Wahrheit Sprüche – sinn

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Wissenschaft ohne Anwendung. Wer sich um Weisheit müht, und nicht anwendet die Weisheit, gleicht dem Manne, der pflügt, aber zu säen vergißt.

Herder, Blumen aus morgenländischen Dichtern gesammlet (in: Zerstreute Blätter, 4. Sammlung), 1792. Drittes Buch

Wahrheit hat ein redend Leben, Dessen Kraft kein Witz ersann; Was das Herz hat eingegeben, Hat kein Heuchler nachgethan.

Haller, Versuch Schweizerischer Gedichte, 1772

Gib, dass ich in der Wahrheit lebe, mein Gott, auf dass ich in der Wahrheit sterben kann.

Tagore, Verirrte Vögel (Stray Birds), 1916; hier übersetzt von Helene Meyer-Franck. [314]

Der Kaufherr, der weithin schickt seine Waren, Überläßt seinen Schiffern des Meeres Gefahren; Der Taucher nach Perlen im Meeresgrunde Schmückt sich niemals selbst mit dem kostbaren Funde; Nicht die Gefallenen der blutigen Kriege, Nur die noch Lebenden feiern die Siege. Wohin ich sehe, wohin ich wandre: Ein Opfer ist unser Leben für andre.

Bodenstedt, Aus Morgenland und Abendland, 1882

Wer nur die Wahrheit sieht, hat ausgelebt; Das Leben gleicht der Bühne, dort wie hier Muß, wann die Täuschung weicht, der Vorhang fallen.

Uhland, L., Gedichte. Aus: In ein Stammbuch

Es gibt eine Anschauung vom Leben, welche meint, daß da, wo die Menge ist, auch die Wahrheit sei, daß es der Wahrheit selber ein Bedürfnis sei, die Menge für sich zu haben.

Kierkegaard, Tagebücher. 1846

Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist oder zu sein vermeinet, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen.

Lessing, Über die Wahrheit, 1777. Eine Duplik

Zwei Wahrheiten wollen die Menschen im allgemeinen durchaus nicht ernst nehmen: die, dass sie nichts wissen, und die zweite, dass sie nichts bedeuten.

Leopardi, Gedanken aus dem Zibaldone (Pensieri di varia filosofia e di bella letteratura (ab 1817)), 1845 (posthum), übersetzt von Ludwig Wolde 1943

Besser an der Wahrheit sterben als in der Lüge leben.

Keiter, Aphorismen von M. Herbert (i. e. Therese Keiter), 2. Auflage 1904 (EA: 1895)