Seele Sprüche – mut

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Hast du keine Kraft in dir zu brennen und das Licht auszustrahlen, so verstelle es wenigstens nicht.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Kein Tier ist so wild, daß nicht menschliche Mühe es zähmen könnte; und die menschliche Seele, die alles zu zähmen vermag, soll nicht zu zähmen sein?

Erasmus von Rotterdam, Handbuch des christlichen Streiters (Enchiridion militis Christiani), 1503

Aber eben so gut [...] [kann] sogar das ganze Reich des Unbewußten einmal als Reich des Bewußten erobert werden; und wir wissen nicht, wie weit die Besonnenheit steigen kann in höhern Verhältnissen, da sie ja in unsern niedern bekannten sich in den großen Unterschieden und Sprüngen von Wilden zu Weltweisen offenbart.

Jean Paul, Vorläufige Gedanken, entstanden 1816 (posthum veröffentlicht). IV. Geist und Körper

Fürchte nichts und niemanden. Das Teuerste in dir kann durch nichts und niemanden Schaden erleiden.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Menschen führen einander durch ihre Seelen wie Potemkin die Kaiserin Katharina durch Taurin.

Hofmannsthal, Buch der Freunde, 1922

Seelenstrahlen haben schon geheim durch Rhinozerospanzer gefunden.

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Große, starke Seelen sind selten ärgerlich, desto mehr aber schwache Männer und fast alle Weiber.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Der Zorn

Den Kampf mit dem Schicksal können Freunde für und mit uns kämpfen; Seelenkämpfe müssen wir allein ausringen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Der Seele Grenzen kannst du nicht ausfinden und ob du jegliche Straße abschrittest; so tiefen Grund hat sie.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 45.

Das Feuer in seiner Seele soll man nie ausgehen lassen, sondern schüren.

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Willst du den Kern haben, so mußt du die Schale zerbrechen.

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Ich fürchte nicht die Dunkelheit dort draußen, es ist die Dunkelheit in euren Herzen, die mir Angst macht.

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Jeder Mensch trägt in sich einen Kontinent unentdeckter Anlagen. Glücklich, wer der Kolumbus seiner eigenen Seele ist!

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Man ist doch immer glücklich, wenn man Kräfte in sich selbst findet, die man sich gar nicht zutraut.

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Geh hin: der Seele Grenzen findest du nicht, auch wenn du alle Straßen wanderst; so tief reicht ihr vernünftiges Wesen.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 97.

Ein Zelt für den Willen ist im Herzen des Menschen das Gemüt. Die Erkenntnis, der Wille und alle Seelenkräfte entsenden, je nach ihrer Stärke, ihren Hauch in dieses Zelt. Sie alle werden in ihm erwärmt und verschmelzen miteinander.

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Die Worte "Habt Mut zu euern Träumen", die ich euch hinüberrufe, als stünd' ich Aug in Aug mit euch und ihr hättet mir eure tiefste Not verraten, diese Worte beziehen sich ganz ausschließlich auf das innere Schicksal und das innere Gesetz. Der Seelenraum für jegliche Illusion, das heißt also, in meinem Sinn verstanden, für jede Traumerhöhung, ist in jedem Menschen unbedingt vorhanden; weder der Schwachsinnige noch der Tatbesessene bilden eine Ausnahme; viele haben ihn bloß noch nicht entdeckt, und wenn sie ihn entdeckt haben, haben sie nicht gewagt, ihn zu betreten; oder sie haben gleich wieder die Flucht ergriffen; oder sie haben das Gefühl, es sei ihrer nicht würdig, sich darin aufzuhalten, da es doch ihre gottgewollte Pflicht ist, Kurszettel zu lesen, Kaufverträge zu schließen, Petroleum zu bohren, Anleihen zu vermitteln, diplomatische Noten zu wechseln oder über die Rätsel der Nationalökonomie nachzudenken.

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Wer nur mit ganzer Seele wirkt, irrt nie. Er bedarf des Klügelns nicht, denn keine Macht ist wider ihn.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Zweiter Band. Erstes Buch. Hyperion an Diotima

In unserm Innern ist viel Land, für das es keine Karte gibt.

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Sei kein abhängiger Patient – heile deine eigene Seele.

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Was hilft Frommtun einem Menschen, der nicht stark in sich selber steht! Was hilft es, mit Reifen ein Faß zu binden, das keinen Boden hat.

Langewiesche (Hg.), Die Unbesiegten. Worte deutscher Denker, hg. von Karl Robert Langewiesche, 1923 (EA: 1920). Aus einer Handschrift des 14. Jahrhunderts