Religion Sprüche – zeit

36 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Religion zeit

Bei den Alten war die Religion schon gewissermaßen das, was sie uns werden soll – praktische Poesie.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Religiöse Fragmente

Herrschende Religion! Das klingt bedenklich. Man sagt auch: ›Herrschende Dynastie‹, ›herrschender Typhus‹ und so.

Internet

Die Religion ist ein Teil des Schicksals.

Internet

Die Theologie nimmt in der Religion etwa denselben Platz ein wie die Gifte unter den Nahrungsmitteln.

Internet

Das Reich des Herrschers und der Gottesdienst sind wie zwei Brüder: Sooft das Reich erschüttert wird, kommen auch in den Gottesdienst Mängel; Kirchenfeinde und Unheilstifter kommen zum Vorschein. Und sooft der Gottesdienst mangelhaft wird, geht es im Reiche drunter und drüber.

Nizâm Ul-Mulk, Siyāsatnāma. Gedanken und Geschichten

Die Sanduhr ist der Spiegel von Welt und Religion - steht eins davon in Blüte, so ist das andere schwach.

Internet

Religionsstreitigkeiten sind des Teufels Erntezeit.

Internet

Ich kann mir eine Zeit denken, welcher unsere religiösen Begriffe so sonderbar vorkommen werden, als der unsrigen der Rittergeist.

Lichtenberg, Sudelbuch H, 1789-1793. [H 128]

Wenn die Religion von dem vielen Dampf, den sie machen muß, nur nicht bald selbst verdampft!

Internet

Unmöglich ist es zu vergleichen, welcher Prozeß der größere gewesen: die Entstehung des Staates oder die einer Religion.

Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen, 1905 (posthum)

Religionen sind Kinder der Unwissenheit, die ihre Mutter nicht lange überleben.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 15. Über Religion

Von dem Augenblick an, wo eine Religion bei der Philosophie Hülfe begehrt, ist ihr Untergang unabwendlich.

Heine, Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland, 1793. Zweites Buch

Wo die Religion steht, beginnt das Unendliche. Dem Unendlichen aber ist der endliche Mensch nicht gewachsen. Er schaut die ewigen Dingen im atembeschlagenen Silberspiegel. Wer vermag die Unendlichkeit zu begreifen?

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Die Furchtlosigkeit eines ungläubig Sterbenden kann ihn vor einiger Angst doch nicht schützen, wenn er folgendermaßen überlegt: Ich habe mich tausendmal über meine handgreiflichsten Interessen getäuscht, es ist möglich, dass auch meine Vorstellung von der Religion irrig ist. Aber ich habe weder Kraft noch Zeit das zu untersuchen, und ich sterbe…

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Alle Symbole, die dazu dienen, dem religiösen Gefühl Formen zu geben, sind unvollständig und es ist ihr Schicksal, wieder und wieder verworfen zu werden.

Internet

Eine Religion nach der andern lischt aus, aber der religiöse Sinn, der sie alle erschuf, kann der Menschheit nie getötet werden.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Drittes Kapitel. Über den Geist der Zeit. § 34

Unsere neueste Religion Ist das Scheitern der Spekulation, Wenn die Denkwirtschaft nicht weiter geht, Macht sie Konkurs als Religiosität.

Internet

Bete an, was du verbrannt hast - verbrenne, was du angebetet hast.

Internet

Religion ist für mich wie ein Fluss. Immer wieder sprudelt frisches Wasser dazu; manchmal tritt das Wasser über die Ufer. Nach kurzer Zeit fließt der Fluss wieder in seiner unermüdlichen Form, in seinem alten Flussbett.

Internet

Mitten in der Endlichkeit eins werden mit dem Unendlichen und ewig sein in jedem Augenblick, das ist die Unsterblichkeit der Religion.

Schleiermacher, Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern, 1799. Zweite Rede

Religion ist für mich wie eine Wellenlinie: Manchmal sind wir auf dem Wellenberg, manchmal im Wellental.

Internet