Wahrheit Sprüche

Sprüche über Wahrheit

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Der Mann erkennt das Wesen der Wahrheit und bildet sie aus dem Grunde seiner Seele heraus, die Frau allein erfaßt sie mit Leidenschaft.

Lamartine, Geschichte der Girondisten (Histoire des Girondins), 8 Bde., übersetzt von Georg Herwegh 1847

Die meisten schrecken zusammen, wenn sie zufällig die Wahrheit gesagt haben.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wenn einmal nur erscholl das rechte Wort, So tönt es unvertilgbar fort und fort. Und wär' es auch nach Hunderten von Jahren, Sein Tag erscheint dem ausgesprochenen Wahren.

Daumer, Andeutung eines Systems speculativer Philosophie, 1831

Wenn zwei sich gegenseitig die Wahrheit sagen, so ist es gewöhnlich Injurie.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wer die Wahrheit im weiten Kreise zur Geltung bringen will, muß sich darauf gefaßt machen, viel und arg anzustoßen. Die Wahrheit will nicht nur erstritten, sondern auch erlitten sein.

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Die halbe Wahrheit findet weit mehr Käufer als die ganze und reine. Diese kostet zu viel Anstrengung des Kopfes und des Herzens.

Rothe, Stille Stunden. Aphorismen aus Richard Rothe's handschriftlichem Nachlaß, 1872

Dem Menschen muß etwas wahr und heilig sein! Und das muß nicht in seinen Händen und nicht in seiner Gewalt sein; sonst ist auf ihn kein Verlaß, weder für andre noch für ihn selbst.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Eine Korrespondenz zwischen mir und meinem Vetter

Eine Wahrheit, die man uns sagt, tut uns mehr weh als hunderte, die wir uns selbst sagen würden. – Ich weiß wohl, daß man euch beklagen, euch trösten, euch aufrichten muß, aber vor allem muß man die Wahrheit sagen.

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Wo und wie sollen wir die Wahrheit finden, wenn wir sie nicht aus der Quelle des Irrthums schöpfen?

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Was nutzt Schädliche Wahrheit, wie zieh ich sie vor dem nützlichen Irrtum! Wahrheit heilet den Schmerz, den sie vielleicht uns erregt.

Schiller, F., Gedichte. Tabulae Votivae, Erstdruck in: Musenalmanach für das Jahr 1797

Niemand ist wahr, als wer seine Sünden bekennt.

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In den Schwankungen des Lebens hältst du dich nur aufrecht, wenn du für jede und alle Lagen deinen Schwerpunkt in Wahrheit und Gerechtigkeit suchst.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Nicht dem Guten gehöret die Erde. Er ist ein Fremdling, er wandert aus Und suchet ein unvergänglich Haus. Solang er glaubt, daß dem irdschen Verstand Die Wahrheit je wird erscheinen, Ihren Schleier hebt keine sterbliche Hand, Wir können nur raten und meinen. Du kerkerst den Geist in ein tönend Wort, Doch der freie wandelt im Sturme fort.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Die Worte des Wahns, 1800

In der Wahrheit findet man das Schöne.

Schiller, F., Gedichte. Aus: An Goethe (als er den »Mahomet« von Voltaire auf die Bühne brachte), 1800

Was hat der Mensch dem Menschen Größeres zu geben als Wahrheit!

Schiller, F., Theoretische Schriften. Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte? Eine akademische Antrittsrede

Der Witz ist nur ein Sommerkleid; die Wahrheit kann man zu allen Jahreszeiten gebrauchen.

Kotzebue, Lohn der Wahrheit. Schauspiel in 5 Akten, 1801

Was wahr ist, ist ewig an und für sich, nicht gestern und nicht morgen, sondern schlechthin gegenwärtig, »Itzt« im Sinne der absoluten Gegenwart. In der Idee ist, was auch vergangen scheint, ewig unverloren.

Hegel, Vorlesungen über die Philosophie der Weltgeschichte, erstmals gehalten 1822/23

"Wahrheit wünsch ich, Wahrheit aus Ihrem Mund, ich hab bereits eine Ahnung." "Da haben Sie auch alles, denn die größten Gelehrten haben von der Wahrheit nie mehr als eine Ahnung gehabt."

Nestroy, Das Mädl aus der Vorstadt oder Ehrlich währt am längsten (literarische Vorlage: La Jolie Fille du Faubourg von Paul de Kock und Charles Varin), 1841

Ja, wer es dahin gebracht hätte, für die Wahrheit zu flammen und zu glühen, ohne – »aufgeregt« und »aufregend« zu erscheinen! Die beiden den Ausschlag gebende Weltklugheit verlangt diese unmögliche Verbindung von Eis und Flamme.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Die wahren Wahrheiten sind die, welche man erfinden kann.

Kraus, Pro domo et mundo, 1912. VII. Pro domo et mundo

Menschen, welche alles auf den Kopf stellen, bringen dadurch zuweilen eine Wahrheit auf die Beine.

Pauly, Aphorismen, 1905