlummert, wachruft.

Carlyle, Über Helden, Heldenverehrung und das Heldentümliche in der Geschichte (On Heroes, Hero-Worship, and The Heroic in History), 1841

Sonderbar! Und immer ist es die Religion und immer die Moral und immer der Patriotismus, womit alle schlechten Subjekte ihre Angriffe beschönigen!

Heine, H., Aufsätze und Streitschriften. Über den Denunzianten

Jesus brachte das Licht zur Erde. Seine Jünger machten daraus die Flamme.

Vacano, Die Gottes-Mörder. Roman, 1871

Eine Religion, die nicht von der Regierung beschützt wird, entwickelt gewöhnlich mehr Energie und höhere Lebenskraft als eine, die von ihr beschützt wird.

Buckle, Geschichte der Zivilisation in England (History of Civilization in England), 2 Bde., 1857-61

Es ist die Religion, die fromme Gesinnung, worin zu allen Zeiten die Kraft und der Vorzug der besten Menschen beruhte.

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Was bedeutet die Beförderung der Religiosität unter dem Volke vonseiten vieler Regenten? Letztere weisen den gemeinen Mann auf den Himmel an, um desto bequemer die Erde und ihre Güter für sich nehmen zu können.

Ernsthausen, Gedankenstriche, 1843