Seele Sprüche – romantisch
47 Sprüche gefunden
Wolken seh' ich abendwärts Ganz in reinste Glut getaucht, Wolken ganz in Licht zerhaucht, Die so schwül gedunkelt hatten. Ja, mir sagt mein ahnend Herz: Einst noch werden, ob auch spät, Wenn die Sonne untergeht, Mir verklärt der Seele Schatten.
PsychePsyche, my soulEdgar Poe ... und Psyche, meine Seele, sah mich an Von unterdrücktem Weinen blaß und bebend Und sagte leise: »Herr, ich möchte sterben, Ich bin zum Sterben müde und mich friert.« O Psyche, Psyche, meine kleine Seele, Sei still, ich will dir einen Trank bereiten, Der warmes Leben strömt durch alle Glieder. Mit gutem warmem Wein will ich dich tränken, Mit glühendem sprühendem Saft des lebendigen Funkelnden, dunkelnden, rauschend unbändigen, Quellenden, schwellenden, lachenden Lebens, Mit Farben und Garben des trunkenen Bebens: Mit sehnender Seele von weinenden Liedern, Mit Ballspiel und Grazie von tanzenden Gliedern, Mit jauchzender Schönheit von sonnigem Wehen Hellrollender Stürme auf schwarzgrünen Seen, Mit Gärten, wo Rosen und Efeu verwildern, Mit blassen Frauen und leuchtenden Bildern, Mit fremden Ländern, mit violetten Gelbleuchtenden Wolken und Rosenbetten, Mit heißen Rubinen, grüngoldenen Ringen Und allen prunkenden duftenden Dingen. Und Psyche, meine Seele, sah mich an Und sagte traurig: »Alle diese Dinge Sind schal und trüb und tot. Das Leben hat Nicht Glanz und Duft. Ich bin es müde, Herr.« Ich sagte: Noch weiß ich wohl eine Welt, Wenn dir die lebendige nicht gefällt. Mit wunderbar nie vernommenen Worten Reiß ich dir auf der Träume Pforten: Mit goldenglühenden, süßen lauen Wie duftendes Tanzen von lachenden Frauen, Mit monddurchsickerten nächtig webenden Wie fiebernde Blumenkelche bebenden, Mit grünen, rieselnden, kühlen, feuchten Wie rieselndes grünes Meeresleuchten, Mit trunken tanzenden, dunklen, schwülen Wie dunkelglühender Geigen Wühlen, Mit wilden, wehenden, irren und wirren Wie großer nächtiger Vögel Schwirren, Mit schnellen und gellenden, heißen und grellen Wie metallener Flüsse grellblinkende Wellen ... Mit vielerlei solchen verzauberten Worten Werf ich dir auf der Träume Pforten: Den goldenen Garten mit duftenden Auen Im Abendrot schwimmend, mit lachenden Frauen, Das rauschende violette Dunkel Mit weißleuchtenden Bäumen und Sterngefunkel, Den flüsternden, braunen, vergessenen Teich Mit kreisenden Schwänen und Nebel bleich, Die Gondeln im Dunklen mit seltsamen Lichtern, Schwülduftenden Blumen und blassen Gesichtern, Die Heimat der Winde, die nachts wild wehen, Mit riesigen Schatten auf traurigen Seen, Und das Land von Metall, das in schweigender Glut Unter eisernem grauem Himmel ruht. – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – Da sah mich Psyche, meine Seele, an Mit bösem Blick und hartem Mund und sprach: »Dann muß ich sterben, wenn du so nichts weißt Von allen Dingen, die das Leben will.«
Meine Frau ist eine wahre Seelen-Apotheke.
Ich kenne nichts Schöneres als den Einblick in eine ruhige, von keiner Leidenschaft getrübte Frauenseele.
Entfache des Geistes Leuchte zu niegeseh'nem Glanz; Doch pflege das Herz auch, pflege den keuschen Kranz Tiefsinniger Gefühle; wahre duftig zart Die Blume deutschen Gemütes im frostigen Hauch der Gegenwart.
Mein Leib der Erde, mein Herz Rom, meine Seele Gott.
Die schöne Seele kennt kein süßer Glück als außerhalb verwirklicht auch zu sehn das Edle, Schöne, das sie in sich trägt.
Das ist leider so, daß, wenn das Gemüt verstimmt ist, es alles unrecht auslegt und jede Berührung falsche Töne gibt.
Wir sind keine Feinde, sondern Freunde. Wir dürfen keine Feinde sein. Leidenschaft mag die Bande unserer Zuneigung anspannen, aber zerreißen darf sie sie nicht. Die mystischen Klänge der Erinnerung werden ertönen, wenn – und das ist sicher – die besseren Engel unserer Natur sie wieder berühren.
Eine Seele In deinen Liedern lebt mein Leben, Durch meine Lieder strömt dein Blut. Ein unerschöpftes Nehmen, Geben Und eine unerschöpfte Glut. Ein Lächeln nur und nureinLeiden, Du bist in mir und ich in dir. Und kommt das Glück, es winkt uns beiden, Und keiner bettelt: Komm zu mir! Und wenn mein Blick vom letzten Ziele Ins fremde Land hinüberrinnt, Du fühlst es mit, wie ich es fühle, Weil wir so ganz verkettet sind.
Es geht bei der Liebe um unsere Seele.
Die Menschen beginnen mit der Liebe, enden mit dem Ehrgeiz und befinden sich in einer ruhigen Verfassung des Gemüts oft erst, wenn sie sterben.
Die jungfräuliche Seele ist eine reife Rose, aus der, sobald ein Blatt gezogen ist, leicht alle gepaarte nachfallen.
Heilig sollst du halten jede reine Regung deines Gemütes; heilig achten jede fromme Ahnung, denn sie ist Kunst in uns!
Freue dich, o Seelenvogel, Lasse deine Jubel schallen, Daß du in der Rose zarte, Liebe, süße Haft gefallen! Nicht in eines Vogelstellers Rohe Netze wirst du sinken, Nicht ergriffen wirst du werden Mörderisch von Räuberkrallen. Zwar es hat der Dorn der Rose Tief genug dein Herz verwundet, Und so wirst du dich verbluten Und hinab zu Grabe wallen. Doch der Tod, der dich erwartet, Ist der schönste Tod von allen; Sterben wirst du nach dem edlen Sterbebrauch der Nachtigallen.
Nichts richtet das Gemüt so auf wie das Gefühl, geliebt zu sein.
Feine Finger Feine Finger mußt du haben Um ein Herz nicht zu zerwühlen, Finger, die des Mondes Silber Und den Duft der Rosen fühlen. Liebe lebt solch zartes Leben… Um die Glut nicht zu verkühlen, Mußt du feine Finger haben, Finger, die die Seele fühlen.
Deine große Müdigkeit, Seele, das ist es, was mir nicht gefällt.
Eine schöne Seele ist wie eine Flamme, die sich gegen Himmel hebt.
Die Gemütsbewegungen charakterisieren den Menschen.
Im Schmuck des Lenzes stehn die Aun, Es trieft die Welt von Maienlust Und Sträuße winden holde Fraun Und Mädchen sich aus Blatt und Blust. Und auch in meiner Brust erstehn Viel tausend Blumen mannigfach; Sie blühen, duften und vergehn … Und keine Seele fragt darnach.