Wahrheit Sprüche
Sprüche über Wahrheit
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Wahrheit ist eine widerliche Arznei; man bleibt lieber krank, ehe man sich entschließt, sie einzunehmen.
Wer ist so blödsinnig, daß er die Wahrheit nicht erkennen, wer so neidisch, daß er die erkannte Wahrheit nicht mitteilen möchte?
Was einer im Reiche der Wahrheit erwirbt, hat er für alle erworben.
Wo keine Liebe ist, ist auch keine Wahrheit.
Wahr spricht, der das spricht, was er glaubt.
Eine Wahrheit muss immer gegenwärtig sein, um hin und wieder ausgesprochen werden zu können.
Dreifach sind die Hindernisse der Anschauung des Wahren: der Leib mit allen Nebeln, die von ihm aufsteigen; das Gemüt mit all seinen Neigungen und Krankheiten, die Vernunft mit all ihren Verirrungen und ihrer Flügellahmheit.
Jede Fertigkeit der Vernunft, auch im Irrtum, vermehrt ihre Fertigkeit zur Empfängnis der Wahrheit.
Die Wahrheit verliert nichts, wenn ein heftiger Jüngling sie verfehlt, ebenso wenig als die Tugend und die Religion, wenn ein Lasterhafter sie verleugnet.
Die Wahrheit ist in Gott; uns bleibt das Forschen.
Das ist das Furchtbare an der Wahrheit: daß man sie mit Lügen nähren kann.
Alle Wahrheiten, die nicht Heiligkeit und Liebe erzeugen, sind nutzlos. Sie mögen an der Oberfläche des Verständnisses schwimmen, aber sie nutzen alle nichts, wenn sie nicht das Herz verändern.
Ich habe keine Angst vor der Feder, dem Schafott oder dem Schwert. Ich werde die Wahrheit verkünden, wann immer es mir paßt.
Die Wahrheit ist des Himmels erstes Kind; Nur sie ist schön, in nackten Reizen schön Wie Eva, eh' die Schlange sie belog. Wer sie mit Einfalt sucht, mit Inbrunst liebt, Den tränket sie, dem öffnet sie den Blick, Den hebt sie über jedes Leiden, schenkt Geduld im Leben und im Tode Ruh', Der Dämmrung Ruhe vor dem Morgenrot. Nur Einfalt, keusche Einfalt findet sie, Einfalt, die im reinen Herzen nur Mit lautrem Öl der Inbrunst Flammen nährt.
Das Wahre ist das Ganze.
Wer nicht lügen kann, weiß nicht, was Wahrheit ist.
Es ist aber eine alte Sage, daß die Wahrheit nicht süß sei.
Lästige Wahrheiten, vor denen man zuerst erschrickt, wird man am besten los, indem man sie gelassen ausspricht. Daher auch der alte Brauch, Gefahren, Schäden, Übel jeder Art zu ›besprechen‹.