Seele Sprüche – trauerkarte
105 Sprüche gefunden
Du leidest an einer unheilvollen Seelenkrankheit. Die Modernen nennen sie Schwermut, die Alten hießen sie geistige Trägheit.
Es ist auch schon manche Seele erfroren.
Freue dich, o Seelenvogel, Lasse deine Jubel schallen, Daß du in der Rose zarte, Liebe, süße Haft gefallen! Nicht in eines Vogelstellers Rohe Netze wirst du sinken, Nicht ergriffen wirst du werden Mörderisch von Räuberkrallen. Zwar es hat der Dorn der Rose Tief genug dein Herz verwundet, Und so wirst du dich verbluten Und hinab zu Grabe wallen. Doch der Tod, der dich erwartet, Ist der schönste Tod von allen; Sterben wirst du nach dem edlen Sterbebrauch der Nachtigallen.
Deine Seele ist eine auserlesene Landschaft.
Durch einen Riß in der Seele kann der Teufel aus- und eingehen.
Erstarrt Gebannt in dumpfes Nichts lag meine Seele Rings flammte Lieb' und Sommer in den Kelchen, Rings blühten duftig die Gedichte auf… Doch meine Seele schlich erblindet, träge Und todt durch goldigblonde Rhythmen hin… Durch aller Räthsel ahnungsvolles Raunen Gespensterkühl … matt und verständnislos. Gebannt in dumpfes Nichts lag meine Seele. Da kam ihr plötzlich … langersehnt … der jähe Urtiefe Schmerz, der sie befreien soll. Er soll mit Blitzesbrand mein Herz erschüttern, Er soll versengen, daß aus grauem Schutt Die neue Blüte blaß und düfteschwer Emportaucht … Endlich! weine, meine Seele! Sie weinte nicht … die schweren Flügel zuckten, Dann stöhnte sie ein wenig und sie schwieg … Es kam kein Blitz … Nur Kälte … Kälte … Kälte… Daß alle Thränen ihr in Eis erstarrt…
Den Körper kann man heilen, die Seele aber nicht.
Ich bewundere Menschen, deren Seelen größer sind als ihre Wunden…
Man darf zwar die privatesten Dinge über andere Leute erfahren, aber nur voll Respekt vor dem ringenden, geschundenen Etwas, das jede Menschenseele ist, und im Geiste vornehmer, unterscheidender Anteilnahme.
[…] Wenn das Gemüt einen verwundenden Schlag erhält, der den Körper nicht tötet, scheint es wieder zu genesen, wie der Körper genest. Aber es scheint nur so. In Wirklichkeit ist es nur der Mechanismus der wiederaufgenommenen Gewohnheit. Langsam, langsam fängt die Wunde der Seele an, sich bemerkbar zu machen, wie eine Verletzung, die nur allmählich ihren furchtbaren Schmerz vertieft, bis er die ganze Psyche ausfüllt.
Die Seele eines wahren Menschen ist das komplizierteste, zarteste und klangvollste Musikinstrument. Solche Seelen gibt es wenige auf der Welt.
Eine schöne Seele ist wie eine Flamme, die sich gegen Himmel hebt.
Fragt schöne Seelen aus Gewissen, Zu welcher Wahl sie sich entschließen: Gebrochen Bein? Gebrochen Herz? – Sie wählen sicher den Seelenschmerz.
Liebesnot Mir ist, als wär' mein Herz ein Quell, Doch eine Quelle ohne Spiegel, Und eine Blume ohne Duft, Ein Adler mit gebrochnem Flügel. Ich suche düster, was mir fehlt, Und fühl', daß ich mir selber fehle. Was nahmst du aus der Seele mir? Du nahmst sie selber mir, die Seele!
Es ist das selige Bangen, Es ist das müde Umfangen, Der Schauer im dämmernden Wald, Der Winde schmeichelnd Umschlingen, Wann vom grauen Gezweige das Singen Der kleinen Stimmen erschallt. O dies zarte Zirpen und Girren, Dies junge Gezwitscher und Schwirren, Klingt hold wie Gräser im Wind, Als ob über blanken Kieseln Mit heimlichem Rauschen und Rieseln Das murmelnde Wasser verrinnt. Die Seele, die lebt im Zagen Der leise schlummernden Klagen, Ist es die unsere? sag! Die meine ja und die deine, Die so mit stillem Geweine Verhaucht im scheidenden Tag.
Und meine Seele Und meine Seele Trat vor mich hin In kotbesudeltem Purpurgewande Und sah mich an, Todestraurig, Mit schwimmenden Augen ... Und klagend klangen die Worte: Siegt die Gemeinheit? Siegt die Not des Daseins? Muss ich sterben? Und ich nickte, Langsam, Wortlos-ergeben, Dreimal.
Die verirrte Seele Verirrt zu dir ist meine Seele, Und weiß doch, daß sie nur verirrt, Wie eine fortgewehte Blüthe, Und ewig fremd dir im Gemüthe, Umsonst die Heimat suchen wird. Vergeblich, daß ich mir verhehle, Wie du nicht ahnst, was um dich ringt! Kein Hoffen täuscht das stille Bangen, Und doch verstummt nicht das Verlangen, Das keinen Frieden je mir bringt. Sie fragen quälend, was mir fehle? Der Tag ist blau, die Biene schwirrt: Bin nicht daheim, bin nicht im Leben, Seit ich die Seele hingegeben, Die willenlos zu dir verirrt!
Meine Seele Meine Seele schläft vor dir; Weck' sie nicht mit rauhem Schrei'n. Von dem deinen nie begehrt, Schlief mein Wesen ein. Wie ein dunkler Fittich schwebt Über ihr dein kalter Hohn – Und doch lacht sie, – denn sie träumt, Träumt vom Glück so lange schon. Kling, kling, es zittern die Saiten Wieder vom Lebensspiel. Sie klingen und klagen noch immer, Immer das alte Lied. Das Lied von Liebe und Sehnsucht, Von ungelebter Lust, Das meine gefrorene Seele Belauscht in erstarrter Brust. Ihr ungeküssten Lippen, Euch schloss keine Liebe zu; Noch immer verlangend geöffnet, Küsst nur ein Traum euch wund. Im Traum nur, ihr suchenden Hände, Umschliessen euch Finger warm, Im Traum nur halt' ich die Liebe, Das jauchzende Glück im Arm. Du hast dein Leben gelebt, Ich hab's geträumt. Dir hat das Herz in Stürmen gebebt, In Wonnen die Lippe geschäumt. Dich trägt dein Gott auf zur Höh', Vom Festmahl des Lebens einst müde und satt, Wenn Winde mich wehen in Grabesnäh', Vom Baume des Lebens ein welkendes Blatt
Wir werden nie mehr wieder unsere Seele von heute Abend haben…
In tiefstem Schlummer, mehr noch: Delirium, in einer Ohnmacht, im Tod, ja sogar im Grabe bleibt uns noch ein letzter Rest von Bewußtsein. Sonst könnte die Seele des Menschen ja nicht unsterblich sein.
Der Tod zertrümmert Gefäße. Was schiert das den Inhalt?