Schicksal Sprüche – klassisch
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Das Schicksal ist stärker als die Weisheit.
Wer dem unausweichlichen Schicksal sich in rechter Weise fügt, der gilt als weise und kennt der Götter Walten.
Das Urverhängnis aller Dinge Liegt weislich in dem großen Ringe Durch lange Folgen von Notwendigkeit, Und nichts wird – wenn auch schwache Seelen Mit Gram sich bis zur Folter quälen – Im Schicksal anders eingereiht.
Wir schaffen ja nichts mit unserer starrenden Schwermut, also bestimmten die Götter der elenden Sterblichen Schicksal, lange in Gram zu leben.
Was dir geschieht, ist dir von Gott beschieden; doch deines Schicksals Wurzel ist der Traum.
Nenne nicht das Schicksal grausam, Nenne seinen Schluß nicht Neid! Sein Gesetz ist ew'ge Wahrheit, Seine Güte Götterklarheit, Seine Macht Notwendigkeit. Blick umher, o Freund, und siehe Sorgsam, wie der Weise sieht! Was vergehen muß, vergehet; Was bestehen kann, bestehet; Was geschehen will, geschieht.
Du bist wie deine tiefen, drängenden Wünsche. Wie deine Wünsche, so ist dein Wille. Wie dein Wille, so ist deine Tat, und wie deine Tat, so ist dein Schicksal.
Hätte man Verstand, brauchte man keine Gottheit; so aber macht man dich, Schicksal, zur himmlischen Göttin.
Es gibt keineswegs dergleichen wie ein Omen. Das Schicksal sendet nie seine Boten voraus. Dazu ist es zu klug oder zu grausam.
Unabänderlich sind des Schicksals ew'ge Beschlüsse, Was auf der Stirne steht, wird an dem Kopfe gescheh'n.
Es ist ebenso nutzlos als töricht, sich nicht in das Unabänderliche ruhig und still zu fügen.
Wenn die Glocke des äußeren Schicksals klingt, wissen die meisten Menschen schon nicht mehr, daß und wann sie geläutet hat.
Was das Schicksal mit schwarzer Tinte schreibt, kann die Sonne nicht bleichen.
In großen Zeiten verschwindet alles kleine Leid und alle Einzelklage um eigenes Schicksal.
Es ist wirklich ein Luxus vom Schicksal, daß es Pfeile schleudert; an seinen Fügungen sieht man ohnedem, daß es das Pulver nicht erfunden hat.
Mehr noch als der Reiche, der sein Gold in eisernen Truhen verwahrt hat, musst du vor dem Räuber Schicksal zittern, der du deine Schätze in Menschenherzen angelegt hast.
Ausgezeichnete Schicksale legen ausgezeichnete Pflichten auf.
Auf jedes Menschen Angesicht Liegt leise dämmernd ausgebreitet Ein sanfter Abglanz von dem Licht Des Sternes, das sein Schicksal leitet.
Fürwahr! des Schicksals Wetter rafft auch Helden hin.
Das Schicksal [...] ist ein vornehmer, aber teurer Hofmeister.
Schicksal ist dem Weisen in seiner menschlichen Sprache unwandelbarer Wille der unwandelbaren Liebe.