Schicksal Sprüche – arbeit

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Es kann wohl sein, daß der Mensch durch öffentliches und häusliches Geschick zuzeiten gräßlich gedroschen wird; allein das rücksichtslose Schicksal, wenn es die reichen Garben trifft, zerknittert nur das Stroh, die Körner aber spüren nichts davon und springen lustig auf der Tenne hin und wider, unbekümmert, ob sie zur Mühle, ob sie zum Saatfeld wandern.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus: Kunst und Altertum, 5. Bandes 3. Heft. 1826, Einzelnes

Man muß sein Brot mit dem Messer schneiden, das einem das Schicksal, ob stumpf oder scharf, dazu in die Hand gibt.

Raabe, Gedanken und Einfälle (Sämtliche Werke, Dritte Serie, Bd. 6), 1913

Wenn man beim Stiche der Biene oder des Schicksals nicht stille hält, so reißet der Stachel ab und bleibt zurück.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Zweites Heftlein. 20. Hundposttag

Der Mensch tut nicht alles aus sich selbst, er arbeitet auch dem Schicksal in die Hände.

Anzengruber, Der Schandfleck, 1877

Viele Menschen verwechseln Misswirtschaft mit Schicksalsschlägen.

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Des Menschen Schicksal ist sein Umgang.

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Man muß für sein Schicksal sorgen wie für seine Gesundheit.

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Thaten bringen den Lohn, und Weisheit folget dem Werke, Darum sorgt mit Bedacht, Menschen, für euer Geschick.

Bohlen (Übers.), Die Sprüche des Bhartriharis, 1835

Ausgezeichnete Schicksale legen ausgezeichnete Pflichten auf.

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Die innere Entwicklung der Zünfte kam den auflösenden Tendenzen von außen entgegen; sie entgingen nicht dem Schicksal aller menschlichen Einrichtungen, aus Organen, die der Wohlfahrt der Gesamtheit dienen, in Anstalten zum Schutz enger selbstsüchtiger Interessen umgebildet zu werden.

Paulsen, System der Ethik. Mit einem Umriß der Staats- und Gesellschaftslehre, 2 Bde., 1889. IV. Buch. Die Formen des Gemeinschaftslebens. III. Die Gesellschaft. 2. Kapitel: Die Gesellschaftsordnung

Nachdem der Urmensch entdeckt hatte, daß es – wörtlich so verstanden – in seiner Hand lag, sein Los auf der Erde durch Arbeit zu verbessern, konnte es ihm nicht gleichgültig sein, ob ein anderer mit oder gegen ihn arbeitete.

Freud, Das Unbehagen in der Kultur, 1930

Wenn du in einen tiefen Brunnen springst, ist das Schicksal nicht verpflichtet, dich von dort herauszuholen.

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Auf der Weltbühne ist das Schicksal der Souffleur, der das Stück ruhig und leise abliest, ohne Gebärden, ohne Deklamation, und ganz unbekümmert, ob es ein Lustspiel oder ein Trauerspiel ist. Das Zappeln, das Schreien und übriges tun die Menschen hinzu.

Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828/32. [76]

Man murrt über ein Schicksal nicht, man trägt es; man schilt auch nicht über seine Lebensaufgabe, man löst sie.

Steinmüller, Rhapsodien vom wahren Frieden, o.J. (um 1940)