Religion Sprüche – weisheit

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Die natürliche Religion ruht auf der Überzeugung einer allgemeinen Vorsehung, welche die Weltordnung im ganzen leite.

Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, 1. Teil, 4. Buch

Ich habe in meinem Leben 60 Genies kennengelernt, darunter waren 55 religiös und die anderen fünf hatten wenigsten Achtung vor der Religion.

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Religionen sterben, wenn ihre Wahrheit erwiesen ist.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

In jeder bestehenden Religion und in jeder Religionsgenossenschaft liegt vermöge des selbstsüchtigen Naturprinzips im Menschen das Prinzip der Unduldsamkeit.

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Religion ist etwas unendlich Einfaches, Einfältiges. Es ist keine Kenntnis, kein Inhalt des Gefühls […], es ist keine Pflicht und kein Verzicht, es ist keine Einschränkung: sondern in der vollkommenen Weite des Weltalls ist es: eine Richtung des Herzens.

Rilke, R. M., Briefe. An Ilse Blumenthal-Weiß, 28. Dezember 1921

Es gibt nur einen einzigen mächtigen Hebel aller Zivilisation, die Religion.

Bachofen, Das Mutterrecht. Eine Untersuchung über die Gynaikokratie der alten Welt nach ihrer religiösen und rechtlichen Natur, 1861

Es ist gerecht, alle Religionen ohne Unterschied zu dulden, wenn sie nur nichts weiter verlangen, als Gewissensfreiheit und sich nicht an den bürgerlichen oder politischen Gesetzen vergreifen wollen.

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Ein Weiser ist in Religionsfragen weder abergläubisch noch gottlos.

Rivarol, Maximen und Gedanken, in: Die französischen Moralisten. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938. Politik

Es gibt Fehler bei einer Frau, die kräftigen Lehren weichen können, wie die Erfahrung oder ein Ehemann sie geben; aber nichts vermag die Tyrannei falscher religiöser Ideen zu besiegen.

Balzac, Gobseck, 1830 (dt. 1846)

Jede Religion ist gut, welche den Menschen gut zu sein lehrt.

Paine, Die Rechte des Menschen. Zweiter Theil. Worin Grundsatz und Ausübung verbunden sind, ins Deutsche übersetzt. Christian Gottlob Prost, Kopenhagen 1792

Die Erkenntnis des Urgesetzes im Innern ist ein Gefühl, das wir das religiöse nennen und das unser höchstes Glück ist.

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Hast du eine Meinung über die buddhistische Lehre, wird sie ein weltliches Ding. Hast du keine Meinung über weltliche Dinge, werden sie buddhistische Lehre.

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Möchten doch alle erkennen, daß in der Vielfalt der Religionsformen nur eine Religion sich kundgibt.

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Der Kluge sieht das Gemeinsame in den verschiedenen Religionen, der Dummkopf die Unterschiede.

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Nur durch die innigste Wechselwirkung und gegenseitige Durchdringung von Philosophie und Empirie entsteht das unerschütterliche Gebäude der wahren monistischen Wissenschaft, oder, was dasselbe ist, der Naturwissenschaft.

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Wahres Prinzip Wahre Religion ist gebaut auf das Wahre, das Gute In der Menschennatur, nicht auf der Sünde Morast.

Feuerbach, Gedanken über Tod und Unsterblichkeit, Erstdruck 1830 (anonym). Satyrisch theologische Distichen, 1830

Verschiedenheit der Religionsmeinungen findet sich nur bei Alltagsmenschen; Leute von Geist haben nur eine Religion.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Weitere Religionsbetrachtungen eines einfältigen Laien

Endlich ist die Religion die höchste Humanität des Menschen [...].

Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Erster Teil. Viertes Buch. VI. Zur Humanität und Religion ist der Mensch gebildet

Es gibt keine andere Offenbarung, als die Gedanken der Weisen; wenn auch diese, dem Lose alles Menschlichen gemäß, dem Irrtum unterworfen, auch oft in wunderliche Allegorien und Mythen eingekleidet sind, wo sie dann Religionen heißen.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 15. Über Religion

Religion ist kein populärer Irrtum; sie ist eine große Wahrheit des Instinktes, von Menschen geahnt, von Menschen zum Ausdruck gebracht.

Renan, Die Geschichte des Urchristentums (Histoire des Origines du Christianisme), 7 Bde., 1863-81. 2. Band: Die Apostel (Les Apôtres), 1866

Die Religiosität, die Sittlichkeit eines beschränkten Lebens – eines Hirten, eines Bauern, in ihrer konzentrierten Innigkeit und Beschränktheit auf wenige und ganz einfache Verhältnisse des Lebens, hat unendlichen Wert und denselben Wert als die Religiosität und Sittlichkeit einer ausgebildeten Erkenntnis und eines an Umfang der Beziehungen und Handlungen reichen Daseins.

Hegel, Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte, 1837 (posthum). Einleitung