Schicksal Sprüche – trauerkarte

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Gibt es für Trostlosigkeiten überhaupt ein andres vorm Schlimmsten Rettendes als daß niemand sie weiß?

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Ich bitte nicht um Glück auf Erden; Nur um ein Leuchten dann und wann: Daß sichtbar deine Hände werden, Ich deine Liebe ahnen kann. Nur in des Lebens Kümmernissen Um der Ergebung Gnadengruß; Dann wirst du schon am besten wissen, Wieviel ich tragen kann und muß.

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Das Schicksal ist grausam und die Menschen sind erbärmlich.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 2: Von dem, was einer ist

Der bitterste Kummer auf der ganzen Welt ist der, wenn man bei aller Einsicht keine Gewalt in den Händen hat das Vorausgesehene abzuwenden.

Herodot, Historien. IX, 16

Man muß sich im Unglück trösten durch die Freude an dem Verlorenen und durch die Erkenntnis, daß sich Geschehenes nicht ungeschehen machen läßt.

Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Aus der Spruchsammlung 'Also sprach Epikuros' [55]

Hätte man Verstand, brauchte man keine Gottheit; so aber macht man dich, Schicksal, zur himmlischen Göttin.

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Bedeutet ein Schicksalsschlag für dich das Ende, hast du dich sehr weit von dir entfernt.

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Es gibt Menschen, die durch kleine Zwischenfälle aus dem Gleichgewicht geraten können, während sie die großen Schläge standhaft ertragen.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Menschenschicksale sind lose Blätter, die vom Winde getrieben zur Erde fallen – vergehen – und keine Spuren hinterlassen.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Klage. Und sollte nicht das Herz erbeben, Gebeugt vom Schicksal, rauh und erzen, Wird ihm ein jeder Schritt durch's Leben Zum blutigen Markstein neuer Schmerzen? Wenn Menschen seine Welt zerstören, Durch Hohn sein innerst Selbst vernichten? Sollt es sich zürnend nicht empören, Bleibt ihm Enttäuschung und Verzichten? Sein Schrei nach Frieden ist vergebens, Getränkt mit Wermut ward sein Fühlen... Du gold'ner Quell des ew'gen Lebens, Vermagst du einst, dies wegzuspülen?

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An einem Meeresufer spazieren wandeln und in einem Regentümpel daneben ersaufen; – das ist ein wahrhaft tragikomisches Schicksal.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Es ist die peinlichste Verzweiflung, zu fühlen, daß wir unser Schicksal verdienen.

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Es giebt Schläge, die uns so gewaltig treffen, daß sie unsere Sinne, unseren Körper, unser Denken und Fühlen in eine Art Erstarrung versetzen, die uns vollkommen gleichgültig erscheinen läßt, unser Auge trocken, unsere Miene ruhig, ja unsere Lippen vielleicht gekräuselt unter einem leichten Lächeln.

Hackländer, Geschichten im Zickzack, 4 Bde., 1871

Mir ward zu tragen viel An Leid und tiefem Gram. Das Schicksal kam und nahm Und ist noch nicht am Ziel. Was ich aus Liebe gab, wird mir als Schuld geziehn. Das, ich dess' schuldig bin, Das büß ich reulos ab.

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den Menschen adelt, Den tiefstgesunkenen, das letzte Schicksal.

Schiller, Maria Stuart, 1800. 5. Akt, 6. Auftritt, Maria

Durch die Anteilnahme an dem Schicksal anderer wachsen der Seele Kräfte, die sie allmählich erheben über eigenes Leid, die sie in sich selber sicher werden lassen.

Merian (Hg.), Und dennoch. 365 deutsche Gedanken, auch Gedichte, Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1940

Das ist das Schicksal aller holden Dinge: Erkauft mit Thränen und mit Schmerz verloren.

Heyse, Italienisches Liederbuch, 1860

Um die Tragödien der anderen liegt immer etwas wie Banalität.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Der Schicksale sind nicht viele: wenige große wechseln beständig ab und ermüden an denen, die mit unbegrenzt emfindendem Herzen unzerstört hingehn.

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Was schwer zu ertragen, ist süß zu erinnern.

Oesch (Hg.), Portugiesische Sprichwörter, ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Ich habe gebangt um dich Ich habe gebangt um dich. Ich wäre so gern für dich gegangen. – Du hättest im gleichen Bangen Dann gewartet auf mich. Ich hörte nicht mehr, Und ich sah auch nicht. Ein Garnichts floh vor mir her, Gefrorenes Licht. Nun atmet mein Dank so tief, Und die Welt blüht im Zimmer. – Daß alles so gnädig verlief, Vergessen wir's nimmer!

Ringelnatz, J., Gedichte. Gedichte dreier Jahre, 1932