Schicksal Sprüche – glück

148 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Schicksal glück

Wer weiß, wie noch die Würfel fallen? Und hat er Glück, so hat er auch Vasallen.

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 4. Akt, Hochgebirg, Mephistopheles zu Faust

Es kann wohl sein, daß der Mensch durch öffentliches und häusliches Geschick zuzeiten gräßlich gedroschen wird; allein das rücksichtslose Schicksal, wenn es die reichen Garben trifft, zerknittert nur das Stroh, die Körner aber spüren nichts davon und springen lustig auf der Tenne hin und wider, unbekümmert, ob sie zur Mühle, ob sie zum Saatfeld wandern.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus: Kunst und Altertum, 5. Bandes 3. Heft. 1826, Einzelnes

Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden was wir erleben, macht unser Schicksal aus.

Ebner-Eschenbach, Ein Spätgeborner, 1875. Vorangestelltes Motto

Keiner soll sich hüten oder sich um sein Schicksal kümmern, wenn er das Rechte liebt; sein Geist ist erfüllt, was nützt das andere!

Internet

Selten tritt dem Weisen das Schicksal in den Weg.

Seneca, Von der Unerschütterlichkeit des Weisen oder Von der Stärke des Weisen (De Constantia Sapientis). 15. Kapitel. Übersetzt von J. M. Moser, 1828

Wenn du schon im negativen Sinn an das Schicksal glaubst, dann glaub wenigstens auch im positiven Sinn daran.

Internet

Ich bitte nicht um Glück auf Erden; Nur um ein Leuchten dann und wann: Daß sichtbar deine Hände werden, Ich deine Liebe ahnen kann. Nur in des Lebens Kümmernissen Um der Ergebung Gnadengruß; Dann wirst du schon am besten wissen, Wieviel ich tragen kann und muß.

Internet

Das Schicksal der Menschen ist auf glückliche Augenblicke eingerichtet – jedes Leben hat solche –, aber nicht auf glückliche Zeiten.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Achtes Hauptstück. Ein Blick auf den Staat

Das Schicksal kommt, wenn's niemand merkt.

Internet

In alles Unvermeidliche Gieb' Dich geduldig d'rein, Sonst steigert in's Unleidliche Sich Dir des Lebens Pein.

Internet

Die Götter teilen dem Mann sein Schicksal nach seinen Gedanken, und aus seinen Taten fallen die Lose, die schweren und die leichten; wie er gewesen, so wird sein Geschick.

Internet

Du magst es als Segen oder als Prüfung betrachten; aber was auch immer geschieht, es ist alles zu deinem Besten.

Internet

Nimm alles leicht! Das Träumen laß und Grübeln! So bleibst du wohl bewahrt vor tausend Übeln.

Internet

Schmerz und Freude liegt in unsrer Schale, Ihre Mischung ist der Menschen Los, Von dem Strohdach bis zum Marmorsaale, Bis zum Grabe von der Amme Schoß.

Seume, Einige Nachrichten über die Vorfälle in Polen im Jahre 1794, 1796

Das Schicksal läßt seinen Lieblingen alles zum Vorteil gereichen.

Internet

Frage nicht, was das Geschick Morgen will beschließen; Unser ist der Augenblick, Laß uns den genießen!

Rückert, Gedichte. Pantheon, Erstdruck 1843. Viertes Bruchstück. Mikrokosmos. Aus: Unbekümmert

Trifft dich des Schicksals Schlag, so mach' es wie der Ball: Je stärker man ihn schlägt, je höher fliegt er all.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Der Baum kann sich den Vogel nicht aussuchen, der auf ihm landet.

Internet

Liebe das, was dir widerfährt und zugemessen ist; denn was könnte dir angemessener sein?

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 7,57. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879

Der Mensch rechnet immer das, was ihm fehlt, dem Schicksal doppelt so hoch an wie das, was er besitzt.

Keller, Der grüne Heinrich, erste Fassung 1854-55; zweite, endgültige Fassung 1879-80

Zwei Dinge sollte ein Mensch nie beklagen: das, was er ändern kann, und das, was er nicht ändern kann.

Internet