Schicksal Sprüche – klassisch

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Das Schicksal ist stärker als die Weisheit.

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Wer dem unausweichlichen Schicksal sich in rechter Weise fügt, der gilt als weise und kennt der Götter Walten.

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Das Urverhängnis aller Dinge Liegt weislich in dem großen Ringe Durch lange Folgen von Notwendigkeit, Und nichts wird – wenn auch schwache Seelen Mit Gram sich bis zur Folter quälen – Im Schicksal anders eingereiht.

Seume, J. G., Gedichte. Aus: Gebet, 1804

Wir schaffen ja nichts mit unserer starrenden Schwermut, also bestimmten die Götter der elenden Sterblichen Schicksal, lange in Gram zu leben.

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Was dir geschieht, ist dir von Gott beschieden; doch deines Schicksals Wurzel ist der Traum.

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Nenne nicht das Schicksal grausam, Nenne seinen Schluß nicht Neid! Sein Gesetz ist ew'ge Wahrheit, Seine Güte Götterklarheit, Seine Macht Notwendigkeit. Blick umher, o Freund, und siehe Sorgsam, wie der Weise sieht! Was vergehen muß, vergehet; Was bestehen kann, bestehet; Was geschehen will, geschieht.

Herder, J. G., Gedichte. Aus: Die Schwestern des Schicksals

Du bist wie deine tiefen, drängenden Wünsche. Wie deine Wünsche, so ist dein Wille. Wie dein Wille, so ist deine Tat, und wie deine Tat, so ist dein Schicksal.

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Hätte man Verstand, brauchte man keine Gottheit; so aber macht man dich, Schicksal, zur himmlischen Göttin.

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Es gibt keineswegs dergleichen wie ein Omen. Das Schicksal sendet nie seine Boten voraus. Dazu ist es zu klug oder zu grausam.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Unabänderlich sind des Schicksals ew'ge Beschlüsse, Was auf der Stirne steht, wird an dem Kopfe gescheh'n.

Hammer-Purgstall (Hg.), Juwelenschnüre Abul-Maani's (des Vaters der Bedeutungen), das ist Bruchstücke eines unbekannten persischen Dichters, gesammelt und übersetzt duch Joseph von Hammer, Wien 1822

Es ist ebenso nutzlos als töricht, sich nicht in das Unabänderliche ruhig und still zu fügen.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 22. Juni 1830

Wenn die Glocke des äußeren Schicksals klingt, wissen die meisten Menschen schon nicht mehr, daß und wann sie geläutet hat.

Stehr, Der Heiligenhof, 2 Bde., 1918. Viertes Buch, 13. Kapitel

Was das Schicksal mit schwarzer Tinte schreibt, kann die Sonne nicht bleichen.

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In großen Zeiten verschwindet alles kleine Leid und alle Einzelklage um eigenes Schicksal.

Auerbach, Waldfried. Eine vaterländische Familiengeschichte in sechs Büchern. Roman, 3 Bde., 1874

Es ist wirklich ein Luxus vom Schicksal, daß es Pfeile schleudert; an seinen Fügungen sieht man ohnedem, daß es das Pulver nicht erfunden hat.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922

Mehr noch als der Reiche, der sein Gold in eisernen Truhen verwahrt hat, musst du vor dem Räuber Schicksal zittern, der du deine Schätze in Menschenherzen angelegt hast.

Pauly, Aphorismen, 1905

Ausgezeichnete Schicksale legen ausgezeichnete Pflichten auf.

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Auf jedes Menschen Angesicht Liegt leise dämmernd ausgebreitet Ein sanfter Abglanz von dem Licht Des Sternes, das sein Schicksal leitet.

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Fürwahr! des Schicksals Wetter rafft auch Helden hin.

Euripides, Der rasende Herakles (auch: Der Wahnsinn des Herakles), zwischen 422 und 414 v. Chr.

Das Schicksal [...] ist ein vornehmer, aber teurer Hofmeister.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. Zweites Buch. Neuntes Kapitel

Schicksal ist dem Weisen in seiner menschlichen Sprache unwandelbarer Wille der unwandelbaren Liebe.

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