Schicksal Sprüche – leben
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Seele des Menschen, Wie gleichst du dem Wasser! Schicksal des Menschen, Wie gleichst du dem Wind!
Beherzigung Ach, was soll der Mensch verlangen? Ist es besser, ruhig bleiben? Klammernd fest sich anzuhangen? Ist es besser, sich zu treiben? Soll er sich ein Häuschen bauen? Soll er unter Zelten leben? Soll er auf die Felsen trauen? Selbst die festen Felsen beben. Eines schickt sich nicht für alle! Sehe jeder, wie er's treibe, Sehe jeder, wo er bleibe, Und wer steht, daß er nicht falle!
Es kann wohl sein, daß der Mensch durch öffentliches und häusliches Geschick zuzeiten gräßlich gedroschen wird; allein das rücksichtslose Schicksal, wenn es die reichen Garben trifft, zerknittert nur das Stroh, die Körner aber spüren nichts davon und springen lustig auf der Tenne hin und wider, unbekümmert, ob sie zur Mühle, ob sie zum Saatfeld wandern.
Auf allen Pfaden des Lebens führen die Horen dich streng, wie es das Schicksal gebeut.
Dein Schicksal ruht in deiner eigenen Brust.
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
Wir werden vom Schicksal hart oder weich geklopft; es kommt auf das Material an.
Wer darf denn sagen, er stehe fest, wenn auch das Schöne seinem Schicksal so entgegenreift, wenn auch das Göttliche sich demütigen muß, und die Sterblichkeit mit allem Sterblichen teilen!
Das Schicksal ist ein Wechselspiel, Ein rätselhaftes Walten, Und ohn' Erbarmen – wie sein Ziel, Wird es auch dich gestalten. Wohin du auch gehst, was du auch magst beginnen, Glaub'! –: deinem Schicksal wirst du nicht entrinnen.
Wir müssen von ganzem Herzen alles, was uns trifft, willkommen heißen, wir dürfen auch innerlich nicht murren, ja uns nicht einmal wundern.
Was einen treffen kann, kann jeden treffen.
Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen reißt es mit sich fort.
Beschwerlich ist jeder Pfad, welcher aufwärts führt. Die Vorsehung will es so, daß wir die Höhepunkte der Erde wie des menschlichen Daseins nur unter Hindernissen und nach langen Mühen erreichen können.
Der braucht das Schicksal recht, den es einen schicksalhaften Mut lehrt.
Das Schicksal ist grausam und die Menschen sind erbärmlich.
Das Schicksal der Menschen ist auf glückliche Augenblicke eingerichtet – jedes Leben hat solche –, aber nicht auf glückliche Zeiten.
Man muß sein Brot mit dem Messer schneiden, das einem das Schicksal, ob stumpf oder scharf, dazu in die Hand gibt.
Wen ein großes Schicksal zugrunde richtet, ist klein, wen ein kleines vernichtet, der kann groß sein.
Das Schicksal ist die Idee der Welt.
Was man so die Launen des Schicksals nennt, das ist in Wahrheit nichts andres als die Rache der göttlichen Weisheit an den Plänen der falschen Weisen, mit denen sie ihr Spiel treibt.
In alles Unvermeidliche Gieb' Dich geduldig d'rein, Sonst steigert in's Unleidliche Sich Dir des Lebens Pein.