Seele Sprüche – abschied
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Über den Wassern deiner Seele schwebt unaufhörlich ein dunkler Vogel: Unruhe.
Es löschen Sonnen, bersten Erden, Die Seele ruht in eigner Ewigkeit.
Auch die Seele muss ihre bestimmten Kloaken haben, wohin sie ihren Unrat abfließen lässt.
Die Seele geht ihren Weg, dahin, wo unser eigentliches Zuhause ist. Der Tod ist die Brücke auf dem Weg.
Du bist dir nur des einen Trieb's bewußt; O lerne nie den andern kennen! Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, Sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andre hebt gewaltsam sich vom Dust Zu den Gefilden hoher Ahnen.
Meine Seele ist losgelöst von jedem geschaffenen Ding, und über sich selbst erhoben, und in einem köstlichen Leben, allein auf ihren Gott gestützt.
Tiefer Seelenschmerz gipfelt in der Sehnsucht nach dem Tode – doch bedeutet Tod Erlösung?
Es ist schwer, den Menschen ganz auszuziehen.
Die Seele ähnelt einem Glas: ist es einmal gebrochen, so kannst du es nicht wieder zusammenfügen.
Sei kein abhängiger Patient – heile deine eigene Seele.
So prostituiert sich die Seele, wenn sie sich von Dir abwendet und außerhalb von Dir das sucht, was sie rein und ungetrübt nur findet, wenn sie zurückkehrt zu Dir. Reichlich miserabel äffen sie Dich nach - alle, die so tun, als hätten sie sich weit von Dir entfernt, und sich dann aufspielen gegen Dich. Aber selbst dieses Imitieren beweist noch, daß Du der Schöpfer des Weltalls bist und daß es keinen Ort gibt, nirgends, um loszukommen von Dir.
Der Schlaf erstickt und unterdrückt unsere seelischen Kräfte, der Geschlechtsakt saugt sie ebenso auf und lässt sie verschwinden.
Eine zerrissene Seele kann nichts Ganzes schaffen, ja nicht einmal sehen.
Du kannst vor dem davonlaufen, was hinter dir her ist, aber was in dir ist, das holt dich ein.
Wenn der Körper die Seele wegen der erlittenen Mißhandlungen verklagen wollte, so würde sie nicht loskommen.
Die scheidende Seele geht am letzten Herbsttag immer zu ihrem Frühling zurück.
Nur Quacksalber streichen auf jegliche Wunde gleich einen heilenden Balsam oder gar ein Heftpflaster; es gibt Wunden, die ausbluten, auseitern müssen, wenn sie gut heilen sollen. So ist's auch mit den Seelenwunden und Eiterbeulen.
In jedem großen Leben wird ein Augenblick eintreten, wo die Seele empfindet, daß sie nicht in der gegenwärtigen Welt aufgeht, und sich von derselbigen zurückzieht.
Es war das große Traurige, daß eine Seele stets allein ist.
Ein Fremdling bist du, Ein seltsamer Fremdling, o meine Seele, In diesem Erdengetriebe.
Großen Seelen ziehen die Schmerzen nach, wie den Bergen die Gewitter; aber an ihnen brechen sich auch die Wetter, und sie werden die Wetterscheide der Ebene unter ihnen.