Seele Sprüche – sinn

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Die Seele ist die Herrin, das Fleisch ist die Magd, denn dadurch, daß die Seele ihrem Leib das Leben mitteilt, hat sie ihn in der Gewalt, und der Leib gibt sich im Empfangen des Lebens der Seele hin.

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Die Hauptsache ist, daß man eine Seele habe, die das Wahre liebt und die es aufnimmt, wo sie es findet.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 16. Dezember 1828

Das ist eines der Geheimnisse des Lebens: Die Seele mittels der Sinne und die Sinne mittels der Seele zu heilen.

Wilde, Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray), 1890

Ja, das ist eines der Geheimnisse des Lebens: die Seele durch die Sinne heilen können und die Sinne durch die Seele.

Wilde, Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray), 1890

Unsere Seele muß, wenn sie nicht verkommen will, jeden Tag ihre Wäsche wechseln. Der moralische Mensch hat so gut seine Respiration wie der physische, und nur durch dieselbe bleiben wir lebendig.

Keller, G., Aufsätze. Jeremias Gotthelf: Uli der Knecht – Uli der Pächter, 1849

Die Seel, ein ewger Geist, ist über alle Zeit, Sie lebt auch in der Welt schon in der Ewigkeit.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Wenn die Seele eine bestimmte Klarheit der Wahrnehmung erlangt hat, gewinnt sie ein Wissen und eine Lebensmotivation jenseits aller Selbstsucht.

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Wenn wir die Natur beobachten, stellen wir fest, daß sie die Seele des Menschen in seinem Körper wie in einem weiträumigen Palast untergebracht hat - allerdings nicht immer in den schönsten Quartieren.

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Der Körper ist nur die Form der Seele.

Pölitz (Hg.), Immanuel Kant’s Vorlesungen über die Metaphysik (aus drei Vorlesungsschriften), 1821 (posthum anonym hg. von Pölitz)

Denn die Seele ist es, die dem Menschen den Lebenshauch zusendet und dadurch den Menschen mit lebendigem Antlitz, mit Gesicht, Geschmack, Gehör, Gefühl herrlich begabt.

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Die Macht der Seele kann man in den Augen des Menschen sehen, wenn seine Augen klar, hell und durchsichtig sind, weil die Seele mit Macht im Körper wohnt, um recht viele Werke in ihm zu vollbringen. Die Augen des Menschen sind nämlich die Fenster der Seele.

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Der Atem ist der lebendige Hauch der Seele, weil sie ihn trägt und sein Schwingvermögen ist, und zwar jedesmal, wenn der Mensch den Atem in sich einziehen und wieder ausströmen läßt, um so leben zu können.

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Ein Tier folgt den Fesseln der Natur, ein Mensch dem Licht der Seelen.

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Erheb, o Seele, deinen Sinn! Was hängst du an der Erden? Hinauf, hinauf zum Himmel hin; Denn du mußt himmlisch werden!

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Der Seele wegen muß man den Körper üben.

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Diese Welt ist ein Nichts, was ist, das bin ich, meine Seele.

Tolstoi, Tagebücher. 1900

Was für eine Torheit, daß der weltlich Gesinnte seine unsterbliche Seele mit etwas gleichsetzt, das zum Zeitpunkt des Todes zu bloßer Erde wird, der jede Spur von Schönheit fehlt.

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Eine schöne Menschenseele finden, Ist Gewinn, ein schönerer Gewinn ist, Sie erhalten, und der schönst und schwerste, Sie, die schon verloren war, zu retten.

Herder, Zerstreute Blätter (6 Sammlungen), 1785-97. Sechste Sammlung. VII. Legenden. Aus: Der gerettete Jüngling

Garstiges Vernunft-Phantom bleibt jeder, der nicht begreifen kann, daß die Seele der Quell der Liebe ist; daß im Gemüte Geist und Seele zur lebendigen Sittlichkeit in eins gebildet werden müssen, und daß die Zwecksittlichkeit ein Unding und Skandal für jeden Menschen ist, welcher die Gesetze der Natur und Übernatur von Kindesbeinen an in sich wirksam fühlt.

Goltz, Typen der Gesellschaft, 2 Bde., 1860

Die Seele ist nicht dort, wo sie lebt, sondern wo sie liebt.

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Was wäre der Mensch, wenn keine Seele in ihm wäre? Durch die Seele ist er erfüllt.

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