Seele Sprüche – freundschaft
41 Sprüche gefunden
Ich bin überzeugt, dass es Brillen für die Seelenkräfte gibt so gut wie für die Augen. Es wäre sonderbar, wenn so etwas nicht sollte möglich sein.
Das Gemüt hat ohne Vertrauen ein hartes Los.
O, sie sind süß, die Verwandtschaften des Blutes, die schon selbst die Natur stiftet; aber wie viel süßer sind die Verwandtschaften der Seele.
Unsere Seele beugt und schmiegt sich gar gerne auf guten Glauben, nach dem Willen und den Meinungen anderer, folgt gar zu gern den Pfaden anderer, folgt gar zu gern, wie eine Gefangene, dem Ansehen derer, die sich ihr als Lehrer und Führer aufdrängen. Man hat uns so sehr ans Gängelband gewöhnt, daß wir des freien Ganges fast entwöhnt sind.
Edle und treue Freunde zu besitzen, ist auch für Leidende eine Erhöhung des Lebensgefühles, wie sie kein anderes Mittel zu bieten vermag.
Gegen die Vivisektion Ein unbekanntes Band der Seelen kettet Den Menschen an das arme Tier, Das Tier hat seinen Willen – ergo Seele – Wenn auch 'ne kleinere als wir. Ein Mensch, mißbrauchend die Gewalt und Stärke, Ein lebend Herz zerreißend – wie? Wer gleicht denn hier dem wilden Tiere, Ist es der Mensch, ist es das Vieh?
Ein sumpfiges Wasser ist trüb und undurchsichtig. Aber klar wie ein kristallheller Alpsee ist die aufrichtige Seele und durch ihren Spiegel, das Auge, meinst du bis auf den Grund sehen zu können.
Die Entfernung hemmt nicht der Seelen stete Verbindung.
Was wahrhaft in der Seele ist, das ist auch in den Händen.
Es wäre eine mystische Sache um die Telegraphie ohne Draht, wenn nicht jede Übertragung seelischer Eindrücke eigentlich dasselbe wäre. Ich sehe ein Kind lachen – und mein Herzdruck steigt meßbar; ich lese eine Todesanzeige – und meine Pulse stocken. Das ist das Mysterium des nervus sympathicus: Millionen kleinster empfindlicher Fangschirme aller Weltall-Wellen, eingestellt gewiß auf alle X-, Y- und Z-Strahlen von Mensch zu Mensch, von Unbeseeltem zu Beseeltem.
Wir sind keine Feinde, sondern Freunde. Wir dürfen keine Feinde sein. Leidenschaft mag die Bande unserer Zuneigung anspannen, aber zerreißen darf sie sie nicht. Die mystischen Klänge der Erinnerung werden ertönen, wenn – und das ist sicher – die besseren Engel unserer Natur sie wieder berühren.
Zu jeder Seele gehört eine andre Welt; für jede Seele ist jede andre Seele eine Hinterwelt.
Auch die menschliche Seele hat keinen Anschluss an die Engel, eher an die Tiere, diese rätselhaftesten, verschlossensten Geschöpfe.
Eine Seele In deinen Liedern lebt mein Leben, Durch meine Lieder strömt dein Blut. Ein unerschöpftes Nehmen, Geben Und eine unerschöpfte Glut. Ein Lächeln nur und nureinLeiden, Du bist in mir und ich in dir. Und kommt das Glück, es winkt uns beiden, Und keiner bettelt: Komm zu mir! Und wenn mein Blick vom letzten Ziele Ins fremde Land hinüberrinnt, Du fühlst es mit, wie ich es fühle, Weil wir so ganz verkettet sind.
Die an der Seele Defetuösen kennen und wittern einander.
Der Verstand ist nicht seltner der Feind des Gemüts, wie das Gemüt der Feind des Charakters.
Verwandte Seelen verstehen sich ganz!
Der Mensch ist gegen sich selbst, gegen Auskundschaftung und Belagerung durch sich selber, sehr gut verteidigt, er vermag gewöhnlich nicht mehr von sich, als seine Außenwerke wahrzunehmen. Die eigentliche Festung ist ihm unzugänglich, selbst unsichtbar, es sei denn, dass Freunde und Feinde die Verräter machen und ihn selber auf geheimem Wege hineinführen.
Wir lagen auf der Wiese und baumelten mit der Seele.
Seelen Du weißt, wir bleiben einsam: Du und ich, Wie Stämme, tief in Gold und Blau getaucht, Mit freien Kronen, die der Seewind küßt … So nah, doch ganz gesondert, ewig zwei. Doch zwischen beiden webt ein feines Licht Und Silberduft, der in den Zweigen spielt, Und dunkel rauscht die Sehnsucht her und hin …