Seele Sprüche – neuanfang

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Unsere Seele muß, wenn sie nicht verkommen will, jeden Tag ihre Wäsche wechseln. Der moralische Mensch hat so gut seine Respiration wie der physische, und nur durch dieselbe bleiben wir lebendig.

Keller, G., Aufsätze. Jeremias Gotthelf: Uli der Knecht – Uli der Pächter, 1849

Nirgends, Geliebte, wird die Welt sein, als innen. Unser Leben geht hin mit Verwandlung. Und immer geringer verschwindet das Außen.

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Nicht von außen wird die Welt umgestaltet, sondern von innen.

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Das Menschenleben ist eine fortgehende Schule. Der Staatsmann wie der Bauer muß jeden Morgen die Erfahrung von gestern sammeln, das Verbrauchte umwenden und erneuern; unsere Seele muß, wenn sie nicht verkommen will, jeden Tag ihre Wäsche wechseln.

Keller, G., Aufsätze. Jeremias Gotthelf: Uli der Knecht – Uli der Pächter, 1849

Rühre an das Leere in deinem Leben, und dort werden Blumen blühen.

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Der Mensch muß so lange neue Seelenwanderungen durchmachen, bis alle Teile seiner Seele von allen Mängeln früherer Daseinsperioden vollkommen gereinigt sind.

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Ändert sich der Zustand der Seele, so ändert dies zugleich auch das Aussehen des Körpers und umgekehrt: ändert sich das Aussehen des Körpers, so ändert dies auch zugleich den Zustand der Seele.

Pseudo-Aristoteles, Physiognomonica, aus zwei Teilen unterschiedlicher Herkunft zusammengesetztes Werk über Physiognomie, Autorschaft ungeklärt. 808b (Traktat B, 4.)

Dies ist die riesige moderne Irrlehre: die Menschenseele zu ändern, um sie den Verhältnissen anzupassen, anstatt die Verhältnisse zu ändern, um sie der Menschenseele anzupassen.

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Nimmer vergeht die Seele, vielmehr die frühere Wohnung tauscht sie mit neuem Sitz und lebt und wirkt in diesem.

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Der Anfang des Lebens ist die Geburt, dieses ist aber nicht der Anfang des Lebens der Seele, sondern des Menschen. Das Ende des Lebens ist der Tod; dieses ist aber nicht das Ende des Lebens der Seele, sondern des Menschen.

Pölitz (Hg.), Immanuel Kant’s Vorlesungen über die Metaphysik (aus drei Vorlesungsschriften), 1821 (posthum anonym hg. von Pölitz)

Im Abgrund blau und tief Die Körperlosen schweben, Sie zaubern und beleben Die nächtige Harmonie, - Den Frühling grüßen sie!

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Die Seele ist nun die Ursache und der Anfang des lebenden Körpers.

Aristoteles, Über die Seele (De Anima). 415b (II, 4.) Übersetzt von J. H. von Kirchmann (1871)

Unsere Toten leben fort in den süßen Flüssen der Erde, kehren wieder mit des Frühlings leisem Schritt, und es ist ihre Seele im Wind, der die Oberfläche der Teiche kräuselt.

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Die scheidende Seele geht am letzten Herbsttag immer zu ihrem Frühling zurück.

Keller, P., Gedichte und Gedanken, 1933

Seelenwanderung Wohl tausendmal schon ist er hier Gestorben und wieder geboren, Sowohl als Mensch wie auch als Tier, Mit kurzen und langen Ohren. Jetzt ist er ein armer blinder Mann, Es zittern ihm alle Glieder, Und dennoch, wenn er nur irgend kann, Kommt er noch tausendmal wieder.

Busch, W., Gedichte. Zu guter Letzt, 1904

Der Unsterbliche wird sterblich auf der Erde, und jeder Geist wird ein Mensch!

Jean Paul, Titan, 4 Bde., 1800-1803. Erster Band. Der Traum der Wahrheit

Jede Seele, sie durchwandelt der Geschöpfe Stufenleiter: Formentauschend, rein und reiner, immer höher, hell und heiter, Lebt sie fort im Wurm, im Frosche, im Vampir, im niedern Sklaven, Dann im Tänzer, im Poet, im Trunkenbold, im edlen Streiter ... Sehet: eine gleiche Reihe Seelenhüllen, Truggestalten Muß der Dichtergeist durchwandeln, stets verklärter, stets befreiter: Und er war im Werden Gaukler, war Vampir und war Brahmane, Leere Formen läßt er leblos und strebt höher, wahrer, weiter ... Aber wissend seines Werdens, hat er werdend auch erschaffen: Hat Gestalten nachgebildet der durchlaufnen Wesensleiter: Den Vampir, den niedern Sklaven, Gaukler, Trunkenbold und Streiter.

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Die Seele kann oft in ganz anderen Klimaten gedeihen als der Leib.

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Wer seine Seele heilen will, soll über die Veränderung der kleinsten Gewohnheiten nachdenken. Mancher sagt zehnmal des Tages ein böses kaltes Wort an seine Umgebung und denkt sich wenig dabei, namentlich nicht, dass nach einigen Jahren er ein Gesetz der Gewohnheit über sich geschaffen hat, welches ihn nunmehr nötigt, zehnmal jedes Tages seine Umgebung zu verstimmen.

Nietzsche, Morgenröte. Gedanken über die moralischen Vorurteile, 1881

Zeichen der Seele Ist das noch derselbe Himmel, Der sich über mir gespannt, Als im flackernden Gewimmel Wilder Feuer ich gebrannt? Ist das noch dieselbe Erde, Die mein rascher Fuß betrat, Als mit glühender Gebärde Ich geschleudert Zukunftssaat? Erd' und Himmel sind die gleichen, Und die gleichen Sonnen lohn, Doch die Seele rückt ihr Zeichen In begrenzte Felder schon. Schritt für Schritt wird nun gemessen, Noch im Schwunge geizt die Hand, Rann doch zu viel Korn indessen Auf Morganas Wüstensand ...

Henckell, Buch des Lebens, 1921. Züricher Bilder

Die Seelen kennen keinen Tod; so oft sie ihren Sitz verlassen, nehmen neue Wohnungen sie auf.

Ovid, Metamorphosen, entstanden um 1 oder 3 bis 8 n. Chr