Sterben Sprüche – mut
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Ich gehe fort, – auf einen anderen Stern, auf einen helleren.
Sokrates wählte lieber den Giftbecher, als daß er seine Zunge bezähmte; aber ich weiß nicht, ob es eine Freude ist, für den Irrtum anderer zu leiden.
Es gibt Leute, die dem Geschick folgsam sind; ich bin nicht derartig, und wenn ich für andere gelebt habe, will ich für mich sterben.
Wir gehen immer, wohin wir müssen: wenigen nach und hoffentlich zuletzt denn doch auch vielen vorauf.
Ich gehe an keinem gewaltsamen Unglück zugrund, sondern stolpere über einen Strohhalm.
Sterben ist eine wilde Nacht und ein neuer Weg.
Ich werde mit Mut zu sterben wissen; das ist leichter, als zu leben.
Ich bin bereit, meine letzte Reise anzutreten – ein großer Sprung in die Dunkelheit.
Die Menschheitsentwicklung – ein Wachsen der Sterbenskraft.
Fürchte dich nicht, du stirbst nur, um zu leben.
Es geht oft so schwer zu sagen: ich bin bereit.
Erst am Ende unseres Weges stehen die Antworten.
Ich habe lange genug in der offenen Türe des Todes gestanden; es wird Zeit hinauszutreten und sie hinter mir zuzumachen.
Mein Kahn ist ohne Steuer, er fährt mit dem Wind, der in den untersten Regionen des Todes bläst.
Wir springen wie ein elektrischer Funken in die andre Welt hinüber.
…sonder Anker sind wir vor dem Todessturz.
Weise Rüste Speise. Zur vorhabenden Reise. Kalte Rast, Leg ab die Last, Die du nicht mehr nötig hast. Diese Bahn Ist abgetan, Tritt sie nicht von vornen an. Jung und kühn, Mag sich bemühn, Du wirst nicht noch einmal grün.
Der Wege durch das Leben gehen viele, Ganz gleich ist keiner; Doch aus dem Leben und zum letzten Ziele Führt uns nur einer.
Es gibt für diejenigen, die zum Himmel gehen, keine andere Fähre als die Tugend; sie gleicht dem Schiffe des Kaufmanns, der übers Meer zu gehen gedenkt.
Durch Einsamkeit Durch Einsamkeiten, Durch waldwild' Geheg, Über nebelnde Weiten Wandert mein Weg – Fern über dem Berge An ruhsamer Flut Harrt meiner ein Ferge … Der rudert mich gut – An ein stilles Geländ, Ewig gemieden Und ewig ersehnt – Zum Frieden …
Der Fall ist nun klar: Es geht um Licht oder Dunkelheit, und jeder muss sich entscheiden, wo er steht.