Schicksal Sprüche – liebe

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Oft fühl ich jetzt, wie mein Vaterland meine frühsten Gedanken mit unvergänglichen Farben angehaucht hat, und sein Bild eine seltsame Andeutung meines Gemüts geworden ist, die ich immer mehr errate, je tiefer ich einsehe, daß Schicksal und Gemüt Namen Eines Begriffs sind.

Novalis, Heinrich von Ofterdingen, 1802 (posthum). Zweiter Teil: Die Erfüllung

Auf deine schönen Augen Hab ich ein ganzes Heer Von ewigen Liedern gedichtet – Mein Liebchen, was willst du mehr?

Heine, H., Gedichte. Aus: Buch der Lieder. Die Heimkehr, 62

Das Schicksal läßt seinen Lieblingen alles zum Vorteil gereichen.

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Der Zug des Herzens ist des Schicksals Stimme.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 3. Akt, 8. Auftritt, Thekla

Die Ohnmacht des Menschen in Mäßigung oder Hemmung der Affekte nenne ich Knechtschaft; denn der von seinen Affekten abhängige Mensch ist nicht Herr über sich selbst, sondern dem Schicksal untertan.

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O Schicksal! Es gefällt dir, einige zu liebkosen und andere zu belästigen.

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Ist heimsuchen wirklich so viel als strafen oder ist es so viel als das Herz untersuchen? Wir müssen mehr Gebrauch machen von dem Wort heim, es ist sehr stark: heimreden, das ist die Seele, höchste Überzeugung bei Scham sie zu gestehen.

Lichtenberg, Sudelbuch E, 1775-1776. [E 275]

Es ist ebenso lächerlich, einer Frau zu zürnen, daß sie nicht liebt, als mit dem Schicksal zu hadern, uns rote und nicht schwarze Haare gegeben zu haben.

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Kein Schicksal ist auf Erden noch so graus, die Liebe schöpft ein Körnchen Glück daraus.

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Der von seinen Affekten abhängige Mensch ist nicht Herr über sich selbst, sondern ein Sklave des Schicksals.

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Gleichschätzung macht Ruh Wenn du die Dinge nimmst ohn allen Unterscheid, So bleibst du still und gleich in Lieb und auch in Leid.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Nacht am Flusse Liegen eine Sternennacht und lauschen, wie der Kahn an seiner Kette zieht und die Welle flüstert und entflieht und die Wipfel leis dawiderrauschen –. Wie es seufzt und rüttelt ohne Ruh, Freiheit wider Knechtschaft einzutauschen. Armes Herz, so zerrst und stöhnst auch du. Eine Nacht so seinem Schicksal lauschen...

Morgenstern, C., Gedichte

Es giebt Schläge, die uns so gewaltig treffen, daß sie unsere Sinne, unseren Körper, unser Denken und Fühlen in eine Art Erstarrung versetzen, die uns vollkommen gleichgültig erscheinen läßt, unser Auge trocken, unsere Miene ruhig, ja unsere Lippen vielleicht gekräuselt unter einem leichten Lächeln.

Hackländer, Geschichten im Zickzack, 4 Bde., 1871

Mir ward zu tragen viel An Leid und tiefem Gram. Das Schicksal kam und nahm Und ist noch nicht am Ziel. Was ich aus Liebe gab, wird mir als Schuld geziehn. Das, ich dess' schuldig bin, Das büß ich reulos ab.

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Es ist wenig Entfernung vom tarpejischen Felsen bis zum Kapitol.

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Schicksal ist, wenn sich zwei Menschen finden, die sich nicht einmal gesucht haben.

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Was schwer zu ertragen, ist süß zu erinnern.

Oesch (Hg.), Portugiesische Sprichwörter, ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Nicht immer schließt wie auf der Bühne Das Schicksal mit vollkommnem Schluß, Nicht immer findet Schuld die Sühne, Die Liebe süßen Todeskuß. Viel öfter wird ein Herz zersplittert, Und Leid wie Lust stirbt Jahr um Jahr, Wie Bild und Schrift zuletzt verwittert, Und Traum wird, was Erinn'rung war.

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XIX Sie hatte keinerlei Geschichte, ereignislos ging Jahr um Jahr – auf einmal kams mit lauter Lichte ... die Liebe oder was das war. Dann plötzlich sah sie's bang zerrinnen, da liegt ein Teich vor ihrem Haus ... So wie ein Traum scheint's zu beginnen, und wie ein Schicksal geht es aus.

Rilke, Gedichte. Traumgekrönt, 1896. Aus: Siehe, ich wußte es sind solche

Zu entscheidender Erschütterung eines Herzens bedarf das Schicksal nicht immer wuchtigen Ausholens und schroff vorstoßender Gewalt; gerade aus flüchtiger Ursache Vernichtung zu entfalten, reizt seine unbändige Bildnerlust.

Zweig, Verwirrung der Gefühle. Drei Novellen (Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau, Untergang eines Herzens, Verwirrung der Gefühle), 1927. Untergang eines Herzens

Es ist nichts so schwer, wie mit einem Menschen in ein Schicksal verflochten zu sein, den man nicht genügend liebt!

Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, 3 Bde., 1930-43. Diotima